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Montag, 1. Dezember 2008

Unverjährbarkeit

Die Initiative "Für die Unverjährbarkeit pornografischer Straftaten an Kindern " wurde angenommen. Dies zeigt, dass es offensichtlich mehr betroffene gibt, als vermutet. Ich finde die Initiative trotzdem falsch. Unverjährbarkeit klingt stark nach: "Das werde ich Dir nie vergessen!" Dabei ist vergessen eine Tugend. Unser Hirn ist für das Vergessen konstruiert. Vergessen dient der geistigen, seelischen, Hygiene. Welch' Last wäre es, sämtliche Eindrücke stets mit sich herumtragen zu müssen?

Weiter ist die Initiative juristisch unpräzis:
  • Was heisst Kinder - Jugendliche - junge Erwachsene?
  • Was sind sexuelle oder pornographische Taten?
Ansonsten bin ich im grossen und ganzen zufrieden mit dem Abstimmungssonntag: Obwohl ich für die Hanfinitiative gestimmt habe (freie Drogen für freie Bürger ;-) und es nicht verstehe, dass sich (Umweltschutz-)Verbände nun über Volksentscheide (den Souverän) hinwegsetzten dürfen. Ich freue mich über die Ohrfeige an die AHV-Abzocker und über das neue Stadion für amade.

Donnerstag, 10. April 2008

Eichhof geht an Heineken

Und zwar für 290 Mio. CHF. Die Marke bleibt aber erhalten. Also finde ich das nicht so tragisch. Verräterischerweise muss ich sogar anmerken, dass es gar nicht mein Lieblingsbier ist. Gross geworden bin ich mit Schützengarten (Spätzünder :-).

Bild: von amade.ch

Positiv betrachtet bewegt sich jetzt, mit dem Fall der letzten grossen und unabhängigen Schweizer Brauerei, das ganze Biergeschäft auf internationalem Parkett. Und wenn man gerne Bier trinken würde, bald das Studium abgeschlossen hätte und eine internationale Karriere anstreben würde...

Montag, 11. Februar 2008

Sportarena Allmend, Luzern


In zwei Wochen stimmen 41'000 Bewohner der Stadt Luzern über das 250 Millionen-Projekt ab. Die Allmend soll etwas neu gestaltet werden:
  • Hallenbad
  • Doppelturnhalle
  • Fitnesscenter der Migros
  • eigene Haltestelle der Zentralbahn
  • Wohntürme
Das finde ich alles eine super Sache. Das Gebiet dürfte einen Gewinn an Lebensqualität verzeichnen. Auch die Animation sieht sehr verlockend und modern aus. Sowas gefällt mir.

Aber wieso braucht der FCL ein neues Stadion? Damit sie in der Superleague spielen können? Und deshalb 63.5 Mio CHF ausgeben?! Das ist mir doch egal. Ich kann auch in einem alten Stadion saufen.

Dienstag, 23. Oktober 2007

Wie weiter mit der FDP?

Im letzten Talk Täglich auf Tele Züri trafen Peter Hartmeier, Chefredaktor des Tages-Anzeiger und Roger Köppel, Chefredaktor der Weltwoche aufeinander. Sie diskutierten unter der unqualifizierten und ungeschickten Moderation von Markus Gilli über den Ausgang der Wahlen. Obwohl sie eigentlich Erzfeinde sind, war etwas erstaunlich: Beides sind eigentlich Freisinnige und zogen sich aus der Parteienlandschaft (offiziell) zurück. Der Unterschied, welcher sie so verfeindet macht:

Köppel möchte zum Freisinn der 80er-Jahre zurück finden, welcher heute weitgehend von der SVP gepachtet wird. Hartmeier glaubt an eine Neuausrichtung des Freisinns nach Links, auf Kosten der CVP und gegen die SVP.

Ich bin offensichtlich Köppels Meinung. Es kann doch nicht sein, dass die Goldküste von der SVP, der marktfeindlichen Bauernpartei, dominiert wird! Und genau so hat sich der neue Freisinn vom linken sozio-euro-Kurs und von der beschränkten Bauernpolemik der SVP abzugrenzen. Das ist die Zukunft!
Quelle: Interaktive Karte des Schweizer Fernsehens.

Übrigens sieht man bei Luzern sehr gut das Übel von linken Städten: Die Stadt wählt verträumt und selbstverliebt links (rot-SP) und die Agglomeration (grün-SVP) muss die realen, negativen Konsequenzen tragen.

Dienstag, 28. August 2007

Wirtschaft findet nicht in Luzern statt


Die Qualität des Wirtschaftsstandorts Luzern ist gemäss einer Standortanalyse der Credit Suisse Economic Research vom 12. April 2006 lediglich mässig. Dies wegen einem "limitierten Bevölkerungs- und Einkommenswachstum, einer negativen interkantonalen Migrationsbilanz, sowie deutlich tieferen Immobilenpreisen". Der Steuerwettbewerb in der Zentralschweiz ist intensiver als in der übrigen Schweiz. Luzern geht dabei "wegen seines zögerlichen Vorgehens als Verlierer hervor". Die CS-Studie sieht aber da auch die einzige Möglichkeit für Luzern: Die Steuerbelastung muss gesenkt werden und darf ein "gewisses Maximalmass nicht überschreiten".