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Montag, 15. Juni 2009

Kapitalismus funktioniert immer noch

Hier meine Replik auf Roger de Wecks Kapitalismuskritik:
  • Im Gegensatz zu Religionen verspricht der Kapitalismus nicht "das Wohl aller". Die Krise ist Teil des Systems, des Konzepts der Selektion.
  • "Das Nützlichkeitsdenken": Wieso ist es falsch, nach dem Nutzen einer Sache zu Fragen? Und liegt der Sinn einer Sache nicht auch in deren Nutzen? Alles andere ist Dadaismus.
  • Gegen die "Ideologie des übersteigerten Eigennutzes" ins Feld zu ziehen, bedeutet dem Bürger die Wahl zu nehmen, ob er überhaupt sozial sein will.
  • Mir scheint es, als ob Kapitalisten mehr arbeiten als Arbeiter. Gewerkschaften setzten sich eher für weniger oder Nicht-Arbeit (bsp. Ferien) ein.
  • Dass das Vermögen gegenüber dem Einkommen begünstigt behandelt wird, hat auch zur Folge, dass wir uns weniger in einer Konsum- und Schuldenwirtschaft verrennen.
  • Der Versuch, die Schere zwischen arm und reich zu schliessen hat zwar das Potential einer weniger kriminellen Gesellschaft, dies jedoch auf Kosten der Gerechtigkeit, dass massive Leistungsunterschiede auch entsprechend berücksichtigt werden.
  • Es bleibt falsch, dass der Arbeitnehmer über die Einkommmenssteuer oder der Konsument über die Inflation das Versagen der Finanzindustrie zu finanzieren haben. Lediglich "systemrelevante" Teile rechtfertigen staatliche Interventionen auf deren Kosten und diese kann man an einer Hand aufzählen.

Irrtümer bestehen lediglich in folgenden Annahmen:

  • 30% sind eine nachhaltige Rendite.
  • Die aktuellen Risikomodelle garantieren berechenbare Ausfälle.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

eigennützige Regierung

Wir leben im Zeitalter der Postdemokratie. Das Volk, vor allem das gut ausgebildete schweizerische, weiss dies alles und wendet sich mit Schrecken ab.
Klaus J. Stoehlker
Die Regierung sieht sich nicht mehr weiter in der Schuld des Bürgers, sondern sorgt für sich selber:
  • In Italien sitzen die früheren engsten Mitarbeiter von Silvio Berlusconi im Gefängnis, während er selbst Gesetze zu seinem Vorteil erlassen lässt.
  • In Frankreich am Hofe Mitterrands und seinem Innenminister Pasqua ging es um Bestechungen in Millionenhöhe für Waffenlieferungen nach Afrika.
  • Afghanistans Präsident Karzais Bruder Hamid ist einer der grössten Rauschgiftproduzenten und –händler Afghanistans.
  • Die USA werden verdächtigt, in Lateinamerika die Rauschgiftproduktion ihrer Freunde eher zu begünstigen, denn zerstört würden nur die Anbauflächen der Konkurrenz.

Freitag, 4. Januar 2008

rechts-bürgerliche Staatsparasiten

Lehrer, Beamte, Verwaltungsangestellte: Sie alle verdanken dem Staat ihr täglich Brot. Entsprechend wählen sie staatsaufpauschende Linke Parteien. Ebenso die Sozialfälle, welche - stossenderweise immer noch - eine Stimme haben. Deren parasitären Eigennutz beim Wählen ist offensichtlich. Von der Linken kann man also keine selbsttragenden Lösungen erwarten. Sie sind dazu nicht fähig.

Doch auch auf der vermeintlich rechten Seite sind solche Gestalten anzutreffen:
Im Nationalrat sitzen 15 SVP-Bauern (...) Sie alle leben zu mehr als 80 Prozent vom Staat und verdienen sich in parastaatlichen Organisationen die Butter auf ihr Brot. Vorsicht ist die Mutter ihrer Subventionen und Tantiemen.
Peter Bodenmann in der Weltwoche 1.08, Seite 17
Das können - per definitionem - keine rechten Politiker sein. Es bestätigt meinen Zwiespalt mit der SVP. Die SVP ist hier nicht bürgerlich, sondern staatlich am Umverteilen. Das sind halt die Kosten, welche der rechte Freisinn damals in Kauf nehmen musste, damit seine Stimme in einer Demokratie erhört wird.