86 Prozent sind stolz auf die Schweiz
Stolz ist man vor allem auf die Neutralität (93 Prozent), die Unabhängigkeit (91 Prozent), die Volksrechte (88 Prozent), das Zusammenleben der verschiedenen Sprachgruppen (86 Prozent) sowie die Bundesverfassung (84 Prozent). (Tagi)
Ich kann das nicht verstehen:
- Wir haben immer noch so viele Missstände und haben lähmende Kräfte in unserem Land, die sich notwendigen Fortschritten quer stellen.
- Was kann man dafür, Schweizer zu sein? Stolz ist doch an Leistung gebunden, nicht?
- Grenzen - zumindest die heutigen geographischen - machen nicht sonderlich Sinn. Stolz kann sich doch nur bei engeren gemeinsamen Nennern entwickeln, als es die Schweiz hat. Vor lauter Pluralismus finden sich kaum herausragende übereinstimmende Werte.
Konkret:
- Neutralität: Ist nicht einzigartig und mit der "aktiven Neutralität" auch stark relativiert.
- Unabhängigkeit: Brüssel übt immer mehr Diktat auf die Schweiz aus, bspw. stille Übernahme von europäischen Gesetzen.
- die Volksrechte: Die Bundesratswahlen zeigten: Das Volk darf zwar wählen, doch ob dann auch die Regierung danach zusammengesetzt wird, bleibt offen.
- das Zusammenleben der verschiedenen Sprachgruppen: Super, was bringt das, ausser Komplikationen?
- die Bundesverfassung: Standard in modernen Staaten, nichts besonderes.