Die grosse Anzahl albanisch-stämmiger Schweizer führt zwangsläufig zu vielfähltigen Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Kosovo. Der Austausch von Gütern, Geldmitteln und Personen ist enorm. Als Transit- oder Endpunkt der Balkanroute für Drogenhandel und dessen Geldgewinne ist unser Land stark von der organisierten Kriminalität betroffen.
Nährboden organisierter Kriminalität, "ideale Bedingungen" im Kosovo:
- spezielle geografische Lage
- prekäre wirtschaftliche Situation
- hohe Arbeitslosigkeit
- massive Migrationsbewegungen
- junge, nicht gefestigte staatliche Institutionen
- ungeklärte Fragen der Grenzen im Norden --> Defizite bei Zollkontrollen, begünstigt Schmuggel
- spezielle kulturelle Begebenheiten
- enge Verflechtung in den Familien und Clans
Bertram Hinze, Berater Kosovo-Polizei, im Interview mit Heinrich Schneider in Swiss Peace Supporters 4/08, Seite 3ff