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Samstag, 26. Dezember 2009

Lehre aus der Finanzkrise: 3 Massnahmen

Je höher das Systemrisiko einer Bank, desto höher die Eigenkapitalvorschriften und diese sollen auf möglichst einfachen Konzepten beruhen.


Obligationen sollen ebenso wie Aktien als risikobelastete, haftende Substanz der Firma angesehen werden.

No "too big to fail" anymore. Greifendes, realistisches Konkursrecht für sämtliche Finanzinstitute.

In Anlehnung an Silvio Borner in der WW49.09, Seite 29.

Donnerstag, 25. Juni 2009

1,1 Mrd. für die SBB-PK

Niemand regt sich gross darüber auf, weil es schon fast normal ist: Ein Staatsbetrieb betreibt Misswirtschaft und der Steuerzahler soll dies unterstützen.

Die UBS "kostete" den Steuerzahler zwar 6 Mrd. CHF, jedoch wird dies wieder zurück bezahlt, mit ordentlich Zinsen. Das ist nicht vergleichbar mit den Defiziten von Staatsbetrieben! Verlorenes Geld!

Die UBS ist systemrelevant. Bei einem Untergang würde das internationale Bankenssystem mitgerissen. Doch die SBB-Pensionskasse? Sie soll ihren Versicherten lediglich tiefere Pensionen ausschütten - ohne den Bund zu belasten.

Montag, 15. Juni 2009

Kapitalismus funktioniert immer noch

Hier meine Replik auf Roger de Wecks Kapitalismuskritik:
  • Im Gegensatz zu Religionen verspricht der Kapitalismus nicht "das Wohl aller". Die Krise ist Teil des Systems, des Konzepts der Selektion.
  • "Das Nützlichkeitsdenken": Wieso ist es falsch, nach dem Nutzen einer Sache zu Fragen? Und liegt der Sinn einer Sache nicht auch in deren Nutzen? Alles andere ist Dadaismus.
  • Gegen die "Ideologie des übersteigerten Eigennutzes" ins Feld zu ziehen, bedeutet dem Bürger die Wahl zu nehmen, ob er überhaupt sozial sein will.
  • Mir scheint es, als ob Kapitalisten mehr arbeiten als Arbeiter. Gewerkschaften setzten sich eher für weniger oder Nicht-Arbeit (bsp. Ferien) ein.
  • Dass das Vermögen gegenüber dem Einkommen begünstigt behandelt wird, hat auch zur Folge, dass wir uns weniger in einer Konsum- und Schuldenwirtschaft verrennen.
  • Der Versuch, die Schere zwischen arm und reich zu schliessen hat zwar das Potential einer weniger kriminellen Gesellschaft, dies jedoch auf Kosten der Gerechtigkeit, dass massive Leistungsunterschiede auch entsprechend berücksichtigt werden.
  • Es bleibt falsch, dass der Arbeitnehmer über die Einkommmenssteuer oder der Konsument über die Inflation das Versagen der Finanzindustrie zu finanzieren haben. Lediglich "systemrelevante" Teile rechtfertigen staatliche Interventionen auf deren Kosten und diese kann man an einer Hand aufzählen.

Irrtümer bestehen lediglich in folgenden Annahmen:

  • 30% sind eine nachhaltige Rendite.
  • Die aktuellen Risikomodelle garantieren berechenbare Ausfälle.