Der angeblich gesunde Menschenverstand (common sense) läuft häufig grundlegenden ökonomischen Einsichten zuwider, was zu politischen Entscheidungen mit sehr «ungesunden» Konsequenzen führt. Bei Abstimmungen in Parlamenten oder bei Volksentscheiden stehen immer wieder wirtschaftliche Fragen im Mittelpunkt, werden aber auf die Seite geschoben, weil angeblich Wichtigeres wie Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit oder Sicherheit auf dem Spiel stehen. Werden wirtschaftliche Aspekte dennoch thematisiert, dann häufig im Rahmen eines erschreckenden ökonomischen Analphabetismus.
Vorschriften – seien es Gebote oder Verbote – haben immer unbeabsichtigte Konsequenzen. Auch das ist eine leidige ökonomische Wahrheit.
Silvio Borner in der WeWo29.11, Seite 13.
Dienstag, 26. Juli 2011
Ungesunder Menschenverstand
Mittwoch, 29. April 2009
Untauglichkeit
Und mit der hohen Zahl an Untauglichen, sind die Steuern, wie auch die Sozialversicherungskosten höher. Tststs.Von gut hundert Rekursen gegen UC-Entscheide im letzten halben Jahr waren mehr als zwei Drittel gegen Untauglichkeitsentscheide gerichtet. Es rekurrieren also wesentlich mehr untauglich als tauglich erklärte Personen.
Die Statistiken geben solche Hinweise. Aktuelle Spitzenreiter für Untaugliche knapp über 50% sind die Kantone Zürich, Schaffhausen, Jura und Basel Stadt. Stellungspflichtige aus den Kantonen Graubünden, Schwyz, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden erreichen eine Tauglichkeitsrate von über 70 Prozent. Es hat aber immer Schwankungen auch innerhalb der Kantone gegeben, obwohl die Tauglichkeit im Allgemeinen bei den ländlichen Kantonen höher liegt als bei den
städtischen.
Brigadier Walter Knutti im Interview mit Hansjürg Klossner in ARMEE aktuell 2/2005, Seite A 14
Mittlerweile gibts keine UC mehr und die Zahl der Drückeberger steigt wieder an.