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Dienstag, 13. September 2011

Islamophobie muss erlaubt sein

Auf Gewaltfreiheit ist der Islam nicht ausgerichtet, der Koran empfiehlt den Einsatz von gewalttätigen Mitteln in bestimmten Situationen.

Es kann keine Säkularität geben in einer Gesellschaft, in der ein Teil sagt, wir beharren darauf, dass unsere universale Wahrheit überall gelten muss. Das ist ein Widerspruch in sich.

Ich kann Menschen respektieren – aber hier wird die Respektierung eines religiös begründeten Gedankengebäudes gefordert, das selbst massiv den Anspruch auf universale Geltung erhebt. Ein weiterer Begriff in diesem Zusammenhang ist die „Islamophobie". Der europäische Menschenrechtsbeirat hat sie schon als verwerflich gebrandmarkt, und der UN-Menschenrechtsbeirat greift das zum Teil auf. Ich halte das für falsch – die Menschenrechte beziehen sich auf den Menschen, nicht auf das, was er glaubt. Islamophobie muss erlaubt sein, man kann nicht eine Meinung oder Glaubenshaltung unter Schutz stellen. Das ist eine bedenkliche Umdefinierung der Menschenrechte.

Tilman Nagel, emeritierter Professor für Arabistik und Islamwissenschaft an der Universität Göttingen, im Interview von Anne-Catherine Simon in Die Presse.

Dienstag, 1. Dezember 2009

Reaktionen zum Minarettverbot und deren Richtigstellung

Auch wenn es regnet, für mich scheint heute die Sonne.
Sascha am Montag

In der Welt geht offensichtlich ein Gespenst um: Es heisst Demokratie.
Roger Köppel im Interview mit dem Tagesanzeiger
Viele europäische Bürger würden gleich stimmen wie die Schweizer, lediglich die politisch korrekte Elite verwehrt sich diesem drängenden Thema.


Ich habe keine Bedenken, alarmierende ausländerfeindliche politische Kampagnen zu verurteilen.
Navi Pillay, Hochkommissarin der Uno für Menschenrechte
Ja, es war eine politische Kampagne der SVP, welche ein immer drängenderes Problem aufgriff. Deshalb ist diese Thematik auch alarmierend. Doch sie war nicht ausländerfeindlich (so einige der Muslimen in der Schweiz haben den Schweizer Pass). Die Kampagne richtete sich gegen den politisch extremen Islam.



Es gibt Themen, die sind nicht für eine Volksabstimmung geeignet.
Tobias Billsträm, schwedischer Justizminister
Limitiertes Demokratieverständnis in Schweden. Die Einbildung der politischen Elite staatstragender als das Volk zu sein.

Es ist schade, dass eine solche Frage überhaupt zur Abstimmung gekommen ist. Das Schweizer Wahlsystem kann so missbraucht werden.
Nyamko Sabuni, schwedische Integrationsministerin
Das Schweizer Wahlsystem, also die Demokratie, wird weniger durch eine Volksabstimmung missbraucht als durch Entscheide einer abgehobenen politischen Elite.

Das Resultat zeigt, dass es in Grossbritanien keine Demokratie geben darf.
Kolumnist im Telegraph
Klar, ich bin auch kein Demokrat. Doch für einmal hat das Volk mutiger entschieden als die politische Elite – und das war dringend notwendig (auch in anderen Bereichen).

Über ein Grundrecht sollte man nicht abstimmen dürfen.
Kenan Kolat, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland
Klar soll man das dürfen, doch aufgrund seiner Funktion erwarte ich von ihm kein Demokratieverständnis. Einen Turm zu bauen ist kein Grundrecht.

Die Wahl der Schweizer Bevölkerung ist ein Verstoss gegen die Religionsfreiheit und das Diskriminierungsverbot.
Süddeutsche Zeitung
Falsch, die Religionsfreiheit wird nicht tangiert. Ein Minarett ist zur Praktizierung des Islams nicht notwendig (sage ich, der Koran, viele gemässigte Muslime und einige anerkannte „Experten“). Des weitern stehen den Muslimen 150 Moscheen in der Schweiz zur Verfügung.
Diskriminierend könnte das Verbot allerdings sein – und das ist auch gut so. Die Religionsfreiheit ist nicht schützenswert und alle Gläubigen sind folglich zu diskriminieren (Bsp Kirchensteuer, kein Schweinefleisch). Und wenn nicht alle, dann sicher die fanatischen Extremisten unter ihnen (Bsp keine Minarette – die gemässigten Muslime brauchen ja keine Minarette zum Beten).

Die sollen das selbst im Gebet mit Gott ausmachen, ob sie richtig gehandelt haben oder nicht.
Sängerin Emel über die Schweizer, die für das Minarettverbot gestimmt haben
Ja genau, im Gebet hat mir Allah gesagt, man soll die Minarette verbieten (Emel, beweis das Gegenteil!) Beten, so was von geistig zurück geblieben.

Die Schweiz fällt hinter die Aufklärung zurück.
Welt
Ach was, verkehrte Welt! Die Schweiz wurde schon vor Jahrhunderten erleuchtet und hat den Schritt in eine aufgeklärte Gesellschaft gemacht. Diese Gläubigen (auch Islamisten) hingegen stecken noch ein paar hundert Jahre im düsteren Mittelalter fest. Dort herrscht Handlungsbedarf.
Ei oder Huhn - was war zuerst? Zuerst waren die unaufgeklärten Gläubigen, danach die sekularisierte Moderne.

Ich bin schockiert. Es handelt sich um einen Ausdruck der Intoleranz. Wenn man keine Minarette bauen kann, heisst das, dass man eine Religion unterdrückt.
Bernard Kouchner, fränzösicher Aussenminister
Minarette tangieren die Religionsfreiheit nicht – leider. Was würde Cédric Wermuth eigentlich zum Schutz religiöser Beschränktheit sagen?
Und ja, hoffentlich ist man intolerant gegenüber einer zurückgeblieben, nicht aufgeklärten Glaubensgemeinschaft, welche nach Weltherrschaft strebt. Wären wir das nicht, könnten wir gleich in eine Theokratie wechseln.

Das Minarett-Verbot kann bei Muslimen das Gefühl des Ausgeschlossenseins verstärken und damit die existierenden Gräben in der Gesellschaft noch vertiefen.
Der Europarat in seiner Rüge an die Schweiz
Auch das ist zu begrüssen. Oder was verstehen die linken Socken genau unter Integration? Muslime, Minarette, schächten, Frauenbeschneidungen, Kinderheirat, Burka, etc. in der Schweiz?! Das sind keine Zeichen der Integration. Wer sich so benimmt, soll sich auch ausgeschlossen vorkommen, sonst entgeht ihm vielleicht noch der eigene Handlungsbedarf.

Es ist ein Zeichen des Hasses der Schweizer auf die Muslime. Sie wollen keine Präsenz des Islams in ihrem Land. Diese Ablehnung macht sie intolerant.
Nahdlatul Ulama, Chef der wichtigsten muslimischen Organisation Indonesiens
Nönö, kein Hass, aber aufdrängende Skepsis. Und ja, ich will keine Präsenz des Islams in der Schweiz (gleich wie alle anderen Religionen). Wenn ich gläubigen Fanatismus möchte, würde ich in arabische Länder auswandern (oder Italien oder die Staaten). Und um den rechtskonservativen noch eins auszuwischen: Gläubig zu sein ist der modernen Schweiz nicht würdig.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Massnahmen zum Schutz Gläubiger

Ein 28-jähriger "Russland-Deutscher" beschimpfte eine 32-jährige Ägypterin auf einem Spielplatz in Dresden als "Islamistin" und "Terroristin", nachdem sie ihn aufgefordert hatte, die Schaukel für ihren Sohn frei zu geben. Es kommt zum Prozess wegen Beleidigung, wobei der "Russland-Deutsche" mit einem Messer 18malauf die Ägypterin einsticht. Sie war im dritten Monat schwanger und ist nun tot.
Eigentlich kein deutsches Problem, doch durch die viel gelobte Migration muss sich nun unsere Gesellschaft mit solchen Individuuen abgeben.

In der Folge dieser Tat ertönte der Ruf nach umfassenderen Massnahmen gegen Islamophobie. Folgendes wäre die richtige offizielle Haltung eines westlichen Staates:
Wir nehmen die Islamophobie sehr ernst und haben bereits etliche Massnahmen ergriffen, entsprechende Budgets gesprochen und Institutionen eingerichtet. Sobald muslimische Staaten mit ihrem Schutz von Andersgläubigen auch nur annähernd in die Gegend des westlichen Standarts kommen, werden wir das Problem sofort noch ernster nehmen. Zurzeit ist dies aber kein Thema.