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Sonntag, 22. April 2012

Gründe der Jugendarbeitslosigkeit

Spanien: 50.5%
Griechenland: 50.4%
Portugal: 35.4&
Italien: 31.9%
Irland: 31.6%
Ungarn: 27.8 %
Frankreich 21.7%
Deutschland: 8.2%
Schweiz: 3.2%


  • Kapitalismus
  • Finanzbranche
  • Abzocker
  • Einkommensverteilung
  • Gewerkschaften und linke Regierungen mit stark ausgebautem Kündigungsschutz:

Auf der einen Seite finden sich die Glücklichen, die eine praktisch unkündbare Stelle gefunden haben, auf der andern Seite die weniger Glücklichen, die sich mit Hilfsjobs, mit Praktika und Temporärarbeit durchs Leben schlagen.

  • allzu starke Akademisierung der Ausbildung


Nun werden erstmals die Konturen einer Generation sichtbar, die damit rechnen muss, nie eine richtige Stelle zu finden. Denn die Arbeitslosigkeit wird in diesen Ländern wegen der Sparprogramme der Regierungen hoch bleiben.
Felix E. Müller in der NZZaS vom 15.4.12, Seite 19

Weitere Gründe der Jugendarbeitslosigkeit?
Die Jugendlichen selbst, mit ihrem Auftreten, mit ihrer Haltung und Einstellung.

Montag, 27. Februar 2012

1.148 bnCHF für die Sanierung der SBB PK

Der Bund entliess 1999 die PK der SBB mit 12.6 bnCHF in die Selbstständigkeit. Seither entwickelte sich der Deckungsgrad folgendermassen:

Die gewerkschaftlich stark beeinflusste, wenn nicht gar dominierte SBB, begründet ihr Versagen folgendermassen:

Quelle: EFD

Unglaublich, eine solche Begründung - und dass diese akzeptiert wird. Ist etwa so, als ob ich meine private Verschuldung durch ein zu geringes Einkommen begründen würde und nicht durch unkontrollierte, übermässige Ausgaben. Fatal, diese Ideologie dahinter!

Doch Bundesrat und Parlament winken die 1.148 bnCHF problemlos durch. Der Steuerzahler berappt damit den vorzeitigen Ruhestand der Bähnler.

..und die Variante - 0 CHF wurde gänzlich übersehen!

Dienstag, 1. November 2011

Türkei als Vorbild für Griechenland UND die EU

Vor 10 Jahren stand die Türkei vor dem Bankrott - gleich stark verschuldet wie Griechenland und mit hoher Inflation: marode Banken wurden geschlossen, die türkische Lira wurde um 50% abgewertet, staatliche Unternehmen wurden privatisiert --> Der Staat konnte damit die Schulden abbauen --> Aufschwung, entgegen den heftigen Protesten der Linken und Gewerkschaftern

Karamanmarasch zählt zu den anatolischen Tigern: 400'000 Einwohner, fleissig und konservativ
Istanbul knapp 10% Wachstum, Energie- und Bausektoren boomen. Mehr Import als Export --> Türkische Lira schwächt sich ab --> türkische Produkte werden konkurrenzfähiger.
Ich sehe an Europa wohin es führt, wenn die sozialen Rechte zu weit gehen. Die Menschen werden bequem. Es wird weniger gearbeitet und weniger produziert. Und die Regierenden in Europa geben das Geld zu leicht aus.
Hanifi Öksüz, CEO Kipas, duldet keine Gewerkschaften in seinem Betrieb
ECO vom 31.10.2011 auf SF1

Samstag, 29. Oktober 2011

AVE-GAV zur Gewerkschaftsfinanzierung

Im Rahmen der Sozialpartnerschaft einigen sich Arbeitgeber mit Arbeitnehmer auf einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Durch einen Federstrich des Bundesrats kann dieser für die ganze Branche als gültig erklärt werden (Allgemeinverbindlicher (AVE)-GAV). Seit 2000 wurden jährlich 30-60 GAVs zu AVE-GAVs erklärt. Damit fällt ein Vollzugskostenbeitrag an - ein geringer Prozentsatz des Bruttolohns, welcher jährlich schätzungsweise 100 mCHF ausmacht. Ein Teil davon wird zur Suche und Bestrafung von Arbeitgebern verwendet, welche sich nicht an den AVE-GAV halten.
Was übrigbleibt, schütten sie ihrerseits zweckgebunden wieder an die jeweiligen Gewerkschaften und Arbeitnehmerverbände aus. Der Mechanismus ist ein bizarres Kartell der Selbstbedienung: Genommen wird von den einzelnen Angestellten und Firmen, verteilt wird an die Verbände. Das trägt Züge einer Zwangsmitgliedschaft. Dass längst nicht jeder Arbeitnehmer und jedes Unternehmen an dieser Segnung teilhaben möchte, zeigt der seit 1990 rückläufige Anteil gewerkschaftlich organisierter Arbeitnehmer und in Verbänden organisierter Arbeitgeber. «Ohne die Vollzugskostenbeiträge wären die Gewerkschaften längst tot», sagt ein Kenner.
Florian Schwab in der WeWo43.11, Seite 48f.

Donnerstag, 4. August 2011

Murdoch ist kompromisslos gegenüber Gewerkschaften

1981 erwirbt Murdoch von dem Kanadier Lord Thomson of Fleet die Times und die Sunday Times. Die Times vor allem kränkelt am Rand ihrer Existenz, ­gebeutelt durch Dauerstreiks der Druckergewerkschaften, was zeitweilig zu Monate dauerndem Nichterscheinen des Blattes führt. 1986 reisst Murdoch die Geduld, er zieht sein britisches Imperium, News International, aus der Fleet Street ab und siedelt sich neu in Ostlondon, in Wapping, an, entlässt, unter gewalttätigen Ausschreitungen, 6000 Angestellte seiner Druckbetriebe und beginnt die Wapping-Operationen mit nur noch nicht­gewerkschaftlich gebundenen technischen ­Arbeitern.

Der Sieg Murdochs über seine Nemesis steht neben Margaret Thatchers gleichzeitigem Triumph über die Bergarbeitergewerkschaften – kein Wunder, dass der Medienzar und die ­eiserne Lady ihre Seelenverwandtschaft vertiefen. Beide hängen an der Philosophie des freien Marktes und misstrauen dem publizistischen Konsens, welcher Meinungen links von der Mitte zum Justemilieu der Political Correctness erklärt.
Thomas Kielinger in der WeWo29.11, Seite 40f.

Dienstag, 26. April 2011

noch mehr staatliche Sonderzulagen

  • eine Verfügbarkeitszulage für die Chauffeure der Bundesräte
  • eine Gefahrenzulage für die humanitären Helfer in Krisengebieten

Neben den Sonderzulagen gibt es ordentliche Zulagen für die Funktion oder den Arbeitsort. So erhält etwa jeder Bundesangestellte einen Ortszuschlag, dessen Höhe sich an den Lebenskosten, der Steuerlast und der Lage seines Arbeitsortes bemisst. Besonders schlecht schneiden diesbezüglich ausgerechnet die Bundesstadt Bern und deren Vorort Ittigen ab, wo das Gros des Personals arbeitet. Beide sind in der höchsten Zulagen-Kategorie eingestuft, was den dort engagierten Bundesangestellten eine Prämie von knapp 5500 Franken im Jahr beschert.

Generell sind wir der Meinung, dass diese Ausnahmeregelungen so schnell wie möglich aufgehoben werden sollten. Die diversen Zulagen verfälschen das Lohngefüge und wecken untern den Ämtern wechselseitig neue Begehrlichkeiten.
Arthur Loepfe, Präsident der FinDel

Diese Zulangen sind fester Bestandteil des Lohnes, welche man nicht einfach streichen darf. Bei der Überprüfung fordern wir deshalb eine Mitsprache. Zu einer Streichung bieten wir höchstens dann Hand, wenn die Zulagen im Gegenzug ins ordentliche Salär überführt werden.
André Eicher, Gewerkschaftler, Chef der Verhandlungsgemeinschaft des Bundespersonals

Daniel Friedli in der NZZaS vom 24.04.2011, Seite 11.

Ich fordere: Keine Mitsprache der Gewerkschaftler. Sofortige Streichung der Sonderzulagen gemäss FinDel.

Samstag, 6. November 2010

unproduktive Italiener

Laut CEO Sergio Marchionne wäre Fiat ohne Italien besser dran: Nicht ein Euro Gewinn komme aus Italien. Grund: geringe Arbeitsproduktivität. Die Gewerkschaften reagieren empört.
Blick am Abend vom 25.10.2010, Seite 8.
Das ist schon seit einem Jahr bekannt.

Donnerstag, 2. April 2009

Kriminelle Gewerkschaften in Frankreich

Zum dritten Mal binnen drei Wochen haben französische Arbeiter aus Zorn über Werksschließungen Führungskräfte als Geiseln genommen. Mitarbeiter des Baumaschinenherstellers Caterpillar sperrten den Frankreich-Chef und zwei weitere Manager im Büro des Standortleiters im südostfranzösischen Grenoble ein. Man plane keine Gewalt gegen die Manager, sondern wolle die Wiederaufnahme der Verhandlungen erzwingen(...) Mitte März hatten Angestellte von Sony den Frankreichchef des Unternehmens eine Nacht in einer Fabrik eingesperrt. Vergangene Woche war der Werksdirektor des amerikanischen Konzerns 3M für eine Nacht als Geisel genommen worden. (Welt)
Das geht zu weit! Das sind keine "Helden der Arbeiterbewegung" mehr, sondern kriminelle Entführer. Kein Verständnis: Einsperren die Typen.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Abzocker Gewerkschaften

Während Führungen durch die PostLogistics fühle ich mich jeweils beobachtet wie in einem Affenkäfig. Gestern besuchten und die Gewerkschaft Kommunikation zusammen mit Kollegen aus Frankreich und Deutschland (verdi) - natürlich zu regulären Arbeitszeiten...

Dies mündete in der Möglichkeit, meine Mitangestellten über Managerlöhne und Gewerkschaften aufzuklären:

In Frankreich kriegen die Zugfahrer immer noch eine "Kohlenzulage" obwohl die Züge schon längst ohne Kohle fahren. Dies, weil die Gewerkschaften so möchtig sind. Das sind die wahren Abzocker, versteht man darunter das Kassieren ohne Gegenleistung.

q.e.d. :-)

Mittwoch, 13. August 2008

China, nicht länger die Werkbank der Welt

Seit Anfang 2008 hat China ein neues Arbeitsvertragsgesetz:
  • Arbeitsverträge müssen schriftlich sein.
  • Nach zwei befristeten Verhältnissen steht jedem eine unbefristete Stelle zu.
  • Abfindungen sind garantiert,
  • ebenso ein Mindestlohn. In Qingdao, einer Hafenstadt der östlichen Provinz Shandong, beträgt er monatlich 760 Yuan (110 Franken), das sind 43 Prozent mehr als 2005.
  • Bei Zuwiderhandlungen stehen Arbeitnehmern finanzielle Entschädigungen zu.
  • Die Gewerkschaften, bislang in China machtlos, sind jetzt ausdrücklich dazu aufgefordert, Löhne kollektiv auszuhandeln.
Durch das neue Gesetz steigen die Arbeitskosten um 10 bis 40 Prozent, schätzen Experten. Ausserdem erleichtert seit Mai ein weiteres Gesetz Arbeitnehmern, sich bei Konflikten an die Gerichte zu wenden. Die Folge: In Guangdong haben sich die Arbeitskonflikte verdoppelt.
Kirstin Wenk in der WW31.08, Seite 24.

--> Das Gesamtvolumen ausländischer Investitionen sinkt, macht aber 2007 aber immer noch stolze 70 Mrd. CHF aus.
Die Zeit, als China als Fabrik der Welt steigende Material- und Transportkosten auffing, ist vorbei.
Dong Tao, Analyst bei der Credit Suisse.

Mittwoch, 9. Juli 2008

Gewerkschaften, üble Strukturerhalter

Ich habe fünf Jahre in der Industrie gearbeitet und weiss mehr von der Arbeitswelt als gewisse Gewerkschaftsfunktionäre, die nie einen Tag in einer Fabrik gestanden sind. Die Gewerkschaften sind heute zu stark auf das Erhalten ausgerichtet. Es gibt nachweislich Fälle, wo das Bewahren alter Strukturen enorm geschadet hat.
Rudolf Strahm im Interview mit Philipp Gut und Andreas Kunz in der WW27.08, Seite 46ff

Dienstag, 3. Juni 2008

36-Stunden-Woche

Die Einführung der 36-Stunden-Woche liess Frankreich verarmen und die Arbeitslosenrate ansteigen.
Beat Kappeler in der NZZaS vom 25.5.08, Seite 47.
Jean-Claude Rennwald, Vizepräsident des Gewerkschaftsbundes, will sie auch in der Schweiz obligatorisch erklären.

Dienstag, 8. April 2008

Unia - professionelle Arbeitsverweigerer

Ein Streik ist immer das letzte Mittel.
Nico Lutz, Unia-Sprecher

Streiken lohnt sich.
aus einem Unia-Papier
Der Arbeitsfriede ist je länger je mehr durch Streikdrohungen und Streiks gefährdet und schadet dem Wirtschaftsstandort Schweiz.
Doris Leuthard
Zahlen
  • 200'000 Mitglieder
  • 110 Mio. CHF Budget
  • 900 Angestellte
  • 1/3 davon in der gewerkschaftseigenen Arbeitslosenkasse
  • 1/3 davon in der Administration im Zentralsekretariat
  • 1/3 davon im "Bewegungsapparat"
Methoden
u.a. "peaceful picketing": Streikende stellen sich Arbeitswilligen in den Weg.

Wahrnehmung
[Der Streik im SBB-Industriewerk Bellinzona] gilt zwar als Tessiner Volksaufstand, die Koordination der Aktionen und Kundgebungen erfolgt aber professionell durch rund 30 Unia-Angestellte.
Stefan Bühler in der NZZaS vom 6.4.08, Seite 17.
von der Ideologie zum Selbstzweck
[Die Unia] hat den Streik von einem Instrument der Ultima Ratio zu einer schnittigen Marketingwaffe umgepolt. (...) All dies geschieht nicht, um einen Ausgleich von Interessen auf dem Verhandlungsweg herbeizuführen. Ziel ist vielmehr, einen öffentlichen, medienwirksamen Sieg über die Gegenseite zu erzielen, weil dies für die Mitgliederwerbung hilfreich ist. Lange Zeit galten der Arbeitsfriede und die tiefe Streikquote als typisch für die funktionierende Sozialpartnerschaft in diesem Land. Die Unia ist auf bestem Weg dazu, diese bisherige Stärke der Schweiz nachhaltig zu unterminieren.
fem. in der NZZaS vom 6.4.08, Seite 23.

Mittwoch, 13. Februar 2008

Rekordverlust bei GM

  • 38,7 Mrd. Dollar Verlust, der grösste in der Firmengeschichte
  • 74'000 gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter werden entlassen
  • Die neuen Mitarbeiter werden zum halben Gehalt eingestellt.

Dienstag, 30. Oktober 2007

Rückschlag für 68er und Gewerkschaftler

Die SP hat bei den letzten Wahlen so einige Sitze im Parlament verloren. Dies - wie sich nun feststellen lässt - auf Kosten der alteingesessenen SPler. Die neue und junge SP-Generation. Die 20- bis 40-Jährigen mussten sich ev. schon persönlich mit dem Arbeitsmarkt auseinandersetzen und wissen um die Wichtigkeit einer blühenden Marktwirtschaft. Sie sind nicht ideologisch verblendet und lehnen kategorisch Kompromisse ab.
Verloren hat die SP überall dort, wo über 50-Jährige den Ton angeben, die seit Jahren im Parlament sitzen, zum eher linken Parteiflügel zählen, ideologisch in der 68er Bewegung wurzeln und gewerkschaftlich nah sind.
Markus Häfliger in der NZZaS vom 28.10.07, Seite 15.

Die einstigen protestierenden Bürgersöhne und Bürgerstöchter, gut gebildet, intelligent, angriffig und zielstrebig, gelangen an die Schalthebel der Macht in diesem Land, in Politik, Medien und Vewaltung. Nun ist die SP jene Partei mit dem höchsten Bildungsniveau, dem fast schon höchsten Durchschnittseinkommen, der höchsten Beamtendichte und sie dominiert am Zürichberg. Die ehemals kämpferischen Studenten verwandelten sich schleichend zu Verteidigern des Status quo: ihres persönlichen Status quo.

Mit den negativen Aspekten der 68er Politik - den Drogen, dem grosszügigen Asylwesen, den generösen Sozialleistungen, dem Wachstum der Verwaltungen, der Verslumung gewisser Quartiere, der Verschlechterung der Sicherheitslage - mit all diesen Folgen betrieb eine andere Partei konsequent und, wie wir alle wissen, höchst erfolgreich Politik: die SVP.
In Anlehnung an Felix E. Müller in der NZZaS vom 28.10.07, Seite 21.
Soweit die Grundentwicklungen in der Partei. Um dem Entgegen zu wirken, kommen jetzt neue Köpfe in die Führung. Doch welche? Wie Roger Köppel auf Tele Züri festgestellte, hat die Schweiz ein Leck an konstruktiven Linken wie Schröder oder Blair. Bodenmann konnte sich gegen den emanzipatorischen Flügel nicht durchsetzten und Ledergerber verschantzte sich im Stadtpräsidium von Zürich. Jetzt hat die SP dies wieder auszubügeln. Picklige Anarchiemädchen und träumende Kiffer werden das auch nicht richten können.

Mittwoch, 26. September 2007

Tod den "régimes spéciaux"

Gibt es ein Land, das stärkere Arbeiterrechte hat als Frankreich? 35-Stunden-Woche, unkündbare Arbeitsverträge, Frühpensionierungen, Sonderzulagen, etc.?! Deshalb möchte Sarkozy das Arbeitsrecht möglichst übersichtlich gestalten und zwar für Staatsangestellte wie für Angestellte der Privatwirtschaft. In der Schweiz ist wurde der Beamtenstatus erst kürzlich abgeschafft. War auch höchste Zeit! Zum Glück hat dies Blocher in die Hand genommen :-). Gewerkschaften sind ja gut und recht, doch die französischen Gewerkschaften sind so stark, dass sie einen konstruktiven Fortschritt verhindern, also mehr schädlich als nützlich sind.