Posts mit dem Label Lösung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Lösung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 28. Februar 2010

Vom Vorteil von Kleinstaaten

[Grosse Staaten konnten Kleinstaaten früher militärisch, heute wirtschaftlich und politisch unter Druck setzen.] Schaut man sich die Geschichte an, so zeigt sich, dass in der Regel jene Kleinstaaten erfolgreich waren, die eine liberale Wirtschaftsordnung hatten. Sie haben Handel getrieben, kluge Köpfe angezogen und verfügten so über einen komparativen Vorteil gegenüber Grossstaaten.

Europa zum Beispiel ist ein Grossgebilde, das zu protektionistischen Massnahmen neigt, was in einer globalisierten Welt nur Nachteile bringt.

Als junger Mensch hatte ich die Hoffnung, dass der Staat die meisten Probleme lösen könne, und habe festgestellt, dass in den meisten Fällen der Staat das Problem ist.
Fürst Hans-Adam II. von Liechtenstein zum automatischen Datenaustausch in einem Interview von Carmen Gasser und Philipp Gut in der WeWo6.10, Seite 30ff.

Samstag, 26. Dezember 2009

Political Correctness verhindert Problemlösung

Verbreitete Ängste lassen sich nicht durch eine sogenannte Political Correctness, eine mit der Meinungsäusserungsfreiheit unvereinbare gesellschaftliche Zensur, die von einer volksfremden politischen Elite und einer von wem auch immer gesteuerten Medienindustrie bestimmt wird, unterdrücken.
Martin Schubarth, SP, ehemaliger Bundesrichter, in der WW49.09, Seite 11.

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Die einzige Lösung für Israel-Palästina

Jeder weiss, wie eine Regelung aussehen müsste. Die Grenzen von 1967 sind die Richtschnur, Jerusalem als Kapitale für beide Staaten. Seit Jahren ist das kein Geheimnis.
Dr. phil. Hansrudolf Kamer in der WW48.09, Seite 23.

Ich war und bin der Meinung, dass jedes Stück Land in der Westbank historisch uns Juden gehört. (…) es gibt keine andere Nation, die mit der Kraft der Geschichte die Westbank beanspruchen kann.
Also wie ist das jetzt genau mit der Gleichsetzung von Juden und Israelis? Olmert macht/darf das?
ich bin zum Schluss gekommen, dass wir uns von den Palästinensern trennen müssen, um den Charakter des Staates Israel zu bewahren und seine künftige Existenz zu garantieren. (…) Wir haben keine andere Wahl, als das Konzept der Zwei-Staaten-Lösung zu akzeptieren.

Vorschlag vom damaligen israelischen Premierminister Ehud Olmert an den Palästinenserpräsident Machmud Abbas, 16. September 2008:
Ich sagte Abbas auch klar, dass dies das grosszügigste und weitreichendste Abkommen sei, ds je von einem israelischen Premierminister offeriert worden sei. Und in den nächsten fünfzig Jahren werde es keinen israelischen Regierungschef geben, der mehr werde geben können.
  • Israel zieht sich – auf der Grundlage der Grenzen von 1967 aus der Westbank zurück.
  • 6.3 bis 6.5% der Westbank würden Israel gehören (aufgrund der demographischen Veränderungen: 3 jüdische Siedlungen in der Westbank)
  • Im Gegenzug bekäme Palästina durch andere Grenzkorrekturen israelisches Gebiet zugesprochen: in der Gegend von Dschenin, im Zentrum unweit von Jerusalem, im Süden nahe am Gazastreifen und in der judäischen Wüste
  • Dies wurde konkret auf einer Karte eingezeichnet, welche Olmert nach Abbas unterschrieben hätte, falls sich dieser wieder gemeldet hätte…
  • Jerusalem wird geteilt. Die Altstadt und der Tempelberg kämen unter internationale Kontrolle: Saudi-Arabien, Jordanien, USA, Israel und Palästina
  • Aussicht auf einen 40km langen Tunnel zwischen Westbank und Gazastreifen, einen sicheren Link.
  • Aufgrund humanitärer Kriterien würde Israel für fünf Jahre jährlich1000 Flüchtlinge aufnehmen,
Ehud Olmert im Interview von Pierre Heumann in der WW48.09, Seite 54ff.

Mittwoch, 27. Mai 2009

Unterentwickelte Kulturen könnten sich selbst (er)lösen/terminieren

Beim Stamm der Waorani in Ecuador galt eine Mordtat lange Zeit als Garant für hohes Ansehen in der Gesellschaft.

Als die ersten christlichen Missionare Ende der 1950er Jahre in diese gottverlassene Gegend kamen, starben mehr als 50 Prozent aller Männer und fast 40 Prozent der Frauen durch die Hand eines anderen Wao (die Einzahl von Waorani) - meist aufgespiesst von einem langen Speer aus Holz. "Damals waren die Waorani drauf und dran, sich gegenseitig auszurotten", erklärt Ehtnologe Beckerman, der sich mit diesemsonderbaren Volk lange auseinandergesetzt hat.

Insbesondere das Leben der männlichen Waorani war geprägt von Blutrache und der Überzeugung: Wer sich durchsetzen will, der muss sich mit der Aura des Schrecklichen umgeben.
Es war üblich, sich an einem anderen Wao zu rächen, indem man ihn mit samt seiner Familie umgebracht hat.
Patrick Imhasly in der NZZaS vom 24.5.09, Seite 63.

Ich kenne da einige Kulturen, die uns wesentlich näher sind, bzw. sich schon längst unter uns gemischt haben, wo eine intensivere Praktizierung ihrer Kultur einige Probleme selbst lösen könnte.