Der Wirtschaftsinformationsdienst Moneyhouse legt interessante Zahlen zur Personenfreizügigkeit vor. Sie relativieren den von staatlichen Stellen genährten Jubel, es würden nur Hochqualifizierte und Kaderleute in die Schweiz einwandern. Die Fakten: Seit Inkrafttreten der Freizügigkeit sind 15 500 Führungskräfte aus Europa in die Schweiz gekommen, das sind nur 4 Prozent von insgesamt 400 000 Personen. Die restlichen 95 Prozent sind keine Kaderleute. Gemäss Moneyhouse wurden die meisten europäischen Führungskräfte in der Finanzbranche absorbiert. Auf die Frage, ob man diese Leute auch ohne Personenfreizügigkeit bekommen hätte, antwortet der Informationsdienst: «Wahrscheinlich schon.»
Roger Köppel in der WeWo24.11, Seite 5.
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Donnerstag, 7. Juli 2011
Immigration: Nur 4% sind "hochqualifizierte Führungskräfte"
Montag, 7. März 2011
SBB-Frauenquote - aber nur für die Teppichetage
Ziel SBB: Frauenanteil von 14.5% --> 18% (+1000 Frauen)
Wir sind mit dieser Frauenquoten-Doktrin sowas von auf dem Holzweg. Verlorene Jahrzehnte der Männerdiskriminierung...
Die Vorgabe ist, dass bei jeder Neubesetzung eine Frau in die Schlussrunde kommt. Wenn dies nicht gelingt, müssen dies die Personalverantwortlichen plausibel begründen.
Markus Jordi, SBB-Konzernleitungsmitglied
Die Regelung gilt bereits auf Kaderstufe. Derzeit sind die SBB daran, dies auf weitere Funktionen auszudehnen. Die Bundesbahnen prüfen, wo eine solche Massnahme Sinn machen würde. Bei diversen Berufsgruppen der SBB, wie etwa bei Rangierarbeitern, ist dies jedoch ausgeschlossen.Aha - das verstehen wir heute also unter Gleichberechtigung: Quoten für die Teppichetagen, aber sicher nicht bei den Büezern...
Yves Demuth in Der Sonntag vom 06.03.2011
Wir sind mit dieser Frauenquoten-Doktrin sowas von auf dem Holzweg. Verlorene Jahrzehnte der Männerdiskriminierung...
Das Versagen wird auch bei de Performance der PK deutlich: Das Parlament hat heute beschlossen mit 1'148 Mio. CHF die Sanierung zu unterstützen - diese Pfeiffen.
Dienstag, 26. Mai 2009
Superboni
Superboni für Verwaltungsräte oder Konzernchefs sind kaum gerechtfertigt.
Es geht um die zweite, dritte, vierte Ebenen in den grossen Dienstleistungsfirmen, um die hohen Entschädigungen der wirklichen Spezialisten, welche die Arbeit machen. (…) Die Erträge dieser Spezialisten sind zurechenbar. (…) Banken sind in diesem Bereich nichts anderes als Partner von Spezialisten, die man am Erfolg beteiligen muss.
Boni für die fähigen Kader sind hingegen ganz einfach Partnerschaftsanteile.
- Wenn ein Investmentbanker einen Deal an Land zieht und mit seinem Team durchzieht, schauen nach zwei, drei Wochen harter Arbeit vielleicht 50 oder 100 Mio. Kommissionen für die Bank heraus.
- Wenn ein Spezialist mit seinem Team drei bis vier "family offices" betreut, also eine Rundum-Vermögensverwaltung mit total vielleicht 1 Mrd. CHF leistet, dann laufen jährlich 10 bis 20 Mio. Verwaltungsgebühren, Kommissionen und Courtagen auf, oder auch mehr.
- 10'000 Mitarbeiter gehören dem Verband der unabhängigen Vermögensverwalter der Schweiz an. Sie erwirtschaften brutto 500'000 CHF Gewinn pro Kopf und Jahr, Hilfskräfte inbegriffen.
Beat Kappeler in der NZZaS vom 24.5.09, Seite 44.
Dienstag, 11. November 2008
Wieso hohe Boni bezahlt werden
Auch Vermögends- und Investmentbanken weisen partnerschaftlichen Charakter auf. Durch den PC hat jeder Spezialist dort mit Bösrenzugang, Informationen und Kundendossiers so viel Macht, wie früher nur ganze Banken hatten. Daher werden, trotz allen Regelungen, die Kader der dritten oder vierten Ebenen weiterhin mit hohen Boni gebunden, sonst machen sie eine eigene Firma auf. Und deshalb sind Grossbanken heute eigentlich Partnerschaften der Kader, die zusammen mehr Gewinn abräumen, als sie den Aktionären zugestehen.Ich bin trotzdem für eine Stärkung der Aktionärsrechte, u.a. für einen Einfluss der GV auf die Entlöhnung des VR und GL.
Beat Kappeler in der NZZaS vom 9.11.08, Seite 39.
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