1981 erwirbt Murdoch von dem Kanadier Lord Thomson of Fleet die Times und die Sunday Times. Die Times vor allem kränkelt am Rand ihrer Existenz, gebeutelt durch Dauerstreiks der Druckergewerkschaften, was zeitweilig zu Monate dauerndem Nichterscheinen des Blattes führt. 1986 reisst Murdoch die Geduld, er zieht sein britisches Imperium, News International, aus der Fleet Street ab und siedelt sich neu in Ostlondon, in Wapping, an, entlässt, unter gewalttätigen Ausschreitungen, 6000 Angestellte seiner Druckbetriebe und beginnt die Wapping-Operationen mit nur noch nichtgewerkschaftlich gebundenen technischen Arbeitern.
Der Sieg Murdochs über seine Nemesis steht neben Margaret Thatchers gleichzeitigem Triumph über die Bergarbeitergewerkschaften – kein Wunder, dass der Medienzar und die eiserne Lady ihre Seelenverwandtschaft vertiefen. Beide hängen an der Philosophie des freien Marktes und misstrauen dem publizistischen Konsens, welcher Meinungen links von der Mitte zum Justemilieu der Political Correctness erklärt.Thomas Kielinger in der WeWo29.11, Seite 40f.
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Donnerstag, 4. August 2011
Murdoch ist kompromisslos gegenüber Gewerkschaften
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Mittwoch, 10. März 2010
Lufthansa im Streik - mit besten Löhnen
Eine bodenständige Arbeitsrichterin entzog den Piloten die Grundlage des Streiks. Die bestbezahlten Piloten Europas hatten nämlich - nebst Lohnerhöhungen - auch gefordert, dass die vor einem Jahr in Italien gegründete Lufthansa-Tochter zu ihren Arbeitsbedingungen fliegen müsse. Die Richterin bedeutete den Piloten, ihre Möglichkeit, Tarifverträge durchzusetzen, ende an den deutschen Grenzen. Ihr Streik sei nicht legitim, man solle zurück an den Verhandlungstisch.
Birgit Voigt in der NZZaS vom 28.02.10, Seite 40.
Donnerstag, 17. April 2008
Verantwortliche SBB Cargo
Der oberste Verantwortliche für den SBB Cargo Schlamassel ist der Verkehrsminister Moritz Leuenberger. Mitverantwortlich machen kann man die 30 professionellen Streiker der Unia, welche die streiklose Kultur der Vergangenheit brachen.
Und schon gewusst, wer im SBB-Verwaltungsrat und in der "Arbeitsgruppe Güterverkehr" sitzt? Christiane Brunner, als Vertreterin des Personals, wohlverstanden! - super, diese Frauenquote! :-(
Bei dieser Ansammlung von Sozis kann ja nichts Wirtschaftliches dabei herauskommen. Fähige Leute, welche die Realität managen können, sind selten bei den Sozialdemokraten anzutreffen.
Und schon gewusst, wer im SBB-Verwaltungsrat und in der "Arbeitsgruppe Güterverkehr" sitzt? Christiane Brunner, als Vertreterin des Personals, wohlverstanden! - super, diese Frauenquote! :-(
Bei dieser Ansammlung von Sozis kann ja nichts Wirtschaftliches dabei herauskommen. Fähige Leute, welche die Realität managen können, sind selten bei den Sozialdemokraten anzutreffen.
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Dienstag, 8. April 2008
Unia - professionelle Arbeitsverweigerer
Ein Streik ist immer das letzte Mittel.
Nico Lutz, Unia-Sprecher
Streiken lohnt sich.
aus einem Unia-Papier
Der Arbeitsfriede ist je länger je mehr durch Streikdrohungen und Streiks gefährdet und schadet dem Wirtschaftsstandort Schweiz.Zahlen
Doris Leuthard
- 200'000 Mitglieder
- 110 Mio. CHF Budget
- 900 Angestellte
Methoden
- 1/3 davon in der gewerkschaftseigenen Arbeitslosenkasse
- 1/3 davon in der Administration im Zentralsekretariat
- 1/3 davon im "Bewegungsapparat"
u.a. "peaceful picketing": Streikende stellen sich Arbeitswilligen in den Weg.
Wahrnehmung
[Der Streik im SBB-Industriewerk Bellinzona] gilt zwar als Tessiner Volksaufstand, die Koordination der Aktionen und Kundgebungen erfolgt aber professionell durch rund 30 Unia-Angestellte.von der Ideologie zum Selbstzweck
Stefan Bühler in der NZZaS vom 6.4.08, Seite 17.
[Die Unia] hat den Streik von einem Instrument der Ultima Ratio zu einer schnittigen Marketingwaffe umgepolt. (...) All dies geschieht nicht, um einen Ausgleich von Interessen auf dem Verhandlungsweg herbeizuführen. Ziel ist vielmehr, einen öffentlichen, medienwirksamen Sieg über die Gegenseite zu erzielen, weil dies für die Mitgliederwerbung hilfreich ist. Lange Zeit galten der Arbeitsfriede und die tiefe Streikquote als typisch für die funktionierende Sozialpartnerschaft in diesem Land. Die Unia ist auf bestem Weg dazu, diese bisherige Stärke der Schweiz nachhaltig zu unterminieren.
fem. in der NZZaS vom 6.4.08, Seite 23.
Freitag, 4. April 2008
Giù le mani!
Hände weg vom Tessin, fordern die Demonstranten in Bellinzona. Das wäre eine gute Idee, findet auch Urs Paul Engeler in der WW14.08, Seite 9. Es würde die Schweiz wesentlich günstiger kommen.
Die künstliche Ernährung des Tessins sieht man besonders gut bei der SRG. Die Tessiner machen 4.38 Prozent der Schweizer Bevölkerung aus und bekommen 22.6 Prozent des SRG-Budgets. Die zweithöchste Arbeitslosenquote bestätigt weiter den überdurchschnittlichen Profit, den die Tessiner der Eidgenossenschaft abringen.
Um was geht es aktuell: Um 126 Stellen. Das sind Peanuts!
Die künstliche Ernährung des Tessins sieht man besonders gut bei der SRG. Die Tessiner machen 4.38 Prozent der Schweizer Bevölkerung aus und bekommen 22.6 Prozent des SRG-Budgets. Die zweithöchste Arbeitslosenquote bestätigt weiter den überdurchschnittlichen Profit, den die Tessiner der Eidgenossenschaft abringen.
Um was geht es aktuell: Um 126 Stellen. Das sind Peanuts!
Streik erst macht müde News zur Show.
Streiks haben, was Medien lieben. Sie bieten Action, bärtige Trotzkisten mit geballten Fäusten, Sprechchöre und proletarischen Schweissgeruch - kurzum: Romantik pur.
Streiks wollen den Fortschritt verhindern, weil der Fortschritt den Einzelnen zu Veränderungen zwingt.
Kurt W. Zimmermann in der WW14.08, Seite 25.
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Donnerstag, 10. Januar 2008
Wer sind diese Hollywood-Produzenten?
Ungefähr 100'000 Schreiber und Drehbuchautoren streiken seit dem 5. November 2007 in Hollywood. Sie möchten eine bessere Beteiligung am Verkauf von DVDs:
Die Forderung der Schreiber nach mehr Beteiligung an DVD-Verkäufen und Internet-Ausstrahlungen war von der Gegenseite der Produzenten wochenlang als Privilegiensicherung einer ohnehin gutbezahlten Kaste diffamiert worden. «Wir bekommen von unserem Sanitär auch nicht jedes Mal eine Rechnung, wenn wir spülen», höhnten die Produzenten. In Wahrheit war die wiederkehrende Rechnung mehr als bescheiden ausgefallen: einen Drittel-Cent pro Dollar erhielten Autoren bisher für den Verkauf von DVDs, zwei Drittel verlangen sie heute. Für die zunehmende Ausstrahlung von Filmen und TV-Shows im Internet, die auf ihren Scripts basierten, erhielten sie bis anhin keinerlei Entgelt.In Zahlen: Eine Beteiligungserhöhung von 0.33 auf 0.66 Prozent. 99.33 Prozent blieben immer noch beim Produzenten. Dass diese dem dermassen stur nicht nachgeben zeugt von einem sehr ausgeprägten Kostenbewusstsein. Wer sind diese Produzenten bloss?
Beatrice Schlag in der Weltwoche 2.08.
Mittwoch, 5. Dezember 2007
UBS Banker protestieren!
Um gegen die erwarteten Bonuskürzungen 2007 zu protestieren, haben Investment Banker der UBS den Eingang des Hauptsitzes in Opfikon ZH versperrt.
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