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Samstag, 7. Januar 2012

Divergenz zwischen Wirtschaft (Realität) und Politik (Vision)

Anscheinend bemühen sich auch Linke darum, die Schere zwischen Politik und Wirtschaft zu schliessen. Sie proklamieren die Überwindung des Kapitalismus und entscheiden sich für mehr Demokratie in der Wirtschaft. Ich plädiere bekanntlich für das Gegenteil: Kapitalistische Prinzipien für die Politik. Mit "Wer zahlt, befiehlt" wird moral hazard verhindert

Mit beiden Absichten gleicht sich die Politik der Wirtschaft an (oder umgekehrt). Vision und Realität divergieren weniger fest. Dabei gilt entscheidend festzuhalten, dass sich Linke eher in gutgemeinte Traumideale verirren, wobei sich Rechte an der harten Realität orientieren. Und das macht Linke verantwortlich für die Missstände.

Was passiert, wenn man über (wirtschaftliche) Realitäten hinweg politisiert?

  • Wir können Kernkraftwerke abgeschalten, aber die neuen Energien können wir nicht gegen die physikalischen und ökonomischen Gesetze herbeizaubern --> Energie gibts weniger und sie wird teurer.
  • Wir können die Überalterung negieren, das Pensionsalter und den Umwandlungssatz lassen wie er ist --> Die AHV wird trotzdem unfinanzierbar und damit beerdigt.
  • Wir können uns und unsere Staaten weiter verschulden, uns demokratisch gegen Sparprogramme wehren, doch eines Tages werden es die Anleger/Investoren/Gläubiger nicht mehr mittragen.
  • Wir können Mindestlöhne per Volksabstimmung auf das Doppelte der europäischen Länder katapultieren. Der Arbeitsmarkt wird sich rächen.
  • Wir können Leerverkäufe und Finanztransaktionen mit Futures auf Nahrungsmittel verbieten. Damit bleiben die zugrunde liegenden Probleme der Überbevölkerung ungelöst.

Silvio Borner in der WeWo1.12, Seite 16.

Freitag, 23. Juli 2010

Mindestlohn auf Kosten des kleinen Arbeiters

höherer Mindestlohn
--> Unqualifizierte werden nicht eingestellt
--> Ausweg"lösungen": Abschieben in ALV, AHV, IV
--> höhere ALV/AHV/IV-Abzüge
diese darf dann der ehrlich Arbeiter berappen.
Beat Kappeler in der NZZaS vom 13.06.2010, Seite 35.

Donnerstag, 2. April 2009

Fussballer-Löhne

  1. Degen: 4 Mio. CHF
  2. Frei: 3.4 Mio. CHF
  3. Senderos: 3.2 Mio. CHF

.ch vom 2.4.09, Seite 32.

Ich weigere mich von "Verdienst" zu reden. Kein Respekt vor fussballerischen Leistungen. Alles was über den Mindestlohn hinausgeht, ist für diese Personen zuviel.