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Freitag, 17. April 2009

Für Hayek, gegen Keynes

Durch Pessimismus und Unbekümmertheit ("In the long run, we're all dead") stellte Maynard Keynes den Freibrief für zügellose Politiker aus. Was sollen wir heute um die Zukunft kümmern? So verschulden sich linke Politiker gerne weit über beide Ohren um das Problem auf die Zukunft zu verschieben, Milliarden an Konjunkturspritzen lassen grüssen.

Friedrich August von Hayek setzt auf die Marktkräfte. Diese würden das akutelle Überborden der Politiker nicht zulassen und sorgten von alleine für eine Marktbereinigung und zwar unverzüglich. Nach den Boni-Exzessen der Banker folgt die Anmassung der Politiker, sich über Marktkräfte hinwegsetzten und die Wirtschaftskrise wegplanen zu können.

Sonntag, 8. März 2009

Konjunkturmassnahmen: schnell, gezielt und befristet

Anforderungen an konjunkturelle Massnahmen:
  1. Tritt die Wirkung schnell genug ein, oder besteht die Gefahr, dass die Massnahme erst in den nächsten Aufschwung hinein wirkt?
  2. Setzen die Massnahmen gezielt ein, wo wirklich Not herrscht? Das ist im Moment neben den Banken bei der Exportindustire der Fall, weit weniger aber beim Bau oder beim Konsum.
  3. Sind die Massnahmen zeitlich befristet auf die Dauer der erwarteten Rezession, oder drohen sie in permanente Unterstützung auszuufern?
Urs Müller, Direktor und Chefökonom von BAK Basel Economics, in der NZZaS vom 8.3.09, Seite 21.

Montag, 9. Februar 2009

unwirksame Konjunkturprogramme

Die Lehren der letzten 35 Jahre scheinen vergessen zu sein. Konjunkturprogramme sind sehr viel weniger wirksam, als wir in den siebziger Jahren geglaubt haben. Dies gilt insbesondere für kleine, stark exportorientierte Länder wie die Schweiz. Der einzige Effekt, der sicher mit solchen Programmen verbunden ist, ist ein Anstieg der öffentlichen Schuld.

Gebhard Kirchgässner in der NZZaS vom 8.2.09, Seite 19.

Obama rechtfertigt seine immensen Ausgaben damit, dass Bushs Politik zur Ankurbelung der Konjunktur nicht funktioniert hat und deshalb nun der andere Weg eingeschlagen werden soll. Doch Verschuldung ist wohl kaum eine nachhaltige Lösung. Obwohl Bush ein Idiot ist und folgerichtig auch die Konjunkturpolitik idiotisch angegangen ist, stellen Steuererleichterungen immer noch eine bessere Option dar. Man muss sie nur am richtigen Ort gewähren…

Donnerstag, 15. Januar 2009

Deutsche Wirtschaftsmassnahmen

Das ist kein Konjunktur-, sondern ein Schuldenpaket.
Guido Westerwelle
Man meint und lernt gemeinhin immer noch, dass der Staat grundsätzlich zwei verschiedene Wege zur Auswahl hat, mit wirtschaftlichen Krisen umzugehen. Praktiziert werden heute beide Ansätze etwas: der monetaristische und der keynesianische.

Zweitere Option ist aber gar nicht wirklich eine Lösung. Antizyklische Staatsinvestitionen lösen keine Probleme, sondern erhöhen das Defizit und werden damit zur Belastung der nächsten Generation. Das Problem wird vertagt - nicht gelöst.