Endlich also hat es sich herausgestellt, dass die Wiege der Freiheit nichts anders ist als das Zentrum der Barbarei [. . .], dass die Enkel Tells und Winkelrieds durch keine andern Gründe zur Raison zu bringen sind als durch Kanonenkugeln, dass die Tapferkeit von Sempach und Murten nichts anders war als die Verzweiflung brutaler und bigotter Bergstämme, die sich störrisch gegen die Zivilisation und den Fortschritt stemmen! [...] Die Urschweiz hat [. . .] mit einer wirklich tierischen Hartnäckigkeit auf ihrer Absonderung von der ganzen übrigen Welt, auf ihren lokalen Sitten, Trachten, Vorurteilen, auf ihrer ganzen Lokalborniertheit und Abgeschlossenheit bestanden.
Friedrich Engels, 1847
Engels’ Nachbeter Peer Steinbrück (SPD) variiert mit seinen Kavallerie-Metaphern ein uraltes Motiv: den Hass der deutschen Linken auf die unabhängige Schweiz. Die Schweizer sollten sich auch heute nicht beirren lassen.
Roger Köppel in der WeWo18.12, Seite 5.
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Montag, 7. Mai 2012
Linke Deutsche hassen Schweizer Unabhängigkeit
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Sonntag, 4. März 2012
Internationale Organisationen üben Druck aus trotz Mitgliedschaft der Schweiz
Die Schweiz ist seit zehn Jahren unter verschärftem ausländischem Druck, ihre freiheitliche Rechtsordnung unfreier zu machen und den tieferen internationalen Standards anzupassen.
- Wir müssen bei den Steuern nachgeben, beim Bankkundengeheimnis, das bis vor kurzem noch als «unverhandelbar» galt. Die EU verlangt von uns, dass wir ihre Gesetze automatisch übernehmen. Die Amerikaner zwingen uns rückwirkende Strafnormen auf, um ihre gewaltigen Staatsdefizite durch die Behändigung von Steuersündern auszugleichen.
- In der OECD werden Massnahmen verfügt, die die Schweiz betreffen, aber die Schweiz, die als Gründungsmitglied zustimmen müsste, wird nicht einmal gefragt.
- Internationale Gerichtshöfe mischen sich in unsere Rechtsprechung ein. Die Legitimität von Volksabstimmungen wird in Zweifel gezogen, wenn es zu Ergebnissen kommt, die dem Ausland nicht passen.
Mag sein, dass sich diese Konflikte ohnehin ergeben hätten, aber der Uno-Beitritt hat mit Sicherheit keine Stärkung unserer unabhängigen Position gebracht, sondern er dürfte eher den Eindruck verschärft haben, dass auch die Schweiz sich endlich internationalen Organisationen öffnet und damit ganz allgemein weniger eigensinnig und anpassungsfähiger geworden ist. Durch den Uno-Beitritt hat die Schweiz ihre Stellung nicht gefestigt, sondern aufgeweicht, weil sie von ihrer institutionellen Eigenständigkeit abrückte, auf Distanz ging zu ihrem Erfolgsmodell. Abstieg in die Normalität.
Roger Köppel in der WeWo9.12, Seite 5.
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Freitag, 5. August 2011
Unabhängigkeit in einer Beziehung
Meiner letzten Freundin habe ich immer alles erzählt. Paare müssen miteinander reden. Ich glaube, selbst sogenannt stabile Liebesbeziehungen laufen heute anders als früher. Das Konzept der Ehe ist überholt.
Ich sehe Paare, die auf der Plage den ganzen Tag miteinander kein Wort reden. Menschen, die eine rein strategische Beziehung führen, vielleicht weil sie Kindern haben oder aus finanziellen Gründen. Ich will nicht wie diese Paare enden, unglücklich aneinandergekettet.
Man darf sich nicht einschränken lassen. Man muss seine Passionen ausleben, die Ehe ist nicht die Krönung des Lebens. Anderseits soll man sich auch nicht gleich scheiden lassen, wenn die Frau einen Seitensprung macht. Erotische Abenteuer gehören nun mal zum Leben.
Und die Eifersucht? Der Mensch seht sich doch nach einer verlässlichen Partnerschaft, nach etwas Ruhe in den Sturmfluten der Liebe.
Es gibt keine Ruhe. Ich sehe die Ehe als etwas Aktives. Man erobert gemeinsam die Welt, man reist, erlebt Abenteuer. Man ist zusammen und gleichzeitig bleibt man unabhängig. Ich kann nicht leben ohne das Gefühl der Unabhängigkeit. Sonst hätte ich einen anderen Beruf gewählt, die Hälfte des Jahres möchte ich machen, was ich will. Diesen Winter reise ich mit einem Kumpel zum Surfen nach Australien. Nein, meine Unabhängigkeit lasse ich mir nicht nehmen.
Möchten Sie Kinder?
Klar möchte ich eines Tages Kinder. Aber ich kann auch Kinder haben, ohne dass sie mich daran hindern, die Welt zu entdecken oder in anderen Städten zu leben.
Damien, 30, ist Bademeister in Nizza, im Interview von Miklos Gimes im Magazin 27/2011, Seite 10.
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Sonntag, 26. Juni 2011
geschwächter Export als Preis der Unabhängigkeit
...die schlichte Tatsache, dass unser Land zu klein ist, um sich alleine gegen die globalen Marktkräfte aufzulehnen. Der Schweizerfranken ist zum Spielball der Dollarschwäche und der Euro-Krise geworden. Das ist der Preis, den das Land in der jetzigen Lage für den europapolitischen Alleingang bezahlt. Absolute Autonomie gibt es in einer wirtschaftlich derart eng verflochtenen Welt nicht; die Unabhängigkeit ist nur relativ, relativ zur Macht der andern.
Felix E. Müller in der NZZaS vom 26.6.2011, Seite 15.
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Mittwoch, 13. April 2011
Freisinn (Wesen/Definition)
Freisinn steht für Freiheit und Eigenverantwortung. Freiheit bedeutet die grösstmögliche Abwesenheit von staatlichem Zwang. Die ¬Bürger sollen darüber entscheiden, was sie ¬selber betrifft. Sie sind die Urheber der Ge¬setze, denen sie sich unterwerfen. Das ist frei¬sinnig, und deshalb war der Freisinn auf der Seite der unabhängigen Schweiz und ihrer Grundwerte: direkte Demokratie, Föderalismus, Neutralität. Dafür setzte er sich ein ohne Wenn und Aber.
Der Freisinn steht für Freiheit: schlanker Staat, tiefe Steuern und Abgaben, keine Behinderungen für Unternehmen und Gewerbe. Die Grundlage der Freiheit ist die Unabhängigkeit der Schweiz. Es geht nicht um Nationalismus, es geht um die Bewahrung der direkten Demokratie und der eigenen Verfassung. Der EU-Beitritt ist keine freisinnige Option.
Rückkehr zu den Grundwerten, mehr Eigenverantwortung und Freiheit, weniger Staat, bedingungsloser Einsatz für die Unabhängigkeit, SVP minus Landwirtschaft.
Roger Köppel in der WeWo14.11, Seite 5.
Donnerstag, 31. März 2011
Frauen opfern Unanbhängigkeit von Roche
Innert 4 Jahren verlor Maja Oeri die Hälfte ihres Vermögens (1bn CHF). Jetzt tritt sie aus dem Aktionärspool aus. Damit verliert die Allianz der Roche-Erben das alleinige Sagen.
Paul Sacher galt als autoritärer Familienherrscher und war während 20 Jahren an der Macht. Gemäss Basler Klatsch befand er Frauen nur für eines als wirklich brauchbar. Zusammen mit Fritz Gerber als Konzernchef und Verwaltungsratspräsident garantierte er die Stabilität von Roche. In all den Jahren unter Sacher und Gerber hatte die junge Generation nichts zu sagen, die Frauen schon gar nicht. Das hat schon zu Frustration geführt.
In Anlehnung an Birgit Voigt in der NZZaS vom 27.03.2011, Seite 37.
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Donnerstag, 3. Februar 2011
SRG SRF
durch Zwangsgebühren finanzierter Staatsrundfunk - Monopol - beisst nicht in die Hand die ihn füttert
unabhängig? kritischer Journalismus?
Helmut Hubacher forderte von der SRG, dass sie lediglich eine Infrastruktur zur Verfügung stellt.
Die Feststellung löste in der neuen SRG-Führung offenbar allergische Reaktionen aus, aber Hubacher sieht es richtig: Der staatliche Rundfunk ist kein Zensursystem, das aus allen politischen Äusserungen die den SRG-Journalisten genehmen herausfiltert. Stattdessen hat die SRG die einmalige Gelegenheit, eine Plattform zu bieten für den echten Streit ums beste Argument.Roger Köppel in der WeWo3.11, Seite 5.
Freitag, 12. November 2010
Schiefergas krempelt den globalen Klimaschutz um
Neu kann man Schiefergas fördern - und zwar zweieinhalb mal soviel wie die vermuteten Vorräte an konventionellem Gas.
Die Schiefergas-Revolution könnte den erneuerbaren Energien den Todesstoss versetzen. Bei sinkenden Energiepreisen dank billigem Gas lohnen sich Investitionen in Wind, Sonne und Erdwärme noch weniger als heute. Kommt dazu, dass sich die Gasproduzenten selber als Klimaschützer sehen, da Gas der fossile Brennstoff mit der geringsten CO2-Belastung ist. Tatsächlich wäre für den Klimaschutz wohl mehr erreicht, wenn man möglichst viel Öl und Kohle durch Gas ersetzen würde, statt den Ausbau ineffizienter erneuerbarer Energien voranzutreiben.
Schiefergas bietet aber auch Chancen, die weit über den Energiemarkt hinausgehen. «Es wird die Weltpolitik verändern», schrieb Energieexpertin Amy Jaffe. Wenn sich osteuro- päische Staaten wie Polen oder die Ukraine selber mit Gas versorgen und weniger russische Lieferungen benötigen, sind sie nicht mehr gezwungen, Moskau politisch zu dienen. Auch der Einfluss von ölexportierenden Ländern würde schwinden, wenn billiges Gas dominiert. Freiheitliche Staaten wären dank eigenem Gas oder Importen aus den USA nicht mehr gezwungen, mit ihren Öleinkäufen zwielichtige Regimes am Leben zu erhalten. Gegenüber Problemstaaten wie Venezuela oder Iran könnte der Westen politisch härter und kompromissloser auftreten.Alex Reichmuth in der WeWo40.10, Seite 44.
Beeindruckend, wie eine neue wissenschaftliche Entdeckung, eine neue Art der Rohstoffförderung, die Weltpolitik beeinflussen kann.
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Sonntag, 28. Februar 2010
Amerikoliberianer
Nach Afrika zurück gekehrte Sklaven werden selber zu Sklavenhaltern und schaffen so die Grundlage der Apartheid der Buren.
1821 legte ein Schiff der American Colonization Society (ACS) in Monrovia an, der heutigen Hauptstadt Liberias. Ihr Agent: Robert Stockton.
«Diese Amerikoliberianer kennen aus eigener Erfahrung nur einen Typ von Gesellschaft – die Sklavengesellschaft in den Südstaaten Amerikas.» Liberia setzt die Sklavenordnung fort – mit dem einen Unterscheid, dass die ehemaligen Sklaven die Herren sein werden und die Angehörigen der einheimischen Stämme versklaven.
Die Beziehungen zwischen der autochthonen Bevölkerung und den Afroamerikanern waren von Anfang an schwierig und feindselig. Nach der Unabhängigkeit reklamieren die Amerikoliberianer exklusiv für sich das Recht, Bürger des Landes zu sein. Den übrigen Menschen – das sind 99 Prozent der Bevölkerung – sprechen sie diesen Status ab. «Nach ihren Gesetzen sind die Einheimischen nur tribesmen, Menschen ohne Kultur, Wilde und Heiden.»
Peter Keller in der WeWo7.10, Seite 68f.
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Freitag, 1. Januar 2010
Werte der EU-Skeptiker
Globalisierung fördert den Exekutivstaat und entwertet Parlament und Volksrechte.
Die schweizerische Stimmbürgerschaft ist eigensinnig und republikanisch. Sie ist misstrauisch gegenüber zu viel Staat und Big Government, gegenüber Zentralisierung und selbstherrlich bürokratischer Geschäftigkeit.
Sie schätzt die Unabhängigkeit des Landes, Neutralität, kleinräumiger Föderalismus, bescheidene Bürokratie und die direktdemokratische Kontrolle der Eliten.
Direkte Demokratie sorgt dafür, dass die politischen Eliten das Volk nicht so nehmen können, wie sie es gerne hätten, sondern so nehmen müssen, wie es ist.
Wolf Linder in der NZZaS vom 27.12.09, Seite 18f.
Montag, 31. März 2008
Medienlandschaft Schweiz
Wenn die Medien eines Landes auf das Wohlwollen und die Konzessionen der politischen Behörden angewiesen sind, hat dies nichts mehr mit Medienfreiheit zu tun.
In Anlehnung an Christoph Blocher auf Tele Blocher vom 15.3.08.
In Anlehnung an Christoph Blocher auf Tele Blocher vom 15.3.08.
Mittwoch, 20. Februar 2008
unabhängiger Kosovo
Die Schweiz wird bald die Unabhängigkeit des Kosovo anerkennen. Das ist gut so.
Grundsätzlich sollte jede Region, welche ein Unabhängigkeitsbedürfnis verspürt, selbstständig werden dürfen. So also auch die Völker im Baskenland oder im Südkaukasus. Noch weiter gedacht: Wenn sich in der produktiven Deutschschweiz eine Mehrheit finden lässt, die nicht mehr Bern, die Romandie und das Tessin durchfüttern möchte, sollte dies auch dieser Region möglich sein.
Ok, Kosovo unabhängig: super Sache. Stossend bleibt aber die offensichtlich schlechte Integration der 200'000 in der Schweiz wohnenden Kosovaren (=10% (!) sämtlicher 2 Mio. Kosovaren): In den Ghettos wie Winterthur-Töss tanzten sie auf den Strassen, fuhren in ihren 3er-BMWs mit ihrer (?) "...auf rotem Grund ein schwarzer Adler..."-Flagge rum, etc.
Der Doppelpass - die Ursache der schlechten Integration- gehört abgeschafft, Integrationsunwillige ausgeschafft!
Anmerkung: Die Kosovaren sind grösstenteils immigrierte Albaner, hat auch noch ein paar "richtige" Serben drunter (Fremde im eigenen Land).
Begründen sollte man diesen Schritt nicht mit dem Selbstbestimmungsrecht der Kosovaren, sondern einfach mit der Tatsache, dass die frühere serbische Staatsgewalt in Kosovo nicht mehr vorhanden, diejenige der kosovarischen Behörden dagegen wirksam ist.Wieder mal der billigste - und konfliktfreieste - Weg. Also passt er zur Schweiz.
mhf in der NZZaS vom 17.2.08, Seite 19.
Grundsätzlich sollte jede Region, welche ein Unabhängigkeitsbedürfnis verspürt, selbstständig werden dürfen. So also auch die Völker im Baskenland oder im Südkaukasus. Noch weiter gedacht: Wenn sich in der produktiven Deutschschweiz eine Mehrheit finden lässt, die nicht mehr Bern, die Romandie und das Tessin durchfüttern möchte, sollte dies auch dieser Region möglich sein.
Ok, Kosovo unabhängig: super Sache. Stossend bleibt aber die offensichtlich schlechte Integration der 200'000 in der Schweiz wohnenden Kosovaren (=10% (!) sämtlicher 2 Mio. Kosovaren): In den Ghettos wie Winterthur-Töss tanzten sie auf den Strassen, fuhren in ihren 3er-BMWs mit ihrer (?) "...auf rotem Grund ein schwarzer Adler..."-Flagge rum, etc.
Der Doppelpass - die Ursache der schlechten Integration- gehört abgeschafft, Integrationsunwillige ausgeschafft!
Anmerkung: Die Kosovaren sind grösstenteils immigrierte Albaner, hat auch noch ein paar "richtige" Serben drunter (Fremde im eigenen Land).
Serben und Albaner sind nicht für Versöhnlichkeit bekannt, eher für ein unbarmherziges Gedächtnis.
Andreas Ernst in der NZZaS vom 17.2.08, Seite 5.
Montag, 17. Dezember 2007
stolze Schweizer
86 Prozent sind stolz auf die SchweizIch kann das nicht verstehen:
Stolz ist man vor allem auf die Neutralität (93 Prozent), die Unabhängigkeit (91 Prozent), die Volksrechte (88 Prozent), das Zusammenleben der verschiedenen Sprachgruppen (86 Prozent) sowie die Bundesverfassung (84 Prozent). (Tagi)
- Wir haben immer noch so viele Missstände und haben lähmende Kräfte in unserem Land, die sich notwendigen Fortschritten quer stellen.
- Was kann man dafür, Schweizer zu sein? Stolz ist doch an Leistung gebunden, nicht?
- Grenzen - zumindest die heutigen geographischen - machen nicht sonderlich Sinn. Stolz kann sich doch nur bei engeren gemeinsamen Nennern entwickeln, als es die Schweiz hat. Vor lauter Pluralismus finden sich kaum herausragende übereinstimmende Werte.
- Neutralität: Ist nicht einzigartig und mit der "aktiven Neutralität" auch stark relativiert.
- Unabhängigkeit: Brüssel übt immer mehr Diktat auf die Schweiz aus, bspw. stille Übernahme von europäischen Gesetzen.
- die Volksrechte: Die Bundesratswahlen zeigten: Das Volk darf zwar wählen, doch ob dann auch die Regierung danach zusammengesetzt wird, bleibt offen.
- das Zusammenleben der verschiedenen Sprachgruppen: Super, was bringt das, ausser Komplikationen?
- die Bundesverfassung: Standard in modernen Staaten, nichts besonderes.
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