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Montag, 2. März 2009

Glaube schadet

Religion kann das Wohlbefinden redu­zieren und psychische Störungen wie Depressionen und Angstzustände verstärken. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Unis Zürich und Bochum, die 328 Reformierte, Katholiken und Evangelikale befragten. Entscheidend sei das Gottesbild: «Wer Gott als Rächer sieht, der den Menschen für seine Sünden straft, tut sich schwerer, mit Belastungen umzugehen», sagt Mit-Autor Bernd Krämer zu «Sonntag».

Und wie sieht es bei jenen aus, die Gott als gütigen, vergebenden Vater sehen? Laut Studie hilft dies zwar, in belastenden Situationen wie etwa einem Trauerfall einen Sinn zu finden. Es habe aber keinen positiven Effekt auf psychische Störungen wie Depressionen oder Angst­zustände. Die seit zwei Jahrtausenden geäus­serte Hoffnung, dank Gott besser mit Ängsten umgehen zu können, wird also enttäuscht. (20min)

Sonntag, 10. August 2008

Resilienz

Begriff aus der Physik übernommen. Die Psychologie bezeichnet so die Fähigkeit, schwere Schicksalsschläge ohne langfristige Folgen zu überstehen.
Förderlich sind nicht nur ein Elternhaus, wo ein Kind Verantwortung zu übernehmen lernt und man ihm etwas zutraut, förderlich sind auch Bezugspersonen ausserhalb. Rollenvorbild könne ein Lehrer, die Grossmutter, eine Nachbarin sein, sagt Psychologe Krautter...
...und wir haben immer mehr zerfallende Familien und psychisch Invalide. Zusammenhang erkannt?
Wenn Unglück stärkt, vermindert dann Verwöhntwerden und Wohlstand die psychische Widerstandsfähigkeit? Kinder, die in einem Schonraum aufwachsen und denen man keine Grenzen setzt, gelten als weniger belastbar.
Birgit Schmid in der NZZaS vom 10.8.08. Seite 58.

Mittwoch, 2. Juli 2008

Depression

Depression macht Karriere. Einst ein Tabu, steht sie heute als rätselhafte Zivilisationskrankheit in der Öffentlichkeit.

Psychische Störungen sind Teil unseres Lebens.
Wulf Rössler, Direktor der Klinik für soziale Psychiatrie an der PUK.

Die Depression wurde zu einer alltäglichen Störung.
Daniel Hell, ärztlicher Direktor am Burghölzli und ein Spezialist für Depressionen.
Statistik
Anzahl Patienten bei der Psychiatrischen Universitätsklinik Burghölzli in Zürich (PUK)
  • 1991: 150
  • 2007: 825
doppelt so viele Frauen wie Männer


Definition nach WHO
Antriebslosigkeit und Bedrücktheit über mindestens zwei Wochen.

medizinischer Hintergrund
Belastung, Stresshormon Cortisol --> Überaktivität des limbischen Systems --> Störung oder Überforderung höherer Zentren der Gehirnrinde, welche beim Planen, Ausläsen und Durchführen von Handlungen eine wichtige Rolle spielen.

Ursachen
Zukunftsängste, kein soziales Netz, abnehmende Leidensfähigkeit,

Behandlung
selten Klinikaufenthalt notwendig, menschliche Unterstützung, Trost und Anteilnahme