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Dienstag, 2. Dezember 2008

Intrigisten: Gruppe 13

13: Quersumme von 12.12.07, dem Tag von Blochers Abwahl: Die Gruppe will die "Erbschaft des 12. Dezember bewahren".

10-20 Personen unter der Führung von Kurt Fluri. Weiter mutmasst die NZZaS:
  • Andreas Gross
  • Roger Nordmann
  • Andy Tschümperlin
  • Eric NussbaumerUeli Leuenberger
  • Christine Egerszegi
  • Dick Marty
  • Jacques Neirynck
  • Chiara Simoneschi
  • Barbara Schmid-Federer
  • Bruno Frick
  • etc.
Gross: Wie schon letztes Jahr werde die Dynamik des Parlament (sic!) unterschätzt. Die CVP könnte begreifen, dass sich ihr die historische Chance biete, den zweiten Bundesratssitz zu erobern - anstelle der SVP.
Laut Fluri will die Gruppe die Konkordanz neu definieren. Es geht um die Frage, ob die Bundesratssitze wie bisher nach Wähleranteilen verteilt werden (mathematische Konkordanz) oder ob die Bundesräte auch programmatische Mindesanforderungen erfüllen sollen (inhaltlich Konkordanz).
Markus Häfliger in der NZZaS vom 30.11.08, Seite 12.

Mittwoch, 26. November 2008

Anstand: Zufluchtsort der Kritikunfähigen

Wer Kritik äussert, verstösst gegen die vorherrschende Gesinnung
Besonders beliebt ist, die Gesinnung unter den Begriffen Menschenrechte und Völkerrecht – wohl zwei ehrenwerte Sachen – zu überwachen. Noch schicker ist es, einem anders Gesinnten eine Klage wegen Verletzung der Rassismusstrafnorm anzuhängen.
Oder man übergeht Kritik durch das Pochen auf Anstand:
Man will den Inhalt der Forderungen, die politische Botschaft und die Kritik ersticken mit dem Vorwurf von Stil, Unanständigkeit und Minderwertigkeit!

Das heutige deutsche Wort "Anstand" ist abgeleitet vom Verb "anstehen", "stehen bleiben".

Das Warten geschieht nicht immer aus "anständiger" Rücksicht. Es kann seinen Grund auch in Unentschlossenheit haben, in Bequemlichkeit, "Feigheit vor dem Feind" – oder auch im mehr oder weniger bösartigen Bestreben, den Anderen warten zu lassen.

[Mit der political correctness, der] Doppelzüngigkeit der politischen Sprache kann man die systematische Vernebelung der Motive des politischen Handelns besonders gut verdecken. Zur Eigenart des verkommenen Politikers gehört es, im Kostüm des Biedermannes und des "Gutmenschen mit ethischem Niveau" zu erscheinen, der um seines Nächsten willen zurückstehen, abwarten, eben "anstehen" kann und darum immerzu "Anstand" bewahrt,

Ich habe in meinem Leben oft mehr unter der salonfähigen Verlogenheit – die jedermann als anständig empfand – als unter dem direkten Wort gelitten. Der englische Dramatiker George Bernhard Shaw sagte nicht ganz zu Unrecht: „Anständigkeit ist die Verschwörung der Unanständigen mit dem Schweigen.

Aber zu oft verschanzt man sich hinter Anstandsfragen, um nicht auf berechtigte Anliegen eingehen zu müssen. Man vermeidet aus Anstand zutreffende Kritik oder das Ansprechen von Unangenehmem. Um vermeintlich anständig zu sein, lässt man dem Unrecht seinen Lauf. Die schonungslose Darstellung der Realität, der Lebenswirklichkeit wäre die wohl wichtigste Aufgabe der Politik.

Die Erinnerung an den Ustertag sollte uns alljährlich aufzeigen, wie gross die Gefahr einer Kluft zwischen Regierenden und Regierten werden kann. Und die Politiker aller Zeiten sind aufgefordert, sich den Bedürfnissen der Allgemeinheit nicht mit Stil- und Anstandsvorwürfen zu entziehen, sondern sich der Lebenswirklichkeit zu stellen.
Christoph Blocher anlässlich der Ustertagsfeier vom 23. November 2008 in der Kirche Uster

Donnerstag, 13. November 2008

Schmid - Instrument des Parlaments gegen die SVP

Samuel Schmid ist kein Bundesrat der Sympathie, kein kometenhafter Aufsteiger, kein Faszinierer, kein Magistrat auch, der von einer Berner Welle der Begeisterung ins hohe Amt gespült wurde. Samuel Schmid ist Bundesrat aus kühlem politischem Kalkül. Er ist der Berufspolitiker, der sich dem Parlament offen als SVP-interne Speerspitze gegen Blocher angedient hat. Das war sein Programm. Das ist nun seine Funktion.
Die Weltwoche am 6.12.2000

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Ja zum Referendum gegen die erweiterte Personenfreizügigkeit

Am Anfang war es Blocher, welcher sich quer stellte zum Referendum gegen die Erweiterung der Personenfreizügigkeit auf Bulgarien und Rumänien. Dies wahrscheinlich, weil er die Kampagne entscheidend bezahlt hätte und gegen CVP/FDP und economiesuisse keine Chance gehabt hätte - das Geld also zum Fenster hinaus geworfen hätte.

Doch nun kam das Referendum trotzdem zustande und die Geschäftsleitung der SVP schloss sich ihm an, zum Leidwesen von Peter Spuhler.

Ich befürworte den bilateralen Weg, den die Schweiz mit der EU eingeschlagen hat. Was aber gar nicht geht, sind parlamentarische Intrigen - angefangen bei Weiss und Darbelley bei der Abwahl Blochers, wie auch der Beschluss, nicht einzeln über die beiden Vorlagen abstimmen zu können. Deshalb werde ich für das Referendum stimmen.

Obwohl einige frustrierte Stimmen zusammen kommen werden, wird es nicht reichen, das Referendum durchzusetzen.Also wird sich nichts ändern, ausser dass das Parlament und insbesondere die verschwörerische Linke einen Denkzettel bekommen.

Wenn aber der bilaterale Weg durch eine Annahme des Referendums gefährdert würde, hätte ich auch nichts dagegen: Die EU verfolgt den Ansatz, keine Mitglieder zu diskriminieren. Obwohl es bei den EU-Zahlungen (Bspw. Ostmilliarde oder Nettezahler-, bzw. -bezügerstaaten) massive Diskriminierungen gibt, würden sie es wohl kaum zulassen, dass die Schweiz nicht alle Mitgliedstaaten gleich behandelt. Das ist unsinnig: Wir sind nicht alle gleich und bedürfen deshalb unterschiedlicher Behandlung, Individuuen wie Staaten. Aktuelles Beispiel: Ungarn...

Donnerstag, 6. März 2008

Politintrigisten

Ursula Wyss und Christophe Darbellay, die beiden Hauptverantwortlichen für die Abwahl Blochers. In zweiter Reihe sind Andrea Hämmerle, Therese Frösch, Urs Schwaller zu nennen.

Unglaublich, wie hinterlistig, heuchlerisch, intrigant, undemokratisch und unaufrichtig diese Politiker ablenkten, die Öffentlichkeit in die Irre führten, die Medien auf die falsche Fährte lockten! Besonders verabscheuungswürdig ist, wie schelmisch sie sich über ihr Verhalten freuen.

Nur ein erbärmlicher Charakterlump ist stolz auf eine solch verschleierte, geheime und unlautere Aktion. Widmer-Schlumpf informierte Ueli Maurer absichtlich falsch und liess ihn unwissend in einer falschen Sicherheit. Sie war durch die Wahl nicht "überrumpelt" worden. Sie wusste schon lange, was auf sie zukommen wird. Die Bedenkzeit war eine Farce. Sie ist getrieben von Eigeninteresse und ihrer eigenen Karriere. Politisch wird sie Stillstand garantieren.
In Vino Veritas.
Entsprechend hat Widmer-Schlumpf zur Amtsübergabe nicht mit Wein angestossen, sondern mit intrigantem, undurchsichtigem Orangensaft.

Donnerstag, 3. Januar 2008

10'000 neue SVPler

Die Entscheidung des Parlaments war falsch und nicht vom Volk getragen. Die Kampagne und die damit erzielten Stimmen waren klar auf Blocher ausgerichtet. Ein Mitte-Links-Bündnis hat diese Stimme des Volkes ignoriert. Die Folge:
In den vergangenen drei Wochen habe die SVP beinahe 10 000 Neubeitritte verzeichnet. (Tagi)
Politintrigen, wie sie praktisch nur von Profipolitikern im Parlament betrieben betrieben werden können, schaden der Demokratie.

Dienstag, 18. Dezember 2007

Die Waffen der Mädchen

Ruchlose, gewalttätige junge Männer nutzen naive oder harmlose junge Mädchen aus.

So, genug der political correctness! Man kennt es ja: Kain erschlägt Abel, von Hand mit tödlicher Gewalt. Frauen machen so was nicht: Sie inszenieren Intrigen, stellen sich als Opfer dar oder neigen zum Giftmord: Viel subiler. Hier nun also ein öffentlicher Arikel der Weltwoche 50.07 (auch als Podcast erhätlich) von Allan Guggenbühl:
Um eine ungeliebte Lehrperson oder eine Kollegin loszuwerden, setzen sie nicht wie die Knaben offene Aggressionen ein, sondern inszenieren sich als Opfer, streuen Gerüchte oder legen Fallen.

Mädchen leben ihre Aggressionen anders aus als Knaben. Während diese oft mit ihren Taten prahlen, Erwachsene oder auch missliebige Kollegen offen provozieren, gehen Mädchen versteckt vor. Sie verstehen es, den sozialen Kontext für sich auszunützen. Gemobbt wird unter Verwendung prosozialer, also gesellschaftlich akzeptierter Argumente.
Und dann misst unsere Gesellschaft diesen "prosozialen" Werten auch noch eine dermassen grosse Rolle zu! Schrecklich!
Diese Mädchen entwickeln ein feines Gespür für die Erwartungen der Erwachsenen und verstehen es, sie durch Betroffenheit und Treuherzigkeit an der Nase herumzuführen.

Auffallend ist auch, dass Mädchen bei Diebstählen die Grauzonen zu nutzen versuchen. Wenn Knaben stehlen, dann ist der Diebstahl offensichtlich. Sie werden mit einem DVD-Player oder einem «kurzfristig ausgeliehenen» Auto erwischt. Mädchen stehlen nicht, sondern sie haben die Parfümflasche in ihrer Handtasche «völlig vergessen», mussten vor einem aufdringlichen Mann mit einem unbezahlten T-Shirt aus dem Laden ins Freie flüchten oder wissen nicht, wer die CD in die Tasche gelegt hat. Bei illegalen Handlungen macht es den Anschein, dass schon im Voraus an die Ausrede gedacht wird.
Vieles dreht sich um die Sexualität. Im Gegensatz zu Jungen, deren Interesse oft der sexuellen Handlung an sich gilt, sehen die meisten Mädchen in der Sexualität ein Gesamterlebnis. Nicht ein spezifischer Akt steht im Vordergrund, sondern das Spiel mit körperlichen Reizen, die erotische Spannung und die Aufmerksamkeit des Gegengeschlechts. Sie merken, dass sie mit ihrer Körperlichkeit spielen können und dass Jungen oder Männer auf sie reagieren. Dank der Sexualität kann man Einfluss ausüben, etwas erleben und wird man in interessante Kreise aufgenommen.
Das aufreizende Verhalten kann zur Folge haben, dass sexuelle Anmache ausartet. Das männliche Gegenüber realisiert nicht, dass es dem Mädchen gar nicht um ein sexuelles Abenteuer geht, sondern dass sie es schlicht geniesst, ihn zu erregen oder ein Machtspiel zu spielen. Viele Mädchen lassen sich dann auf das Gegenüber ein, denken jedoch nicht im Traum an Oralsex, sondern an das gemeinsame Kuscheln im Kerzenlicht oder intensives Küssen.
Missverständnis über Missverständnis, bei einer Sache die eigentlich völlig klar ist. Buben haben transparentere und ehrlichere Absichten. Das ist natürlich falsch, falls man Transparenz und Ehrlichkeit nicht anstrebt. :-P
Wenn wir diese Mädchen jedoch nur als Opfer wahrnehmen, dann sind sie ihren problematischen Seiten ausgeliefert und lernen nicht, eigenständige Antworten auf ihre problematischen Seiten zu entwickeln.
Diese Mädchen als Opfer wahrzunehmen ist Teil ihres Plans, ihres Verhaltens. Man muss sie damit konfrontieren. Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass "Opfer" mein meistgehasstes Wort ist? Ich hasse es wirklich. Die gesellschaftlich akzeptierte Opferrolle blendet deren Gründe aus.


Nun zwei weitergehende Gedanken:

1. Gleich wie ein Mann nach der Pubertät seine sexuelle Vorprägung nie ganz verliert, dürfte auch dieses Verhalten bei erwachsenen Frauen nicht ganz verschwinden. Intrigen schmeiden gehört auch weiter zur weiblichen Machtpolitik (Blocher-Abwahl, GPK-Subkommissionspräsidentin Lucrezia Meier-Schatz). Dies dürfte das "super Arbeitsklima durch weibliche Mitarbeiter" stark relativieren. Im Studentenwohnheim hat sich ein Anteil von 30% bewährt. Sind es weniger verrohen die Sitten, sind es mehr, herrscht Zickenkrieg.

2. Opfer, Betroffenheit, Verwendung prosozialer, gesellschaftlich akzeptierter Argumente, etc. Das erinnert mich stark an die Holocaust-Opfer. Tausende Nachfolger von Holocaust-Opfern werden durch Schweizer Banken finanziert. Dies ist durch die "gesellschaftlich akzeptierte Opferrolle" möglich geworden. Die Trauernden sind ja sooo gekränkt, viel mehr als alle Trauernden sonst, die irgendjemand durch irgendjemand sonst irgendwann verloren haben. Was für ein Glück, dass es eine einwandfreie Kausalität zu den Schweizer Banken gibt (einwandfrei zumindest nach amerikanischem Recht)! Die Tatsache, dass erst etwa ein Drittel der damals ausbezahlten Gelder den "Betroffenen" ausbezahlt werden konnte, könnte Aufschluss darüber geben, ob man da "an der Nase herumgeführt wurde".