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Freitag, 27. Februar 2009

Kartell der Hochsteuerländer

Ein Kartell der Hochsteuerländer duldet keine Systeme, die sich besser und effizienter organisieren.
Peter Briner im Interview mit Roger Köppel in der WW09.09
Ich würde sogar soweit gehen, hohe Steuern als Staatsversagen zu klassifizieren. Entsprechend hacken die mächtigen Verlierer jetzt auf dem anständigen Gewinner rum.

Donnerstag, 13. März 2008

Misstrauen gegenüber dem Sozialstaat

Wie viele Hochsteuerländer Europas, krankt auch die Bundesrepublik an einem Sozialmodell, das sich nicht mehr finanzieren lässt. Die Crux liegt darin, dass immer weniger Steuerzahler immer mehr Rentner per Umlageverfahren alimentieren müssen. Die Folge sind steigende Steuersätze, aggressive Steuerfahnder und schwindende Vermögen. Vor allem aus diesem Grund, das hat der Schweizer Bankier Konrad Hummler glänzend analysiert, gehen viele Europäer dazu über, ihre Privatvorsorge ausserhalb der Landesgrenzen abzuwickeln. Nicht die Steuerbelastung, sondern ein massiver Vertrauensverlust in die Zukunftsfähigkeit ihrer Sozialstaaten verleitet laut Hummler die Leute dazu, ihr Geld in angelsächsische Länder oder in die Schweiz zu retten.
Roger Köppel in der WW11.08

Dienstag, 4. März 2008

Meinungen zu tiefen Steuern

Wir wollen den Steueroasen in Europa den Kampf ansagen.
Peer Steinbrück, deutscher Finanzminister, SPD
Und ich sage den Hochsteuerländer auf der ganzen Welt den Kampf an, v.a. wenn sie keinen spürbaren Mehrwert generieren.


Drei demokratische Senatoren, darunter Barack Obama, wollen 34 "tax havens" austrocknen - darunter auch explizit die Schweiz. Grund:
Solche Offshore-Zentren funktioniren nicht ohne Geheimhaltungsregeln, die amerikanische Behörden daran hindern, unsere Gesetze anzuwenden
Senator Carl Levin
Amerikanisches Recht soll weltweit greifen. Wieder einmal der "Glaube an die eigene moralische Überlegenheit. (...) das eigene Rechtssystem wird zum Universalmass erklärt." (Roger Köppel)


Ein US-Bürger, der amerikanische Wertschriften hält, wird von der Bank dem Steueramt in der Heimat gemeldet. Und dies, so Merkel, "sollte auch bei uns möglich sein" - ein Wunsch, den sie demnächst auch in Bern vorbringen könnte.
Und das wäre dann das Ende der Privatsphäre, der gläserne Bankkunde, die Allmacht nicht nur Amerikas, sondern auch Deutschlands.

Der Anteil an unversteuertem Geld ist - aus historischen Gründen - immer noch hoch, weil dieses Geld nicht so einfach transferiert werden kann. Heute machen unversteuerte Mittel, je nach Bank und deren Publikumsstruktur, zwischen 30 und 80 Prozent der Kundengelder aus.

vielversprechende Wettbewerbsvorteile für die Zukunft:
  • tiefere Gebühren
  • höhere Erträge (Performance)
  • grössere Auswahl an Finanzprodukten
In Anlehnung an Claude Baumann und Ralph Pöhner in der WW9.08, Seite 34ff.