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Samstag, 7. Januar 2012

Russlands düstere Zukunft

Russland steht vor gewaltigen Problemen, die gelöst werden müssen. Dazu gehören die ungleiche regionale Entwicklung, die Fehler der Bolschewisten, das Land nach ethnischen Merkmalen in mehrere Republiken aufgeteilt zu haben, die Korruption auf allen Ebenen der Regierung, des Verwaltungsapparats sowie der Strafverfolgungsbehörden, die Rechtsunsicherheit, der wiederaufkeimende Nationalismus, die organisierte Kriminalität, die anhaltende Migration ehemaliger Bürger der UdSSR wie der Ta­dschi­ken, Usbeken und Kirgisen und das enorme soziale Gefälle zwischen Arm und Reich mitsamt der sozialen Ungerechtigkeit und unzulänglichen Gesundheitsversorgung. Russland belegt bei den Gold- und ­Devisenreserven weltweit den dritten Platz, und die sogenannten Stabilisierungsfonds verfügen über Hunderte von Millionen Dollar. Aber anstatt mit dem Geld die dringend notwendige Entwicklung der russischen Infrastruktur voranzutreiben, wird das Staatsgeld von unseren Fantasten in amerika­nische Verpflichtungen investiert. Und in Moskau, das im Geld schwimmt und wo der Quadratmeter für Immobilien inzwischen bis zu 70 000 Dollar kostet, wird privates Geld weiterhin in Immobilien statt in die industrielle Entwicklung investiert. All diese Faktoren sind tickende Zeitbomben, und man kann nur hoffen, dass es der Regierung gelingen wird, sie in den kommenden Jahren zu entschärfen.
Andrei Kondraschow, Chefreporter des staatlichen russischen Fernsehens RTR im Interview mit Peter Holenstein in der WeWo1.12, Seite 46ff.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Volumen der organisierten Kriminalität

Die Hintermänner der organisierten Kriminalität verdienen nach Angaben der Vereinten Nationen jedes Jahr umgerechnet rund 115 Milliarden Franken. Der Grossteil der Summe, nämlich 100 Milliarden, gehe auf den Drogenhandel zurück, teilte das Uno-Büro für Drogen- und Kriminalitätsbekämpfung gestern in Wien mit.
20min vom 19.10.2010

Donnerstag, 15. Januar 2009

organisierte, albanische Kriminalität und die Schweiz

Die grosse Anzahl albanisch-stämmiger Schweizer führt zwangsläufig zu vielfähltigen Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Kosovo. Der Austausch von Gütern, Geldmitteln und Personen ist enorm. Als Transit- oder Endpunkt der Balkanroute für Drogenhandel und dessen Geldgewinne ist unser Land stark von der organisierten Kriminalität betroffen.

Nährboden organisierter Kriminalität, "ideale Bedingungen" im Kosovo:
  • spezielle geografische Lage
  • prekäre wirtschaftliche Situation
  • hohe Arbeitslosigkeit
  • massive Migrationsbewegungen
  • junge, nicht gefestigte staatliche Institutionen
  • ungeklärte Fragen der Grenzen im Norden --> Defizite bei Zollkontrollen, begünstigt Schmuggel
  • spezielle kulturelle Begebenheiten
  • enge Verflechtung in den Familien und Clans
Bertram Hinze, Berater Kosovo-Polizei, im Interview mit Heinrich Schneider in Swiss Peace Supporters 4/08, Seite 3ff

Mittwoch, 13. August 2008

Kleptokratien Bulgarien und Rumänien

Wegen "gravierender Schwachpunkte in den Verwaltungs- und Justizkapazitäten" sei Bulgarien "nicht in der Lage", die Hilfe tatsächlich zu nutzen. Wirksame Untersuchungen und gerichtliche Entscheide seien beinahe "unmöglich". Dazu kämen "Korruption auf hoher Ebene und organisierte Kriminalität".
Philipp Gut zitiert aus dem Bericht der EU Komission "über die Verwaltung der EU-Mittel in Bulgarien" in der Weltwoche 31.08, Seite 13.
Ähnlich präsentiert sich die Situation in Rumänien. Während die EU die Finanzhilfen einfriert, stellt die Schweiz den beiden Kleptokratien ein "Erweiterungsbeitrag" von 257 Mio. CHF in Aussicht stellt, als ob die Ostmilliarde nicht schon zuviel des Guten (oder was genau?) gewesen wäre.