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Donnerstag, 31. März 2011

Nordafrika zwischen Aufbruch und Zusammenbruch

In Ägypten und Tunesien kann eher auf einen Aufbruch gehofft werden, bei anderen Strukturen und Mentalitäten wie in Libyen und Jemen ist ein Zusammenbruch wahrscheinlicher.
Hamed Abdel-Samad im Interview von Timo Stein, Cicero.

Mittwoch, 16. Februar 2011

Ägyptische Hoffnungen werden unerfüllt bleiben

Ein Damm ist gebrochen. Nichts wird wieder so sein wie bisher.
Tariq Ramadan in der NZZaS vom 13.2.2011, Seite 7.

Doch nach dem Beben am Nil wird man das Gefühl nicht los, dass sich die tektonischen Platten in der arabischen Welt verschoben haben.
Mohamed Mohieddin, 59, Soziologieprofessor

In ihrem Kern ist die Bewegung nationalistisch, bezieht ihre Kraft aus dem jungen Volk. Religiöse Ideen haben die Träger des Wandels ebenso wenig im Sinn wie regionalstrategische Gedanken. "Frei sein", skandieren die Jungen. "Bildung", "Arbeit" und "Wohlstand" sind die Losungsworte der Stunde.
Urs Gehriger in der WeWo5.11, Seite 12ff.

Freitag, 11. Februar 2011

Aufklärung als Schlüssel zum Erfolg in arabischen Staaten

Nicht das christliche Abendland hat uns gerettet, sondern die Aufklärung vor dem christlichen Abendland. Und genauso wird es -nach vielen Krisen und Rückfällen -in den arabischen Ländern sein. Die Jungen werden den religiösen Habakuk vergessen.
Peter Bodenmann in der WeWo6.11, Seite 24
Gute Überlegungen allerdings mit der Falschannahme, dass Muslime reif für eine Aufklärung seien...

Aussichtsloses Ägypten

Würden durch eine neue Regierung die Probleme des Landes gelöst?
Die Erwartungen an die künftige Regierung sind jenseits der Realität. Keine neue Regierung kann die Jobs schaffen, die es braucht. Sie kann auch nicht das Problem der Jugendarbeitslosigkeit lösen.
Erich Gysling im Interview von num im Blick am Abend vom 11.2.11, Seite 2.

Mittwoch, 3. März 2010

schariakonformer Sextourismus

Reiche Araber, meist über 60-jährig, reisen nach Ägypten und heiraten dort ein 16-jähriges Mädchen.

Kosten:
  • 2000 für das Hochzeitfest
  • 1000 für den Goldschmuck (Mitgift)
  • 800 für die Vermittlung
  • 2000 Brautpreis an den Vater
Wird es dem frischgebackenen Ehemann langweilig (nach einigen Wochen oder Monaten) mit der neuen Braut, welche er lediglich vor Ort besucht, nicht aber nach Saudiarabien mitnehmen darf, lässt er sich scheiden, was nach islamischem Recht schnell und unkompliziert geht.

Mit teilweise unter 200 CHF Monatseinkommen ist dies für lokale Männer in Hawamdiya nicht erschwinglich und Väter verkaufen aus finanziellen Gründen ihre Tochter mehrmals.

In Anlehnung an Kristina Bergmann in der NZZaS vom 28.02.10, Seite 6.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Massnahmen zum Schutz Gläubiger

Ein 28-jähriger "Russland-Deutscher" beschimpfte eine 32-jährige Ägypterin auf einem Spielplatz in Dresden als "Islamistin" und "Terroristin", nachdem sie ihn aufgefordert hatte, die Schaukel für ihren Sohn frei zu geben. Es kommt zum Prozess wegen Beleidigung, wobei der "Russland-Deutsche" mit einem Messer 18malauf die Ägypterin einsticht. Sie war im dritten Monat schwanger und ist nun tot.
Eigentlich kein deutsches Problem, doch durch die viel gelobte Migration muss sich nun unsere Gesellschaft mit solchen Individuuen abgeben.

In der Folge dieser Tat ertönte der Ruf nach umfassenderen Massnahmen gegen Islamophobie. Folgendes wäre die richtige offizielle Haltung eines westlichen Staates:
Wir nehmen die Islamophobie sehr ernst und haben bereits etliche Massnahmen ergriffen, entsprechende Budgets gesprochen und Institutionen eingerichtet. Sobald muslimische Staaten mit ihrem Schutz von Andersgläubigen auch nur annähernd in die Gegend des westlichen Standarts kommen, werden wir das Problem sofort noch ernster nehmen. Zurzeit ist dies aber kein Thema.

Donnerstag, 28. Mai 2009

“Kauft nicht bei Christen”

Wie die einstige antijüdische Kampagne in Nazi-Deutschland: In Ägypten hat eine Aktion unter dem Slogan «Kauft nicht bei Christen» begonnen.

Bis zum Siegeszug des Islams im 7. Jahrhundert war Ägypten christlich dominiert. Heute bilden die 10 bis 15 Prozent koptischen Christen die grösste religiöse Minderheit im 82-Millionen-Einwohner-Land. Jetzt ruft die islamische Organisation «Wächter des Glaubens» in einer grossangelegten E-Mail-Aktion dazu auf, nicht mehr bei Kopten und anderen Christen ein­zukaufen. Gemäss dem Wochenblatt «Al Mudschez» werden die Empfänger aufgefordert, nur noch bei is­lamischen Geschäftsleuten einzukaufen. (20min)

Dienstag, 3. Juni 2008

Muslime und Drogen

Essam el Hadary, ägyptischer Goalie beim FC Sion, ein Nationalheld in Ägypten, steht unter harscher Kritik der heimischen Muslime, weil er auf dem Fussballshirt in der Schweiz Werbung für Weisswein trägt.

Zurselben Zeit weiss man von radikalsten Muslimen in Afghanistan, welche die zu grossen Teilen die Weltproduktion von Heroin herstellen.

Wo ist da die Konsistenz?

Montag, 18. Februar 2008

„Ihr lebt ja wie wir in der Schweiz“

Eine Gruppe der ZHAW durfte irgendeine Moschee oder sowas in Kairo besuchen - als erste nicht-islamische Gruppe. Ein Student meinte dann:
„Ihr lebt ja wie wir in der Schweiz“
Zufälligerweise kenne ich den Studenten. Die Dame, die diese Aussage dermassen zu erfreuen schien, hat falsch verstanden. Das war nämlich keine Anspielung auf den ägyptischen Fortschritt, vielmehr eine auf den schweizerischen Rückschritt, von wegen Minarette und Kopftücher auf Schweizer Boden.