Im letzten Talk Täglich auf
Tele Züri trafen
Peter Hartmeier, Chefredaktor des Tages-Anzeiger und
Roger Köppel, Chefredaktor der Weltwoche aufeinander. Sie diskutierten unter der unqualifizierten und ungeschickten Moderation von Markus Gilli über den Ausgang der Wahlen. Obwohl sie eigentlich Erzfeinde sind, war etwas erstaunlich: Beides sind eigentlich
Freisinnige und zogen sich aus der Parteienlandschaft (offiziell) zurück. Der Unterschied, welcher sie so verfeindet macht:
Köppel möchte zum
Freisinn der 80er-Jahre zurück finden, welcher heute weitgehend von der SVP gepachtet wird. Hartmeier glaubt an eine Neuausrichtung des Freisinns nach Links, auf Kosten der CVP und gegen die SVP.
Ich bin offensichtlich Köppels Meinung. Es kann doch nicht sein, dass die
Goldküste von der SVP, der
marktfeindlichen Bauernpartei, dominiert wird! Und genau so hat sich
der neue Freisinn vom linken sozio-euro-Kurs und von der beschränkten Bauernpolemik der SVP abzugrenzen. Das ist die Zukunft!
Quelle: Interaktive Karte des Schweizer Fernsehens.
Übrigens sieht man bei Luzern sehr gut das Übel von linken Städten: Die Stadt wählt verträumt und selbstverliebt links (rot-SP) und die Agglomeration (grün-SVP) muss die realen, negativen Konsequenzen tragen.