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Sonntag, 22. April 2012

Gründe der Jugendarbeitslosigkeit

Spanien: 50.5%
Griechenland: 50.4%
Portugal: 35.4&
Italien: 31.9%
Irland: 31.6%
Ungarn: 27.8 %
Frankreich 21.7%
Deutschland: 8.2%
Schweiz: 3.2%


  • Kapitalismus
  • Finanzbranche
  • Abzocker
  • Einkommensverteilung
  • Gewerkschaften und linke Regierungen mit stark ausgebautem Kündigungsschutz:

Auf der einen Seite finden sich die Glücklichen, die eine praktisch unkündbare Stelle gefunden haben, auf der andern Seite die weniger Glücklichen, die sich mit Hilfsjobs, mit Praktika und Temporärarbeit durchs Leben schlagen.

  • allzu starke Akademisierung der Ausbildung


Nun werden erstmals die Konturen einer Generation sichtbar, die damit rechnen muss, nie eine richtige Stelle zu finden. Denn die Arbeitslosigkeit wird in diesen Ländern wegen der Sparprogramme der Regierungen hoch bleiben.
Felix E. Müller in der NZZaS vom 15.4.12, Seite 19

Weitere Gründe der Jugendarbeitslosigkeit?
Die Jugendlichen selbst, mit ihrem Auftreten, mit ihrer Haltung und Einstellung.

Samstag, 10. September 2011

Islam - Islamismus

Kommentatoren meinen, dass keinesfalls alle Muslime unter "Generalverdacht" gestellt werden dürfen; und vor allem müsse man fragen, warum sie so geworden sind und so gehandelt haben. Hatten sie eine schwere Kindheit? Sind sie gekränkt, gedemütigt worden? Wurden ihre Grosseltern aus der Heimat vertrieben.
Henryk M. Broder in der WeWo30731.11, Seite 28.

Montag, 8. August 2011

Weshalb es erneut zur Hungerkrise in Afrika kam

  • weil der Regen zweimal ausgeblieben ist
  • weil zu viele Nomaden zu viel Vieh halten
  • weil die Shabab-Milizen Somalia terrorisieren
  • weil Hilfsgelder veruntreut wurden.

    pla in der NZZaS vom 07.08.2011, Seite 15.

Montag, 21. Februar 2011

D: Gründe für politischen Rücktritt

Anscheinend sollen die folgenden Taten Gründe darstellen, ts:
Fest steht, es gab Politiker, die haben ihr Amt aus nichtigeren Gründen aufgegeben: eine schwarz beschäftigte Putzfrau, eine Urlausreise auf Kosten eines Tourismusunternehmens oder der Privatkredit eines PR-Beraters. Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Jürgen Möllemann stürzte Anfang der 90er Jahre über einen Briefkopf des Ministeriums, auf dem er sich für die geschäftlichen Interessen eines Verwandten eingesetzt hatte. Der sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf konnte sich nicht mehr im Amt halten, weil publik geworden war, dass er an der Kasse eines Möbelhauses mit Hinweis auf sein Amt um einen Rabatt gefeilscht hat.
...und diese nicht, ts:
Auf der anderen Seite gab es ebenso Politiker, die wesentlich schwerere Vorwürfe politisch ausgesessen und ihre politische Karriere fortgesetzt haben, die trotz Meineides Minister wurden, denen eklatante politische Fehlentscheidungen, die finanzielle Begünstigung von Parteifreunden oder die massive Verschwendung von Steuergeldern wenig anhaben konnten. Der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch zum Beispiel überlebte die schwarzen Kassen seines CDU-Landesverbandes. Koch wurde gar der Lüge überführt, er hatte illegale Zuwendungen an die Partei als „jüdische Vermächtnisse“ deklariert. Johannes Rau blieb Bundespräsident, obwohl er als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfahlen zusammen mit seinem Kabinett in eine Flugaffäre um die Westdeutsche Landesbank verwickelt war. Den Fraktionsvorsitzenden der Linken Gregor Gysi wiederum stört es wenig, dass seine Stasi-Kontakte im SED-Staat seit Jahren aktenkundig sind.

Auch der grüne Außenminister Joschka Fischer sah sich nicht zum Rücktritt gezwungen, nachdem er einräumen musste, im Straßenkampf in Frankfurt in den siebziger Jahren einen Polizisten verprügelt zu haben.
Cicero

Dienstag, 7. September 2010

reiche, ungeschickte Frauen

Frauen haben Mühe, Geld zu verwalten. Desinteresse und Angst prägen ihr Verhältnis zu Geld.
Frauen in der Schweiz besitzen heute rund 450 Mrd. Fr., über ein Viertel aller Vermögen.
[Frauen] leben im Durchschnitt länger als Männer. Das hat zwei Folgen - erstens: "Die Mehrheit der Erben sind heute schon Frauen", sagt die Gleichstellungsbeauftragte Dore Heim. Dieses Geld will gut angelegt sein. Zudem müssten sich Frauen neben der Verwaltung des Familienvermögens auch verstärkt mit der eigenen Altersvorsorge beschäftigen.


Gründe

historischer Nachteil:
Frauen fehlt die Erfahrung, weil sie einen historischen Nachteil haben gegenüber Männern. Bis 1985 verloren Frauen gemäss dem damaligen Eherecht bei ihrer Heirat die Verfügungsgewalt über ihr Vermögen und erhielten im Fall einer Scheidung dieses auch nicht zurück, sondern wurden mit Alimenten unterhalten. Noch heute, so Heim, würden viele Frauen anlässlich einer Scheidung auf ihnen zustehendes Geld freiwillig verzichten.
Fachwissen: untalentierter, bereits in der Primarschule in Mathematik...
Männerwelt: Die Branche bleibe eine Männerdomäne...
Werte&Sinn: Frauen haben andere Werte als Männer. Philosophische Fragen über Geld ersetzen Renditeziele.
Verlustangst: Frauen sind risikoaverser.
In Anlehnung an Gabriela Weiss in der NZZaS vom 29.08.2010, Seite 33.

Mittwoch, 2. Januar 2008

Der SVP wahres Versagen

Die SVP fühlte sich nach dem Wahlerfolg (29%) bei den Parlamentswahlen so sicher, dass sie es als reine Formsache betrachtete, dass Blocher wiedergewählt wird:
...als gelte eine neue Mathematik, als wären 29 Prozent neuerdings 51 Prozent.
Es kursieren einige Annahmen über die Gründe seiner Abwahl. Die geläufigsten sind:
...der Fernsehfilm über Gerhard Blocher, den Bruder. Der Ausschluss der beiden Bündner SVP-Nationalräte aus bedeutenden Kommissionen. Die Rede von SVP-Fraktionschef Caspar Baader kurz vor der Wahl. Die Erpressung der andern Parteien durch die SVP, Blocher bestätigen zu müssen.
Sein Leistungsausweis ist unbestritten, seine Fähigkeiten ebenso.
Unter normalen Umständen wird ein solcher Bundesrat mit Akklamation bestätigt. Es muss Blocher kränken, dass er, ohne Zweifel der fähigste Bundesrat, nun wie ein Schüler mit den besten Noten am Ende wegen eines «Ungenügend» im Betragen der Schule verwiesen wird.

Blocher war schlecht in der Interaktion mit seinen Bündnispartnern:
Das Ausländer- und Asylgesetz hat er gemeinsam mit CVP und FDP zu einem grossen Erfolg gemacht. Vor der Abstimmung hat Blocher die beiden bürgerlichen Parteien geschickt eingebunden, nachher hörte man von ihm kein Wort des Lobes für die neue bürgerliche Zusammenarbeit. Er liess sich zwar einbinden, aber umarmte die Bürgerlichen nicht.

Markus Somm in der Weltwoche 51/52.07, Seite 10f.