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Montag, 26. März 2012

Effizienz der CS-Regionen und der Managing Directors

  • Anteil am globalen Personalaufwand
  • Beitrag zu globalem Ertrag (total 26.2bnCHF)
  • Dichte an Managing Directors (global=100%)
Schweiz
Aufwand: 25%
Ertrag: 33%
MDR: 23%

Americas
Aufwand: 34%
Ertrag: 33%
MDR: 39%

EMEA
Aufwand: 28%
Ertrag: 26%
MDR: 26%

APAC
Aufwand: 13%
Ertrag: 11%
MDR: 12%

Quelle: FINews

Samstag, 16. Juli 2011

Fehlende Gewaltenteilung im Gesundheitswesen

Ein Beispiel von "Bad Corporate Gouvernance": Unser Gesundheitssystem.
Warum geht die Entwicklung in Richtung mehr Staat?
Weil die Kantone einerseits Spitäler besitzen und betreiben, anderseits aber auch die Spielregeln vorgeben. Das ist eine Rollenvermischung, die nicht gut gehen kann.

Was würde Abhilfe schaffen?
Die Kantone dürften keine Spitäler mehr betreiben.

Was heisst das? Alle Spitäler privatisieren?
Grundsätzlich ja. Sicher nicht alle, aber zumindest sollte man damit beginnen. Denn der Einfluss der Kantone muss zurückgedrängt werden. Der Staat hat lediglich zu garantieren, dass jeder Bürger Zugang zur medizinischen Versorgung hat und dass es nicht zu Fehlentwicklungen kommt – mehr nicht.

Sollten auch Universitätskliniken privatisiert werden?
Warum nicht? Es geht doch darum, den effizientesten Weg zu finden, die bestmögliche medizinische Versorgung zu gewährleisten. Viele der weltweit führenden Kliniken sind privatwirtschaftlich geführt.
Olve Wiesinger, Chef der Hirslanden Spitalgruppe im Interview von Pierre Heumann und Alex Reichmuth in der WeWo28.11, Seite 46ff.

Mittwoch, 10. März 2010

Energie- anstatt Mehrwertsteuer

Ausnahmsweise mal eine hervorragende Idee der Grünliberalen: Die Mehrwertsteuer soll durch eine Energiesteuer ersetzt werden. Sie prüfen eine entsprechende Volksinitiative, doch die Realisierung dürfte noch Jahre auf sich warten lassen :-(

+ effiziente Erhebung der Steuer
Es gibt nur wenige Importeure von Öl, Gas, Kohle, Uran. Diese würden die Steuer abliefern und über ihre Preise an alle Abnehmer und dann an alle Haushalte im Land fein verteilen. Ein einsamer Beamter in Bern würde die wenigen, aber grossen Überweisungen sammeln, einige Zollbeamte würden für die Meldungen gebraucht.
<--> vgl. dazu die aktuelle Effizienz bei der MwSt.: 2500 Seiten Vorschriften, 620 Beamte, jährlicher Aufwand der Mehrwertsteuerabrechnung von 32-50 Mio. Stunden = 25'000 Vollzeitbeschäftigte.

zu beachten:
1. keine Sonderbehandlungen, ansonsten explodiert der bürokratische Aufwand
2. Auf der Ausgabenseite des Staates müssten bei einer spürbaren Energiebelastung alle Föderungen gestrichen werden. Denn Solarpanels, Windräder und Isolationssysteme sollen ja durch die Energiekosten allein angeregt weren. Dies würde zu enormen Einsparungen bei Expertisen, Gesuchen oder Subventionsbehörden führen.
Beat Kappeler in der NZZaS vom 28.02.10, Seite 41.

Freitag, 20. März 2009

Alfredo Lardelli: cand. Unternehmer des Jahres

Im bereits bestehenden Bordell Queens House in Volketswil/Hegnau plant Alfredo Lardelli, eine sogenannte Hurenschule einzurichten;: "Die Prostituierten lernen in einem 3-Tages-Kurs, was Augenerotik [könnten ja auch andere lernen...] ist, wie sie sich weniger besteigen lassen müssen und wie sie mehr Effizienz [Aha, nennt man DAS nun so? :-)] aus dem Kunden herauslocken." Kurskosten: 800 Franken. Zudem hat der Sexbusiness-Experte eine Prostituiertenvereinigung gegründet. Für einen Jahresbeitrag von 250 Franken erhalten die Frauen Rechtsbeistand, Hilfe bei Behördengängen sowie Beratung bei gesundheitlichen Problemen. [was für ein Gutmensch!]
Alexandra Roder im 20min vom Freitag, dem 13. Mai 2005.

Freitag, 27. Februar 2009

Kartell der Hochsteuerländer

Ein Kartell der Hochsteuerländer duldet keine Systeme, die sich besser und effizienter organisieren.
Peter Briner im Interview mit Roger Köppel in der WW09.09
Ich würde sogar soweit gehen, hohe Steuern als Staatsversagen zu klassifizieren. Entsprechend hacken die mächtigen Verlierer jetzt auf dem anständigen Gewinner rum.

Dienstag, 20. Mai 2008

staatliche Anspruchsgruppen

Die aktuelle Titelgeschichte der Weltwoche zieht über die "Eliten" hier zu Lande her. Sie denuziert sie als "Besserwisser". Hier habe ich aber einige Vorbehalte gegenüber der Weltwoche.

Gleich wie der Verein der Staatsrechtsprofessoren das Recht zum absoluten Primat erhebt und ihm alles unterordnet, tut dies die Weltwoche mit der direkten Demokratie. Das ist ein klares Merkmal der SVP-Politik. Sie vergisst dabei aber, dass das Volk dumm und manipulierbar ist. Es muss nicht immer Recht haben. Schon gar nicht "Recht" im Sinne der Staatsrechtsprofessoren.

Vernünftig kann eine Meinung aber nur sein, wenn sie verschiedenste Blickwinkel und Ansprüche angemessen gewichtet, was bei einem Unterordnen unter einen einzigen Wert sicher nicht der Fall ist. Was gibt es denn so für Blickwinkel?

- juristisch: Hier muss man aufpassen, dass das Recht nicht zum Selbstzweck wird. Ein Recht ist nicht von Gesetztes wegen aufrecht zu erhalten. Es hat immer noch dem Wohle der Gesellschaft zu dienen.
- international: Unbestritten ist der zunehmende internationale Einfluss. Die Macht der Schweiz scheint zu verblassen. Insofern ist es auf längere Frist unrealistisch, davon auszugehen, dass die Schweiz überhaupt einen eigenen Standpunkt aufrecht erhalten kann.
- demokratisch: Wie gesagt, das Volk ist für mich kein geeigneter Massstab mehr. Wer das nicht glaubt, der soll mal am Nachmittag TV schauen, v.a. deutsche Talkshows...
- Staatseffizienz: Oft neigen "Expertenausschüsse" zur Ausdehnung staatlicher Kompetenzen. Dies ist sehr restriktiv zu handhaben. Wir brauchen einen schlanken Staat, damit dieser nicht zum Selbstzweck wird oder sogar eine Eigendynamik entwickelt.
- historisch: Die SVP zieht aktuell gerne die bisherige, 150-jährige Einbürgerungspraxis bei. Das ist sehr irrelevant, bei geänderten Rahmenbedingungen, welche sich selbst stets schneller ändern.
- wirtschaftlich: Oberstes Gut ist das Wohlergehen der Bürger. Um dies zu erreichen braucht der Staat Mittel. Diese hat er aus wirtschaftlichen Tätigkeiten. Die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts ist von fundamentaler Bedeutung für die gemeinsame Wohlfahrt.
- Umwelt: könnte auch noch ein Faktor sein - hier aber unbedeutend.

Was gibt es sonst noch für Blickwinkel und Anspruchsgruppen an das staatliche Funktionieren?



Und noch einen Nachtrag zur Einbürgerungsinitiative:
Eine Expertenkommission wäre durchaus geeignet, wäre die Einbürgerung ein Verwaltungsakt, der rechtlich begründet werden muss. Was mir aber grundsätzlich bei Einbürgerungsentscheiden fehlt, ist die Meinung, dass man jemanden nicht einbürgert, weil es schon zu viele Fremde in der Schweiz hat. Ein Urteil, das überhaupt nichts mit dem Einzelfall zu tun hat, sondern die Gesamtsituation in der Schweiz betrachtet. Dies wäre bei Annahme der Einbürgerungsinitiative möglich.

Montag, 7. Januar 2008

künftiger arabischer Globus?

Ein Gedankengang: Die Demokratie ermöglichte die freie Marktwirtschaft. Der globale Kapitalismus schafft via Ölpreis arabische Superreiche. Diese sind nicht demokratisch. Sie sind elitär. Sie werden von ihren "Mitbürgern" als solche akzeptiert. Demokratie ist nicht gefragt/notwendig. Die Elite kann sich entfalten. Sie investieren u.a. in westliche (demokratische?) Unternehmen - und zwar nicht wenig...

Was wird sich künftig global durchsetzen?
  • Ist die Zahl der Systemgläubigen entscheidend? Es gibt mehr muslimische Araber.
  • Ist die Effizienz entscheidend? Eine Diktatur ist effizienter als eine Demokratie.
  • Ist das Know-How entscheidend? Wissen ist handelbar. Kompetente Leute geben gegen Entgeld gerne Auskunft.
In Anlehnung an "Paläste der Macht: Die Herrscherhäuser von Kuwait und Saudi-Arabien". Ein Film von Gero von Boehm, 06.01.2008 23:25-00:10, 3sat.

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Demokratie: pulverisierte Macht

Aber das System der direkten Demokratie als Staatsform pulverisiert natürlich die Macht. Das ist sehr gut, auch wenn es mich selbst trifft. Demokratie neigt zum Durchschnitt. Das ganz Gute ist nicht möglich, das ganz Schlechte auch nicht. Wichtig ist jetzt, wie es weitergeht.
Christoph Blocher interviewt von Roger Köppel und Markus Somm in der WW51/52.07, Seite 14ff.

Erst wenn ich sätmliche Illusionen und Träume an einen effizenten, geordneten Staat abgeschrieben habe, habe ich den Realismus und Pragmatismus erreicht, die Demokratie zu unterstützen. "Wischiwaschi" als "die am wenigsten schlechte Regierungsform".

Sonntag, 23. Dezember 2007

Spuren des akademischen Betriebs

Ich habe gerade ein Buch über Körpersprache gelesen, worin es auch eine Typisierung verschiedener Einstellungen und Weltansichten gab: Der Macher, der Realist, der Visionär und der irgendwas. An die UniSG kam ich als Macher: motiviert, trainiert, einsatzbereit, schnell entscheidend, anpackend. Doch der akademische Betrieb machte aus mir einen Realisten. Im ausseruniversitären Engagement mache ich immer noch überdurchschnittlich viel, doch das Studium – sogar an der „praxisorientieresten Hochschule der Schweiz“ – enttarnte sich als realitätsfremd: Gespräche mit Absolventen brachten die Quote von ca. 20% zum Vorschein: 20% des Gelernten können später wieder verwendet werden. D.b. statt 5 Jahre zu studieren täte es auch 1 Jahr, ohne merkliche Abstriche. Das sind natürlich tödliche Argumente für ein Studium aus Sicht eines effizienzorientierten Wirtschaftlers. Ironie der Geschichte ist, dass jene, die über 5 Jahre einen grossen Einsatz zeigten und gute Noten erzielten, später in jene fordernden Positionen kommen, die eine grosse Effizienz erfordern.

Sonntag, 19. August 2007

Eine Freundin ist 50'000 USD wert

Ökonomen haben den Wert eines aktiven Sexuallebens auf 50'000 Dollar veranschlagt. Das ist doch Nonsense.
Gemäss der Studie müssten sexuell inaktive Menschen im Schnitt 50'000 Dollar mehr verdienen, um mit ihrem Leben gleich zufrieden zu sein wie solche, die nicht asketisch leben.

Mathias Binswanger im Interview mit Victor Weber in der SonntagsZeitung vom 12. August 2007, Seite 52.

Das finde ich mal eine lustige Zahl. Was mit Opportunitäten nicht alles berechnen kann… :-) Dann bringt der Ökonome Binswanger aber noch zwei andere interessante Punkte zur Sprache:

Wissenschaftler gehen davon aus, dass es drei wesentliche emotionale Kategorien gibt, die in der Beziehung zwischen Mann und Frau eine Rolle spielen und demzufolge das Glück ausmachen: Sex, gegenseitige Anziehung und Geborgenheit beziehungsweise Sicherheit.

Die Wirtschaft will Effizienz und Profit, doch die sind letztlich ökonomisch nur sinnvoll, wenn sie zum Wohlbefinden beitragen.