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Sonntag, 8. April 2012

Deutsches Strafmass bei Tod und staatlichem Eigentum

2 junge Männer pöbelten einen 23-Jährigen an einer U-Bahn-Station an, dieser rannte auf die Strasse und wurde zu Tode gefahren. 
--> zwei Jahre auf Bewährung, Berliner Landgericht

43 Jahre alter Mann, der eine stationäre Radarfalle angezündet hatte, an der er wegen überhöhter Geschwindigkeit geblitzt worden war.
--> 1 Jahr Gefängnis, ohne Bewährung, Amtsgericht in Clausthal-Zellerfeld

Mittwoch, 11. August 2010

Mittwoch, 3. März 2010

Mortalität der Soldaten in Afghanistan nach Nationen

Nur 0,8 % aller deutschen Soldaten, total 34, starben in Afghanistan bisher, gegenüber 4,9 % oder total 140 aus Kanada. Es starben 1,3 % aller Amerikaner, total 1003, und 1,1 % aller Franzosen, total 40. Die Niederländer haben die Nase voll: Nach 1,1 % toter Niederländer, total 21, ziehen sie ihre Truppen zurück.
Klaus J. Stoehlker

Dienstag, 21. Juli 2009

Recht auf Suizid?

Unsere Schweizer Suizid-Fachleute behaupten, "Jeder Mensch hat das Recht auf einen selbstbestimmten Tod". Ich halte das für fraglich, denn nur in einer entsolidarisierten Welt, wo niemand für den anderen da ist, kann dies gelten. Der Mensch ist ein gesellschaftliches Wesen und kein vereinzeltes Individuum, das sich göttliche Kompetenz zuspricht. (...). [Die Suizidindustrie in der Schweiz verfolgt] ein abstraktes Ideal, das wirklicher Menschlichkeit Hohn spricht. Menschlichkeit heisst, sich um den Nächsten zu kümmern, damit er die Lust am Tod verliert.
Stoehlker

Mittwoch, 24. Juni 2009

Spitalunsicherheit

Vermeidbare Behandlungsfehler in Schweizer Spitälern kosten jedes Jahr rund 1200 Menschen das Leben.
Bei 1,2 Mio. Spitalpatienten ist das nicht sonderlich viel. Geht man 1000 mal ins Spital, ist die Wahrscheinlichkeit 100%, dass man stirbt. Man muss halt nicht 100 mal ins Spital gehen.

Auf der anderen Seite sind diese 1200 Menschen gut 3 Leute pro Tag, welche nicht hätten sterben müssen.
Würden so viele Todesfälle in anderen Branchen passieren, wären längst schon drastische Sicherheitsmassnahmen ergriffen worden.
Tanja Manser, Autorin einer neuen Studie über das Risikomanagement in Schweizer Spitälern.


Die Missgeschicke gehen in der grossen Menge der gut oder glücklich verlaufenen Spitalbehandlungen unter.

[Wichtig ist], dass die Meldung von Zwischenfällen für das Gesundheitspersonal keine strafrechtlichen Folgen haben. Nur so gelingt es, das Gesundheitssystem von einer Schuldkultur auf eine offene Fehlerkultur zu trimmen.

Matthias Meili in der WW25.09, Seite 28ff.

Dienstag, 2. Juni 2009

Junge Männer bezahlen für alte Frauen

Über den Risikoausgleich zahlen die unter 60-Jährigen pro Jahr bereits 5,3 Milliarden Franken an die Älteren – Tendenz rasch steigend. Im Gegenzug subventioniert der Staat die Jungen: 82 Prozent der 2,2 Millionen Menschen, die Prämienverbilligung erhalten, sind unter 60 Jahre alt.

Am stärksten belastet werden junge Männer: Bis zum 25. Geburtstag bezahlen sie 2228 Franken mehr Prämien, als sie an Gesundheitsleistungen beziehen. Über 90-jährige Frauen dagegen profitieren im Schnitt mit 14 148 Franken pro Jahr von der Solidarität. Generell gilt: Männer sind bis zum 60. Geburtstag Nettozahler, Frauen bis zum 55. Geburtstag. Die älteren Jahrgänge sind Nettoempfänger. (NZZ)
Und das soll eine Sozialversicherung sein? Für mich ist das ganze ziemlich asozial. Und ich kann mir nicht einmal aussuchen, ob ich wirklich so sozial sein will. Junge Männer werden quasi gezwungen dazu. Wenigstens haben einige noch den Anstand früh zu sterben.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

R.I.P. Jörg Haider

Kärnten ist wie ein Punschkrapfen,eine österreichische Süssspeise: Aussen ist er rot, innen braun, und immer ist er mit einem Schuss Alkohol versetzt.
Haiders rot war Wählermaximierung, seine zurückhaltende braune Abgrenzung sollte alte Wähler bei der Stange halten - wäre da nur der Alkohol nicht gewesen.

Samstag, 26. Januar 2008

Tod durch Krebs

Er wohne weit weg von einer Grossstadt, atme saubere Luft ein, jogge täglich und esse kein Fleisch. Der Arzt erwiderte: "Du wirst an Krebs sterben." Sein Gegenüber, fassungslos: "Was, wieso?" "Nun", so der Onkologe, "du lebst derart gesund, dass du kaum je Herzprobleme haben wirst. Also bringt dich die zweithäufigste Todesursache um."
Eric Baumann in DAS MAGAZIN 04-2008, Seite 9.

Montag, 3. Dezember 2007

Köppel und das Sturmgewehr

  1. Zwar bekam der Täter eine Waffe von der Armee, doch die Munition verschaffte er sich widerrechtlich selbst: Wo ein krimineller Wille ist, findet sich auch ein Weg zur Tat.
  2. Die mit Abstand meistgebrauchte Tötungswaffe in der Schweiz ist das Messer.
  3. Es gibt bis heute keinen messbaren Zusammenhang zwischen der breiten Streuung von Schweizer Armeewaffen und der Zahl von Tötungsdelikten. Im Gegenteil ist es so, dass die Schweiz trotz hoher Armeewaffendichte weniger Delikte aufweist als zahlreiche andere Länder, in denen es keine Milizarmee gibt.
  4. Menschen, nicht Waffen töten.
Roger Köppel im exklusiven Online-Kommentar.

Dienstag, 27. November 2007

falscher Fokus auf Milizwaffentötungen

Ein 21-jähriger Secondo erschiesst am Abend nach dem Absolvieren seiner RS in Zürich Höngg ein 16-jähriges Mädchen an einer Bushaltestelle - scheinbar beliebig und ohne persönliches Motiv.

Klar, ein Ausraster mit dem Strumgewehr endet oft tödlich, also fatal, schlimmer geht es kaum. Doch wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass sowas passiert? Gemäss Tagi gibt es fast täglich einen Toten mit einer Armeewaffe, bei ca. 200'000 Armeeangehörigen (stimmt diese Zahl auch nicht?). Also 300/200'000 = 0.15 Prozent. Klar, jeder Tote ist einer zu viel. Doch im Internationalen Vergleich ist es eine Illusion, diese Quote senken zu können. Man sollte sich Problemen zuwenden, bei welchen eine wesentliche Verbesserung möglich ist. Z.B. bei ausufernden Sozialausgaben. Solche Sachen sollten Priorität haben.

Wenn man schon Kausalitäten sucht, wie z.B. jene zwischen Waffenbesitzern und Mördern, dann doch auch bei jenen die Stechmesser besitzen und damit jemanden verletzen (Auch nur 0.15%?). Oder den Zusammenhang den das Schäfchenplakat thematisierte: Ausländer und Kriminalität. Dort bewegen wir uns definitiv nicht im Promillebereich...

Die Dringlichkeit der Themen wird auch durch das Echo der entsprechenden Initiativen verdeutlicht. Die "Initiative gegen Armeewaffen zu Hause" sammelte in zwei Monaten 30'000 Unterschriften. Die "Initiative zur Ausschaffung krimineller Ausländer" machte in derselben Zeit 200'000 Unterschriften.

Dienstag, 2. Oktober 2007

ZHaW ist tödlich

Ein Student der ZHaW (Departement Life Sciences und Facility Management) ist am letzten Freitag im Gebiet der Zulg (Berner Oberland) gestorben.
Dort war er unterwegs, um für seine Diplomarbeit im Rahmen des Projekts Wanderwege im Naturpark Hohgand abschliessende Arbeiten und Fotografien zu erstellen.
Aus dem Mail der Schulleitung
"Life Science" auch in Grenzbereichen erforschen.