Statt mit neuen Steuerprojekten und höheren Steuern illusiorischen sozialpolitischen Zielen nachzurennen, sollten die immer komplexeren Steuersysteme vereinfacht und so konzipiert werden, dass die Kosten für das Eintreiben der Steuern niedrig sind und nur noch geringe Anrzeite zur Steuerhinterziehung bestehen. Eine Flat Tax würde diese Anforderungen erfüllen.
Kurt Schiltknecht in der WeWo41.11, Seite 19.
Posts mit dem Label Steuersystem werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Steuersystem werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Mittwoch, 19. Oktober 2011
Flat Tax wäre ein Fortschritt
Sonntag, 19. Juni 2011
imperialistisches US-Steuersystem schadet der Schweiz
Wie bewerten Sie die Differenzen zwischen der Schweiz und den USA in Bezug auf die Verfolgung von Steuervergehen?
Das grundsätzliche Problem liegt woanders. Die USA haben derzeit ein sehr schlechtes Steuerrecht. Wir haben hohe Steuersätze, wir besteuern viele Einkommen doppelt, und wir besteuern auf einer weltweiten Basis. Gerade weil wir ein derart imperialistisches Steuersystem haben, interessiert es die US-Steuerbehörde IRS natürlich besonders, was in anderen Ländern passiert. Dabei sollte in Bezug auf die Steuersysteme Souveränität herrschen. Wie die Schweiz wen besteuert, sollte allein Sache der Schweiz sein. Wir versuchen die Schweiz zu zwingen, den Schutz der Privatsphäre zu verwässern.
Wenn ich Sie richtig verstehe, kritisieren Sie also vor allem das Vorgehen der amerikanischen Seite?
Ich bin überzeugt, dass die USA in dieser Angelegenheit falsch liegen. Der ganze Streit besteht nur, weil die Amerikaner auf ein falsches Steuersystem setzen. Die USA behaupten, sie hätten das Recht zu entscheiden, wie das Einkommen der Schweizer Bankkunden besteuert werden soll. Das bringt uns in Konflikt mit dem schweizerischen Recht. Es führt dazu, dass wir UBS und Credit Suisse belästigen, es führt dazu, dass wir schlechte Gesetze wie Fatca verabschieden.
Wie liesse sich das Problem dauerhaft lösen?
Wir brauchten ein viel einfacheres Steuersystem. Etwa eine Pauschalsteuer, wie es sie in vielen europäischen Ländern gibt.
400 Kilogramm schwere Gorilla...Die Vertreter im Finanzministerium zeichnen sich durch eine Mischung aus Arroganz und dem bedingungslosen Glauben an den Austausch von Informationen aus. Sie gehen davon aus, dass sie am Ende bekommen, was sie wollen.
Daniel Mitchell vom Cato Institute in Washington im Interview mit Thorsten Schröder in der NZZaS vom 12.05.2011, Seite 29.
Die Umsetzung von Fatca hat weitreichende Auswirkungen auf den Schweizer Finanzplatz. Einige Privatbanken haben sich schon jetzt von Kunden mit US-Bezug getrennt. Die Bank Wegelin hatte den Rückzug aus dem US-Markt bereits 2009 bekanntgegeben - und noch nicht einmal konkret mit Fatca begründet, sondern allgemeiner mit Verweis auf die «unzumutbaren Rechtsrisiken» in den USA. Weitere Institute werden mit hoher Wahrscheinlichkeit folgen.
Sebastian Bräuer und Felix E. Müller in der NZZaS vom 12.05.2011, Seite 27.
Um die hohen Kosten, die mit der regulatorisch korrekten Umsetzung des US-Geschäftes verbunden sind, zu rechtfertigen, ist eine kritische Masse von mindestens 1 Mrd. $ Kundenvermögen notwendig. (...)
Es dürfte in der Schweiz ab 2013 nur noch fünf bis zehn Banken geben, die US-Kunden betreuen.
Martin Steger, Chef einer neuen Vontobel-Einheit, die auf vermögende US-Kunden fokussiert ist im Artikel von Sebastian Bräuer und Felix E. Müller in der NZZaS vom 12.05.2011, Seite 27.
Sonntag, 28. Februar 2010
Das schrecklichste Delikt Deutschlands: Steuervergehen
Steuerhinterziehung wird in Deutschland in der Regel härter als Totschlag bestraft, noch heute kann man in Debatten über Hitler das Argument hören, er habe sich immerhin nicht persönlich bereichert und kein Nummernkonto in der Schweiz gehabt.
Henryk M. Broder in der WeWo5.10, Seite 17.
In der Welt der Ladenschlussgesetze, der Spielplatzverordnungen und Doppelformulare hat das Finanzamt mehr Deutsche zu Sündern gemacht als der Teufel selbst. Dass möglicherweise das hypertrophe Steuersystem nicht mehr zu seinen Bürgern passt, gilt als Majestätsbeleidigung bei einem Staats- und Bevormundungskult, der dem Staat sogar erlaubt, als offener Hehler von Datendieben aufzutreten.
Wolfram Weimer in der WeWo6.10, Seite 33.
Grund für die Kapitalflucht
Nicht die Steueroasen im Ausland sind die Hauptursachen zur Steuerhinterziehung in Deutschland und Österreich, sondern ein zu kompliziertes, zu undurchschaubares und als ungerecht und unfair empfundenes Steuersystem.
Friedrich Schnieder, Professor an der Universität Linz zitiert von Roger Köppel in der WeWo6.10, Seite 5.
Tags:
Deutschland,
kompliziert,
Steuerflucht,
Steuersystem,
Transparenz,
unfair
Donnerstag, 26. November 2009
Italiens Probleme vs. Schweiz
Die Schwarzgelder und die Schwarzarbeit sind italienische Probleme. Dafür gäbe es eine einfache Lösung: Italien müsste sein Steuersystem in Ordnung bringen. Dass gewisse Italiener von unserem Bankgeheimnis profitieren, ist nicht unsere Schuld.
Ich bin nicht für Schwarzgeld. Wir offerieren ja eine sogenannte Abgeltungssteuer: Dies würde es Italien erlauben, Guthaben, die heute schwarz in der Schweiz sind, zu besteuern. Ist es unsere Schuld, wenn Italien nicht auf diese Offerte eintritt?
Fulvio Pelli im Interview von Stefan Bühler und Markus Häfliger in der NZZaS vom 22.11.09, Seite 11.
Tags:
Abkommen,
Bankgeheimnis,
Italien,
Schwarzarbeit,
Schwarzgeld,
steuern,
Steuersystem
Dienstag, 11. März 2008
Steuerhinterziehung
Steuerhinterziehung ist die Notwehr der freien Bürger.
enn. in der NZZaS vom 9.3.08, Seite 19
Denn ein solches [Anm: deutsches] Steuersystem ist kein Modell für Europa - es ist ein Gesslerhut.
enn. in der NZZaS vom 9.3.08, Seite 19
Im Steuerkonflikt mit der EU sei die Schweiz "derart eindeutig im Recht", dass sie "aus staatspolitischer Räson nicht nachgeben" dürfe. Sonst werde die EU der Shweiz künftig auch in anderen Bereichen ihre Rechtsordnung überstülpen, sagt Bührer im Interview mit der "NZZ am Sonntag". Bührer fordert, dass der Bund "unsere Prinzipien" selbst dann verteidigen müsse, wenn dies der Schweiz gewisse Nachteile bringe.
Heidi Gmür, Markus Häfliger in der NZZaS vom 9.3.08, Seite 1
Tags:
Deutschland,
Freiheit,
Gessler,
Imperialismus,
Indikator,
justita,
Notwehr,
Recht,
steuern,
Steuersystem,
Unterdrückung,
Wirtschaft
Abonnieren
Posts (Atom)