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Dienstag, 15. September 2009

2 simple Regeln gegen Auswüchse in der Finanzwelt

Die Regulierer sollten langsam kapiert haben: "mehr vom Gleichen bringt nichts".
Die Bankkunden und Geldgeber müssen auf die Risiken hingelenkt statt durch demagogische Politikerversprechen immer neuer Regulierungen davon entbunden werden.
Deshalb zwei Regeln:

1. Die Besitzer von Obligationen und Darlehen sollen bei Bankkonkursen ihre Guthaben als neues Kapital stehen lassen müssen.

Wie im römischen Recht wird es heissen, niemand anders als «der Käufer muss sich vorsehen» (caveat emptor).

2. Und die Banken sollen an ihren verbrieften und verkauften Schuldpapieren weiterhin mit 10% beteiligt bleiben.

Die Banken dürfen also weiterhin Kredite an Hausbesitzer, Autokäufer, Kreditkarten-Schuldner in Pakete fassen und als verbriefte Forderungen an andere Investoren verkaufen - aber sie bleiben mit 10% darin hängen.
Beat Kappeler in der NZZaS vom 06.09.09, Seite 41.

Donnerstag, 10. Januar 2008

Wer sind diese Hollywood-Produzenten?

Ungefähr 100'000 Schreiber und Drehbuchautoren streiken seit dem 5. November 2007 in Hollywood. Sie möchten eine bessere Beteiligung am Verkauf von DVDs:
Die Forderung der Schreiber nach mehr Beteiligung an DVD-Verkäufen und Internet-Ausstrahlungen war von der Gegenseite der Produzenten wochenlang als Privilegiensicherung einer ohnehin gutbezahlten Kaste diffamiert worden. «Wir bekommen von unserem Sanitär auch nicht jedes Mal eine Rechnung, wenn wir spülen», höhnten die Produzenten. In Wahrheit war die wiederkehrende Rechnung mehr als bescheiden ausgefallen: einen Drittel-Cent pro Dollar erhielten Autoren bisher für den Verkauf von DVDs, zwei Drittel verlangen sie heute. Für die zunehmende Ausstrahlung von Filmen und TV-Shows im Internet, die auf ihren Scripts basierten, erhielten sie bis anhin keinerlei Entgelt.
Beatrice Schlag in der Weltwoche 2.08.
In Zahlen: Eine Beteiligungserhöhung von 0.33 auf 0.66 Prozent. 99.33 Prozent blieben immer noch beim Produzenten. Dass diese dem dermassen stur nicht nachgeben zeugt von einem sehr ausgeprägten Kostenbewusstsein. Wer sind diese Produzenten bloss?

Freitag, 14. Dezember 2007

SVP nicht mehr in der Arena?


Künftig sind wir nicht mehr eine von vier Regierungsparteien, sondern es gibt in diesem Land Regierung auf der einen und Opposition auf der anderen Seite.
Gregor Rutz, Generalsekretär SVP

Die SVP verlangt, dass den Regierungsparteien in Zukunft eine ebenso grosse Anzahl SVP-Vertreter gegenüberstehen. „Künftig werden wir nur noch an Sendungen teilnehmen, in welchen sich Opposition und Regierung 1:1 gegenüberstehen“, schreibt Rutz.

Eine echte Diskussion über die brennenden Fragen, die das Land beschäftigen, kann nur stattfinden, wenn alle politischen Lager teilnehmen.
Das schliesst der Vorschlag von Rutz ja gar nicht aus.
Schon in der Vergangenheit ist es vereinzelt vorgekommen, dass auf der einen Seite nur SVP-Vertreter standen und auf der andern die andern Parteien. Zum Beispiel bei den Abstimmungsarenas zu Schengen/Dublin oder zur Personenfreizügigkeit.
Wo ist also das Problem?
Wir können nicht grundsätzlich einer Partei die Hälfte der Diskussionsplätze und der Redezeit zur Verfügung stellen, während alle andern Parteien sich die andere Hälfte teilen müssen.
Das Denken in Parteien ist vorbei. Eine grosse Partei ist nicht mehr akzeptabel in der Regierung vertreten. Es ist die Zeit, in der im Schema Regierung-Opposition gedacht wird. Mit ihrer Haltung missachten sie die mitte-links-Entscheidung, die SVP in Zukunft nicht mehr als Regierungspartei zu akzeptieren.

Dienstag, 23. Oktober 2007

Adriano Agosti

Agosti und seine Investorengruppe erinnern mich stark an Edward Lewis :-). Eine coole Sache!
Der Financier hat einen klaren Track Record: Er will mit seinen Beteiligungen Einfluss nehmen, Druck machen, Käufer suchen, Shareholder Value generieren und dann Kasse machen. So war Agosti bei Ascom, Sarna und SIG dabei.
Fritz Pfiffner in der NZZaS vom 21. Oktober 2007, Seite 39.
Aktuell geht es gerade um Valora, wo er bisher eine Beteiligung von 11% übernommen hat.