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Sonntag, 18. März 2012
Dienstag, 15. November 2011
Fälliger Agrarpotektionismus wird von Bauern aufrecht erhalten
Die Grenzen gehen so oder so auf.Fritz Rothen, Geschäftsführer IP SuisseDie Abschottung ist mittelfristig nicht haltbar.Ruedi Hadorn, Direktor des Schweizer FleischfachverbandsDie Schweizer Bauern müssen exportfähig werden.Martin Schläpfer, Migros-VertreterDie meisten Bauernfunktionäre stecken den Kopf in den Sand. Es ist bedenklich, dass rückwärtsgerichtete landwirtschaftliche Kreise jede Form von Marktöffnung bekämpfen, dabei ist diese nicht mehr zu verhindern.Jürg Niklaus, Geschäftsführer von IgasBauernlobby ist
- gegen den freien Import von Lebensmitteln (Cassis-de-Dijon-Prinzip), Volksinitiative pendent
- für den Abbruch der Verhandlungen über ein Agrarabkommen mit der EU
- Widerstand gegen ein Freihenadeslabkommen mit China
Wir sehen einen grundsätzlich anderen Lösungsweg. Gute Qualität zu guten Preisen. Bei einer völligen Grenzöffnung können Schweizer Bauern nur noch Spezialitäten wie Käse und Wein für Reiche auf der Welt produzieren. Die Schweizer dagegen müssen schlechtere Ware auf dem Weltmarkt kaufen.Sandra Helfenstein, Sprecherin des BauernverbandsBenjamin Trommer in der NZZaS vom 13.11.11, Seite 14.
Die Argumentation des Bauernverbands
- Verstösst gegen die Prinzipien des freien Markts
- Schränkt das Angebot ein, welches Schweizern unterbreitet werden könnte
- zwingt den Schweizern hohe Preise auf (keine Wahlmöglichkeit)
Mittwoch, 3. Februar 2010
Preis für Jungfräulichkeit
Zur Finanzierung ihres Studiums hat eine 19-jährige Neuseeländerin ihre Jungfräulichkeit im Internet für 33'800 CHF versteigert. "Das ist weit mehr, als ich mir erträumt habe", teilte die Studentin heute mit.Ach wie romantisch: Sex ermöglicht Bildung.
Blick am Abend vom 03.02.10
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Sonntag, 31. Januar 2010
Ein Preis für CO2 muss her
Das CO2 muss einen Preis bekommen, am einfachsten durch eine weltweite Steuer. Diese einfache Massnahme führt automatisch dazu, dass alle CO2-Ausstösse vermieden werden, welche diesen Preis nicht wert sind. Das heisst, die Kosten der CO2-Reduktion werden über den Preis minimiert. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Steuer bei der Einführung niedrig wäre (z.B. dreissig Franken pro Tonne), aber über die Jahre hinweg ansteigen könnte, weil neue Technologien entwickelt würden. Es bestünde somit ein starker Anreiz, CO2-arme Technologien anzuwenden, wobei aber der Markt und nicht die Politik darüber entscheidet, was sich durchsetzt und was nicht.
Silvio Borner in der WeWo4.10, Seite 18.
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Dienstag, 11. November 2008
3 Hindernisse zum Kommunismus
- Die Planer bekommen keine Preissignale, sie produzieren daher Warteschlangen und gehen salopp mit dem Kapital um.
- Nach 1917 konnte man für ale Russen einfache Stiefel einplanen, heute ist dies jedoch mit Millionen von Gütervarianten nicht mehr möglich.
- Die Planung greift in Grundrechte ein, wie etwa in die Freiheit der Berufswahl und -ausübung, ohne dass sie den edlen Menschen hervorbringt, der uneigennützig die anderen verplant.
Beat Kappeler in der NZZaS vom 9.11.08, Seite 39.
Sonntag, 10. August 2008
"Überwälzungsregel"
Der Bund legt damit fest, dass für jedes Viertelprozent Zinserhöhung 3% Mieterhöhung gerechtfertigt ist:
Die Hausbesitzer nutzten diese Einladung trotz Leerwohnungskrise: Die Mieten stiegen von 1989 bis 1995 um volle 40%.
Beat Kappeler in der NZZaS vom 3.8.08
Dienstag, 10. Juni 2008
Hirslanden publiziert seinen Geschäftsbericht nicht
Weil wir ein privates Unternehmen sind. Und weil die Resultate völlig verzerrt würden, da die Spitäler der öffentlichen Hand auf intransparente Art aus verschiedenen Töpfen gespeist werden. Unsere Kalkulationen würden mit Sicherheit falsch interpretiert und politisch ausgeschlachtet. Denn es gibt Politiker, die wollen nicht, dass man im Gesundheitswesen Geld verdient. Das Ziel wäre nur, uns kaputtzumachen, um die lästige Konkurrenz loszuwerden.
Robert Bider, Chef der Privatklinikgruppe Hirslanden, im Interview mit Charlotte Jacquemart und Birgit Voigt in der NZZaS vom 8.6.08, Seite 53.
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Ölspekulanten treiben Preise hoch
Enron schaffte eine Gesetzeslücke, welche zum Standard im elektronischen Handel von Kontrakten wurde. Nur noch ein Bruchteil des Ölhandels wird noch von der US-Terminmarkt-Aufsicht, der CFTC, überwacht. Über 70 Prozent des Handelsvolumens auf dem Ölmarkt seien auf Spekulationen zurück zu führen. Dies führt zu einer Überteuerung von 25 bis 30 Prozent.
In Anlehnung an Sebastian Bräuer und Heike Buchter in der NZZaS vom 8.6.08, Seite 51.
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Samstag, 31. Mai 2008
transparenter Markt
Ohne [transparente Handelsinfra-]struktur gibt es keine Liquidität, und ohne Liquidität keine Preisfindung und keine objektive Bewertungsgrundlage für die vielen Produkte.
Heinz Zimmermann in der WW22.08, Seite 44f
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Donnerstag, 6. März 2008
Abschaffung des KVG-Obligatoriums
AusgangssituationFalsche Anreize und Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen: Standesorganisationen wie ehemals Zünfte, von der Obrigkeit festgelegte Strukturen und Tarife, Kantonsgrenzen mit Barrieren. --> Verschwendung, Wartezeiten, Mehrfachuntersuchungen (20% "falsche" Kosten, entsprechen bei dieser 50 Mrd.-Industrie in der Schweiz rund 10 Mrd. Verlust).
Im Gesundheitswesen gilt nicht, wer zahlt, befiehlt, sondern wer kassiert, befiehlt.Der Staat waltet nicht als Schiedsrichter, sondern als Steuermann und Planer.
Also kommunistische Zustände!
Vorschlag: KVG-Obligatorium abschaffen
Für 70% der Leute würden die Prämien sinken. Für 30% lägen sie höher. Das wären vorwiegend ältere Leute, weil das Risiko, zu erkranken, mit dem Alter steigt. Statistisch betrachtet sind die älteren Menschen in der Schweiz die reicheren. Die heutige Einheitsprämie führt zu einer unsinnigen Umfinanzierung. Dabei subventionieren - plakativ gesprochen - arme, junge Familien ältere Millionäre. In unserem Modell hat dies ein Ende. Alle bezahlen risikogerechte Prämien. (Boss)Die Unterstützung jener, bei denen die Versicherungsprämie einen wesentlichen Teil des Monatsbudgets ausmacht, bleibt bestehen. Jedoch:
Diese Subventionsbezüger erhalten jenen Standard an Leistungen, den sich die ärmsten Selbstzahler gerade noch noch selber leisten. Der Markt definiert also, was nach unten subventioniert wird - und nicht der Staat. (Widmer)Risikoselektion
Bisher entscheiden Versicherungen über die Aufnahme einer Person in die Versicherung, anhand des potentiellen Risikos, das von ihr ausgeht. Man versucht also Leute mit einem hohen Risiko von hohen Krankheitskosten anderen Versicherungen unterzujubeln. Doch:
Die Risikoselektion ist Unsinn, weil sie niemanden gesünder macht. (Widmer)Würde man marktgerechte Prämien einführen, würden sich Versicherungen um chronisch Kranke reissen.
Die beiden Spitaldirektoren (und Ökonomen) Leo Boss und Werner Widmer im Interview mit Charlotte Jacquemart und Brigit Voigt in der NZZaS vom 24.2.08, Seite 43.Die Widerstände der Reform:
- eine sehr starke Ärtze- ("Gesundheits"-, Pharma-)Lobby
- Ärzte sind zwar oft klug. Doch das bedeutet nicht, dass sie von wirtschaftlichen Zusammenhängen eine Ahnung haben müssen.
- finanzielle Eigeninteressen der in diesem Sektor Arbeitenden.
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