Die meisten tunesischen Emigranten, mit denen wir sprachen, waren jung, ungebildet und arbeitslos. Sie stammten aus Tunesiens ärmsten und an Bildung rückständigsten Gegenden und sozialen Klassen.
Mohamed Jouili, tunesischer Soziologe
Manche klagten die tunesischen Behörden an, die Massen illegaler tunesischer Flüchtlnige absichtlich zu übersehen – vor allem in den ersten Wochen nach der Revolution -, um so viele Arbeitslose und Kriminelle wie möglich loszuwerden.
Die kaum geschulte Mehrheit der tunesischen Einwanderer verlangten politisches Asyl, obwohl sie mit Politik nichts zu tun hatten und nie verfolgt worden waren.
Die ungebildeten und sozial wenig gewandten Einwanderer wurden agressiv und kriminell.Mourad Teyeb in der WeWo26.11, Seite 22.
Freitag, 8. Juli 2011
Afrikaflüchtlinge: Exodus des gesellschaftlichen Abschaums
Freitag, 4. März 2011
junge Araber haben keine Ahnung von Demokratie
Junge Leute, die behaupten, für Demokratie zu sein. In Wahrheit lehnen sie jedoch den Status quo ab. Für sie ist "Demokratie" ein anderes Wort für: "Mubarak soll verschwinden!" Die Demonstration wissen jedoch kaum, was Demokratie bedeutet, und sie haben wenig Erfahrung damit, wie man ein so kompliziertes System, wie es Demokratie ist, betreibt.
Zbigniew Brzezinski im Interview von Andreas Mink in der NZZaS vom 27.02.2011, Seite 26
Dienstag, 15. Juni 2010
Gesellschaftliche Kosten/Nutzen von (Un-)Bildung
Bildung, so zeigte sich nun, ist nicht nur für den Einzelnen profitabel, wie man schon lange weiss: Die individuelle Bildungsrendite beträgt in der Schweiz 7 bis 9 Lohnprozente pro Jahr Bildung. Sondern ihr Effekt auf das BIP-Wachstum übersteigt diese individuelle Rendite bei weitem: «Auch jene, die sich nicht bilden, profitieren von der Bildung jener, die sich bilden», formuliert es Stefan Wolter. Diese Tatsache rechtfertigt die öffentliche Finanzierung von Bildung. Sie rechtfertigt es aber auch, den Spiess umzudrehen und die Kosten von Nicht-Bildung zu berechnen: «Wenn Bildung zu Wachstum führt, dann führt Nicht-Bildung zu entgangenem Wachstum, das heisst zu einem Schaden für die Gesellschaft, die für die negativen Folgen dieser Nicht-Bildung aufkommen muss: für Arbeitslosigkeit etwa oder Sozialhilfe», sagt Wolter. Damit ist es nicht mehr reine Privatsache, ob sich ein 14-jähriger Schüler in der Schule anstrengt oder nicht, mit seinem Nicht-Lernen schadet er der gesamten Gesellschaft.
Kathrin Meier-Rust in der NZZaS vom 13.06.2010, Seite 57ff.
Mittwoch, 14. April 2010
grösster Fehler der 90er: Import unqualifizierter Ausländer
Wollen wir in Zukunft schlecht integrierte Secondos verhindern, sind die einzigen Qualifizierungsmassnahme, die langfristig wirkt, Massnahmen im Vorschulalter.
Die Arbeitslosenquote der Ausländer ist mit 8.9% fast dreimal höher als jene der Schweizer.Ab dem Jahr 2000 sind Akademiker und Lehrabgänger nur noch halb so häufig arbeitslos wie Ungelernte. Die Hälfte der Arbeitslosen heute sind gänzlich ungelernt.Und Ungelernte sind eher Ausländer?Genau. Vor allem ältere Ausländer - und schlecht integrierte Secondos. Deshalb sind prozentual mehr Ausländer als Schweizer arbeitslos. Bis 1990 holte die Wirtschaft fast nur ungelernte Arbeitnehmer ins Land.Den hohen Anteil [an ausländischen Arbeitslosen] hat uns die verfehlte Ausländerpolitik der Vergangenheit eingebrockt: nämlich der hohe Import an Ungelernten.Stimmt es, dass arbeitslose Ausländer nicht heimkehren?Die Ausländer, die heute arbeitslos sind, haben meist eine Niederlassungsbewilligung, weil sie vor langer Zeit kamen. Zu Recht bleiben sie hier. Die Wirtschaft hat sie geholt, dann fallengelassen, und nun trägt die Allgemeinheit die Kosten.George Sheldon im Interview mit Calotte Jacquemart in der NZZaS vom 14.2.10, Seite 37f.
Mittwoch, 6. Januar 2010
Jemen
- Jahreseinkommen von 950 CHF pro Kopf
- Exportgüter: Rohöl (90%;), Baumwolle, Kaffee, Fisch (gemäss Weltbank versiegen die Ölreserven 2017)
- Überbevölkerung, Fertilität: 6.8 Kinder pro Frau
- Analphabetenrate >50%
- keine Sozialversicherung
- > 50% <20 Jahre alt
- Schulen kommen dem Bevälkerungswachtum nicht nach. In die Bresche springen Koranschulen.
- 1/3 des BIP wird durch und mit Kath erwirtschaftet:
Silvia Tschul im Blick am Abend vom 4.1.10, Seite 13.
Donnerstag, 5. November 2009
starke Markennamen und social trash
Wieso? Führt die eigenen Unsicherheit, Erfolglosigkeit, Identiätslosigkeit zu einer Bewunderung von starken und klar erkennbaren Namen, Bildern und Träumen? Bullseye!
Dienstag, 14. Juli 2009
Uiguren
Die Uiguren fühlen sich unterlegen, weil sie wegen schlechterer Bildung oft keine Arbeit fänden. Deshalb seien sie aggressiv und manche vielleicht auch durch ihren Glauben fanatisiert.
vs.
Wir Chinesen schuften hier in der Wüste für die Modernisierung, und die Uiguren dürfen mehr Kinder haben und werden auf noch bei Hochschulaufnahmeprüfungen begünstigt.
Kristina Kupfer in der SonntagsZeitung vom 12. Juli 2009, Seite 8.
Freitag, 3. Juli 2009
500 jugendliche Intensivtäter
Das Täterbild zeigt sich bei der Befragung wie folgt: Sie sind oft männlich, stammen in der Regel aus bildungsfernen Schichten mit einem Migrationshintergrund und leben bezüglich Familie, Schule, Arbeit und Drogenkonsum in problematischen Verhältnissen. Sie sind nicht auf einzelne Delikte spezialisiert und in Banden von drei bis fünf Jugendlichen organisiert.
SF Tagesschau
Dienstag, 16. Juni 2009
Marokkaner in den Niederlanden
Sieben von zehn jungen Marokkanern verlassen die Schule ohne brauchbaren Abschluss; vierzig Prozent der jungen Marokkaner sind arbeitslos; jeder zehnte wird bei der Polizei als mindestens einer strafbaren Handlung verdächtig geführt. Fast jeder dritte Insasse einer Jugendstrafanstalt ist marokkanischer Abstammung. Der Prozentsatz Strafverdächtiger unter den marokkanischen Zuwanderern der zweiten Generation ist höher als bei allen anderen ethnischen Minderheiten in den Niederlanden und doppelt so hoch wie bei der ersten Generation zugewanderter Marokkaner. Überdurchschnittlich viele Marokkaner gehören zum harten Kern der jugendlichen Wiederholungstäter.
Diese Jungen wachsen in bedenklichen Milieus auf, in denen die Inanspruchnahme von Sozialleistungen sehr gebräuchlich und ein Arbeitsplatz eine Ausnahmeerscheinung ist. Von den marokkanischen Männern in den Niederlanden beziehen sechzig Prozent Sozialhilfe, die Hälfte von ihnen wegen Erwerbsunfähigkeit. In Amsterdam lebt jede vierte marokkanische Familie von Sozialhilfe. Die Hälfte der marokkanischen Kinder in Amsterdam wächst in Armut auf.
Fleur Jurgens, *1972, Philosophin und ehemalige Redaktorin bei HP/De Tijd
Die Einwanderung von Marokkanern in die Niederlande kann für alle Betroffenen eigentlich nur als Katastrophe bezeichnet werden. Die Marokkaner in den Niederlanden sind fast ausnahmslos Berber, die kaum Arabisch sprechen können. Sie stammen aus entlegenen Regionen des Rif-Gebirges, wo der Lebensunterhalt mit einfacher Feldarbeit bestritten wurde. Da gab es keine nennenswerte schulische Ausbildung, keine Lesetradition, kein vielgestaltiges öffentliches Leben, nicht die Spur einer westlichen kosmopolitischen Kultur. Die Übersiedlung in die offene niederländische Gesellschaft führte für diese Menschen zu grossen Anpassungsproblemen und – nach der Entdeckung, dass ihnen die Qualifikationen für eine erfolgreiche Integration fehlten – Desillusionierung und Frustration. (...)
In einer Zeit, da Political Correctness und Kulturrelativismus die öffentliche Diskussion beherrschten, war es so gut wie unmöglich, ein Sozialverhalten zu kritisieren, das sich nicht mit sozioökonomischen Faktoren entschuldigen liess. (…) Es geht um ethnische Kultur, um die doppelten und dreifachen Identitätsprobleme von Berbern, die aus Marokko in die Niederlande gekommen sind, (…)
Der Wohlfahrtsstaat kann nur überleben, wenn er ausschliesslich gutausgebildete und hochdisziplinierte Immigranten zulässt und den Zustrom frustrierter und vor allem schlechtausgebildeter Muslime aus Marokko und der Türkei unterbindet. Ist so etwas rechtsradikal? Oder ist es gesunder Menschenverstand?
Leon de Winter, aus dem Niederländischen von Hanni Ehlers, in der WW24.09, Seite 20f.