Der internationale Luftfahrtverband (Iata), der 84 Prozent des weltweiten Flugverkehrs repräsentiert, schätzt die Zusatzkosten wegen des europäischen Emissionshandels für 2012 gar auf 900 Millionen Euro, umgerechnet 1,1 Milliarden Franken. Die Iata befürchtet, dass diese Kosten bis 2020 auf 3,4 Milliarden Franken steigen könnten.
Bei der Swiss weist man zudem darauf hin, dass das Geld für die ersteigerten Zertifikate in die Kassen von EU-Staaten fliesst. Dort wird es kaum für Umweltprojekte verwendet, sondern zur Sanierung der Staatshaushalte. Der Klimaschutz ist für die EU-Staaten ein hochwillkommener Vorwand, ihre Finanzlöcher zu stopfen.
Alex Reichmuth in der WeWo1.12, Seite 19.
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Samstag, 7. Januar 2012
Schuldenlöcher mit Umweltabgaben stopfen
Die EU unterstellt den Flugverkehr dem Emissionshandelssystem (ETS), wonach Fluggesellschaften CO2-Zertifikate kaufen müssen.
Donnerstag, 13. Oktober 2011
Kündigung wegen political incorrectness
Nun Bill, ich bin nicht bigott. Du kennst die Bücher, die ich geschrieben habe über die Bürgerrechtsbewegung in diesem Land. Aber wenn ich ein Flugzeug betrete, das muss ich sagen, wenn ich Leute in muslimischer Kleidung sehe und ich annehmen muss, dass sie sich zuerst und hauptsächlich als Muslime identifizieren, dann bin ich beunruhigt. Ich werde nervös.
Juan Williams, schwarzer Journalist auf National Public Radio (NPR) in der Talk Show von Bill O’Reilly auf Fox News – wurde deswegen fristlos entlassen.
Wenn ich auf der Strasse gehe und hinter mir Schritte höre, denke ich an Raubüberfall. Wenn ich mich dann umdrehe und einen Weissen sehe, fühle ich mich erleichtert. Diese Erkenntnis ist mir sehr peinlich.
Jesse Jackson, schwarzer Bürgerrechtler und Präsidentschaftskandidat, 1993
Hansrudolf Kamer in der WeWo43.10, Seite 20.
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Montag, 23. August 2010
Was rechtfertigt hohe Löhne? Heute: Pilot
Das soziale Leben unterwegs kann grossartig sein: wilde Partys im Hotelzimmer, nächtliches Nacktbaden, Drogen, Alkohol. Ich habe schon Momente erlebt, da dachte ich: Nur gut, sehen uns jetzt die Passagiere nicht. Zum Beispiel, als wir morgens um fünf am Pool in Zypern lagen und unser stockbetrunkener Pilot versuchte, eine Stewardess abzuschleppen. Ich dachte: «Der Mann muss in vier Stunden ein Flugzeug fliegen!» Immerhin: Wir flogen an diesem Tag Airbus, was bedeutet, dass der Pilot sowieso kaum mehr etwas tun muss. Der Computer übernimmt das Fliegen für ihn.
eine englische Stewardess im Gardian, bzw. der NZZaS vom 22.08.2010, Seite 75 aus dem Englischen von Christoph Zürcher.
Freitag, 31. Juli 2009
Bundesbeamte fliegen Business-Class
- ab 3 Stunden Flugzeit haben Bundesbeamte Anspruch auf einen Flug in der Business-Class
- Im Durchschnitt kostet ein Business-Class-Flug dreimal so viel wie ein Flug in der Holzklasse.
- 80% der Manager fliegen nicht mehr Business-Class, sondern Economy
- Es kommen rund doppelt soviele Treibhausgase zusammen in der Business-Class, verglichen mit der Economy-Class.
Geri Müller (Grüne) findet das korrekt. Hier muss man mal die Widersprüchlichkeit der Linken thematisieren. Hohe Managerlöhne kritisieren und gleichzeitig mehrere 100'000 CHF hohe Beamtenlöhne einstreichen? Sich für die Umwelt einsetzen und Business-Class fliegen? Das wäre, als ob ein Bürgerlicher Sozialhilfe beziehen würde...
Freitag, 2. Mai 2008
Zahlen zum Flugstreit mit D
Lärmbelastung über 50 Dezibel (ca. lauterer Strassenlärm):70% des Flugverkehrs in Zürich werden von deutschen Airlines betrieben
- in Deutschland betroffen: 744 Personen
- in der Schweiz betroffen: 210'841 Personen
20% aller Flüge sind Verbindungen mit Deutschland.
Markus Somm in der WW17.08, Seite 9
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Montag, 25. Februar 2008
"Congestion Charge"
Ken Livingstone, Londons linker Bürgermeister, realisierte bereits eine Strassengebühr für die Innenstadt von London von täglich 8 Pfund. Jetzt soll noch eine weiter Gebühr dazu kommen, und zwar vornehmlich für Allradfahrzeuge und wagen mit grossem Hubraum + 25 Pfund täglich (1 GBP = 2.13 CHF).
Porsche klagt nun wegen Unverhältnissmässigkeit.
Die Verhältnisse:
Porsche klagt nun wegen Unverhältnissmässigkeit.
Die Verhältnisse:
- Mehreinnahmen durch die Gebühr von 100 Mio. Pfund pro Jahr.
- Minderung des jährlichen CO2-Ausstosses durch Autos in der Innenstadt entspricht dem CO2-Ausstoss, den der Flugbetrieb auf Heathrow innert 4 Stunden verursacht.
In Anlehnung an Markus M. Haefliger in der NZZaS vom 24.2.08, Seite 7.
Donnerstag, 27. September 2007
2. stärkste Währung
Auf den Meilenkonten von Vielfliegern liegen schätzungsweise 8500 Milliarden Meilen. Das britische Wirtschaftsmagazin "Economist" schätzt ihren Wert auf 825 Mrd. Franken - somit wäre das nach dem Dollar die zweitgrösste Währung der Welt.
Aus dem heute vom 26.09.07.
Donnerstag, 20. September 2007
"moderne" Saudis
Das neue elektronische Ticket der Saudi Arabian Airlines wurde letzte Woche eingeführt. Ansonsten sind die Saudis nicht sonderlich fortschrittlich - zumindest aus der Sicht eines Liberalen.
Dass man wegen der strengen Religionsvorschriften in Saudi-Arabien weder Alkohol, Drogen, Pornografie noch Schweinefleisch an Bord nehmen darf, mag man noch begreifen. Neuerdings ist es aber auch ausdrücklich verboten, religiöse Utensilien mitzuführen, die nicht islamisch sind. Erlaubt sind also Koran, Gebetskette oder Rosenwasser. Wer aber ein Neues oder Altes Testament, ein Kruzifix, Jesus-Figuren oder einen David-Stern ins Königreich einführen will, macht sich strafbar.
Pierre Heumann in der Weltwoche 36.07, Seite 26.
Montag, 27. August 2007
Sozialneid und scheinbare Zufriedenheit
Die Autorin schreibt über den unterschiedlichen Flugkonfort in den verschiedenen Flugklassen. Zuerst erfreute sie sich der Busniessclass und wurde auf einem späteren Flug von der Economyclasse traumatisiert. (Sie hat wohl noch nie in einem kalten Eisenbahnwagen übernachtet oder eine mehrstündige Verschiebung bei Regen in einem 10DM durchgemacht :-P).



Businessclass fand in einem Liegestühlchen statt, mit erlesenen geschmeidigen Flugbegleiterinnen, Tiefschlaf und guter Laune nach der Landung."Geld macht doch glücklich", war ihr Fazit um der Economyclass zu entkommen. Sie geht noch weiter und vermutet eine Verschwörung hinter diesem Klassenpreissystem:
Sozialneid. Ein Komplott von Industrie und Terrorismus? Demütigung des Individuums bis zur Unerträglichkeit. Unzufriedenheit nährt Kaufverhalten.Doch der gemeine Mensch resigniert und geht auf Distanz, wenn auch unbewusst.
Wir mümmeln uns ein in unsere täglichen Lügen, in unseren dünnmaschigen Mantel scheinbarer Zufriedenheit.
Sibylle Berg in der NZZaS vom 26.08.2007, Seite 71.
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