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Donnerstag, 5. November 2009

starke Markennamen und social trash

Heute sah ich einen jungen, (potentiell) ungebildeten, (potentiell) gewaltbereiten Osteuropäer – bzw. sah er so aus – wie ein Coiffeur-Lehrling. Auf jeden Fall trug der eine Tasche mit sich, auf dem "Ich bin ein Original" stand. Das scheint dem jungen Mann ein Anliegen zu sein. Allgemein ist eine ausgeprägte Markenliebe in sozial tieferen und ungebildeteren Schichten zu beobachten: FILA, FUBU, Adidas, Puma, sogar eigene Labels der in diesem Milleu bewunderten Stars finden reissenden Absatz: Wu Tang Clan, 50 Cent, etc.

Wieso? Führt die eigenen Unsicherheit, Erfolglosigkeit, Identiätslosigkeit zu einer Bewunderung von starken und klar erkennbaren Namen, Bildern und Träumen? Bullseye!

Freitag, 3. Juli 2009

500 jugendliche Intensivtäter

Das Täterbild zeigt sich bei der Befragung wie folgt: Sie sind oft männlich, stammen in der Regel aus bildungsfernen Schichten mit einem Migrationshintergrund und leben bezüglich Familie, Schule, Arbeit und Drogenkonsum in problematischen Verhältnissen. Sie sind nicht auf einzelne Delikte spezialisiert und in Banden von drei bis fünf Jugendlichen organisiert.
SF Tagesschau

Montag, 27. April 2009

Kinderzulagen

Nachwuchs ist nicht gleich Nachwuchs, man konsultiere das Intro von Idiocracy. Es gibt erwünschte, geplante Kinder, die in wohlsituierte Verhältnisse geboren werden und es gibt die anderen, welche später dann in den Sozial- und Kriminalitätsstatistiken auftauchen.
In den USA wurde beispielsweise festgestellt, dass minderjährige oder drogenabhängige ledige Mütter zur Verbesserung ihrer Einkünfte nicht nur ein Kind, sondern mehrere zur Welt brachten. (...) Bei zu hohen Kindergeldzahlungen besteht die Gefahr, dass sie von sozial schwachen Gruppen zur Einkommensmaximierung missbraucht werden.
Untersuchungen zeigen immer mehr, dass das soziale Umfeld, die Familienstruktur oder die Stunden, die Eltern ihren Kindern widmen, für den schulischen und geslleschaftlicehn Erfolg von grosser Bedeutung sind.
Kurt Schiltknecht in der WW17.09, Seite 23.
Dass es dazu überhaupt Statistiken braucht?! Ist doch logisch. So drängt sich folgender Schluss auf:
Da hoch qualifizierte Personen oft zu einem beruflichen Schwergewicht neigen, finanzielle Ziele verfolgen und unterproportional zum Nachwuchs beitragen, sollen die Kinderzulagen erhöht werden: Ein Anreiz, auf den (auch) diese Gruppierung reagiert, wenn er genügend hoch ist. Neu werden Kinderzulagen aber nur noch an Eltern von Kindern entrichtet, welche nicht getrennt leben und deren Eltern (also die Grosseltern) zu 75% (3 von 4) in der Schweiz geboren wurden. Die Bauernkinder wird es weiter geben, doch im städtischen Umfeld würde sich spürbar etwas ändern...

Dienstag, 10. Juni 2008

Schweizer Männergeschichte des letzten Jahrhunderts

Die Schweizer Männergeschichte des letzten Jahrhunderts lässt sich im Rheintal entlang dem Kult um den Villiger Stumpen erzählen:
Die Armee ist abgebaut, die Wirtschaft globalisiert, die Arbeitswelt elektronisiert. Die Einkommensschere hat sich weit geöffnet. Die Schweiz erlebt die Feudalisierung einer winzigen Oberschicht, die die Hälfte allen Vermögens beansprucht. Der Mittelstand verliert an Kraft, die Unterschicht wächst. Und der gemütliche Stumpen, einst Merkmal des friedfertigen, fleissigen und auch genügsamen Schweizers, gilt jetzt als Hinweis auf einen ungesund lebenden, beruflich wenig qualifizierten und gesellschaftlich rückständigen Mann. Jetzt heisst es nicht mehr: "Sei ein Mann, rauche Stumpen und Zigarren." Jetzt steht auf der Packung: "Rauchen kann zu Durchblutungsstörungen führen und verursacht Impotenz."
Jost Auf der Maur in der NZZaS vom 8.6.08, Seite 26f.
white trash in switzerland. Al Bundy lässt grüssen.