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Donnerstag, 1. März 2012

Chinas Abgeordnete reicher als jene der USA

Die 70 reichsten Abgeordneten des Nationalen Volkskongresses kamen im vergangenen Jahr zusammen auf ein Vermögen von 89.8 Milliarden Dollar. Das sind 11.5 Milliarden mehr als im Jahr zuvor. Diese Zahlen gehen aus dem «Hurun Report» hervor, der chinesischen Variante der «Forbes List». Zweifellos ist die die chinesische Legislative damit das reichste Parlament der Welt. Und mit 2987 Abgeordneten übrigens auch das grösste.

«Bloomberg» hat versucht, die Zahlen einzuordnen: Allein der Mehrverdienst besagter 70 Abgeordneten 2011 übersteigt das Gesamtvermögen aller 535 Mitglieder des US-Kongresses, des Präsidenten und seines Kabinetts sowie der neun Richter am Obersten Gerichtshof. Der vermögendste US-Parlamentarier ist der 58-jährige Darrell Issa. Der Republikaner aus Kalifornien soll 700 Millionen Dollar schwer sein. In der grossen Halle des Volkes zu Peking reicht das gerade einmal für Platz 40.
20min vom 01.03.2012

Freitag, 24. Februar 2012

Wohlstand durch Wachstum, nicht Moralismus

Die derzeitige Krise in den westlichen Industrieländern hat nur wenig mit dem Kapi­talismus als Wirtschaftssystem zu tun. Sie ist vielmehr die Folge davon, dass die heute unter Arbeitslosigkeit und Schuldenlast ächzenden Länder ihre Wirtschaftspolitik statt auf Wachstum vermehrt auf Gerechtigkeit und Gleichheit ausrichteten. Dabei wurde ein Teil der wachstumsfördernden Elemente des Kapitalismus zerstört. Kapitalismus funktioniert gut, solange der Einzelne seine Aktivitäten relativ frei wählen, sich an den Produktionsmitteln beteiligen und für seine Leistungen eine Belohnung einstreichen kann. Fehlen die Anreize für Innovation, für hartes Arbeiten und ein intelligentes Einsetzen der Produk­tionsfaktoren, stagniert die Wirtschaft.

Mit steigendem Wohlstand sind diese zentralen Elemente des Kapitalismus immer mehr in Vergessenheit geraten. Dafür rückten moralische Aspekte in den Fokus der Politik. Immer mehr wird von den Staaten eine Verbesserung der Einkommens- und Vermögensverteilung, ein weiterer Ausbau der Sozialpolitik oder mehr Gerechtigkeit gefordert. Die Staatsausgaben und Schulden der Länder, die diese Zielsetzungen auf ihre Fahne geschrieben haben, sind in der Folge überdurchschnittlich gestiegen. Trotzdem lässt sich weder eine Verbesserung der Einkommens- oder Vermögensverteilung noch mehr Gerechtigkeit ausmachen. Dafür ging das Wachstum zurück, die Arbeitslosigkeit nahm zu, und die Schuldenlast wurde erdrückend. Was ist schiefgelaufen?

Problematisch sind auch die zunehmenden Eingriffe des Staates in die Ausbildung. Die in vielen Ländern zu beobachtende Tendenz, die Ausbildung ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse der Wirtschaft zu gestalten, hat die Jugendarbeitslosigkeit verschärft. Es gibt kein überzeugendes Argument, weshalb Bürokraten besser als Manager in der Lage sein sollten, die Ausbildungskriterien festzulegen.

Kurt Schiltknecht in der WeWo7.12., Seite 16.

Freitag, 13. Januar 2012

Politische Korrektheit bremst unsere Gesellschaft

Wer mir weismachen will, dass Frauen gleich wie Männer oder alle Kulturen ebenbürtig sind, reizt mich zum Widerspruch. Und wenn ich höre, Begabtenförderung untermaure lediglich soziokulturelle Vorurteile, sehe ich rot. Solche bequemen Denkmodelle verneinen die wunderbare Komplexität unserer menschlichen Gemeinschaft. Politische Korrektheit ist eine Geissel unserer Demokratien und eine Gefahr für die Wissenschaft.
Gottfried Schatz, Biochemiker, im Interview von Alex Reichmuth in der WeWo2.12, Seite 46.

Samstag, 3. September 2011

Südkoreanische Abscheu von Nordkorea

Die Südkoreaner sehen die Nordkoreaner kaum noch als ihre Brüder und Schwestern, und die Katastrophe im Norden ist ihnen auch ziemlich egal. Sie haben Angst, dass eine Wiedervereinigung den Süden seinen Wohlstand kosten würde.
Kim Sang Hun, südkoreanischer Menschenrechtsaktivist 
Viele Südkoreaner sehen nordkoreanische Flüchtlinge als Alkoholiker, tendenziell kriminell, arbeitsscheu und abhängig von Regierungsunterstützung.
Studie der NGO International Crisis Group
Nordkoreaner finden im Süden nicht das Leben, welches sie sich erhofft haben. Dazu erfahren sie noch die Verachtung ihrer neuen Mitmenschen. Das drängt sie zusätzlich ins Abseits.

Diese Spannungen im Süden treten auf bei 20'000 Flüchtlingen aus dem Norden. Das sind 0.05% der nordkoreanischen Bevölkerung.

In Anlehnung an Bernhard Bartsch in der NZZaS vom 28.8.11, Seite 6.

Freitag, 19. Februar 2010

tolerierte Überflutung durch eine Ideologie des Hasses

Der Preis der Freiheit bedeutet ewige Wachsamkeit.
Thomas Jefferson

Ich denke dass die freien Menschen die Pflicht haben, nicht nur das Recht sondern die Pflicht, sich dafür einzusetzen und etwas zu sagen ,wenn sie sehen, dass ihre Freiheit und die ihrer Kinder bedroht wird. Ich glaube, dass unsere Freiheit in Gefahr ist, also gibt es für mich keine Alternative als sie zu verteidigen.

Ich [Geert Wilders] führe einen Kampf für jeden freien Mann und jede freie Frau auf dieser Welt, die ihre eigenen Werte behalten möchten, Redefreiheit, das Recht der freien Meinungsäußerung und Gleichheit für die nachfolgenden Jahrhunderte.

Die Probleme hier sind importiert als Folge der Überflutung von Europa mit Immigranten aus dem Maghreb und dem Nahen Osten. Wir importieren eine Ideologie, die sich nicht in unsere Gesellschaften assimilieren und integrieren will, sondern die dominieren will, keinen Respekt zeigt, wenn nicht sogar hasserfüllt ist.
...eine Ideologie voller Hass, die gegen alles steht, was für uns wichtig ist.

Die [regierenden, linken] Parteien haben die multikulturelle Gesellschaft erfunden, sie sind die Väter aller Probleme, die wir heute haben und sie sind nicht scharf darauf zuzugeben, dass sie sich geirrt haben. Sie sind politisch auch sehr stark abhängig von den Wählerstimmen der Immigranten in den Niederlanden. Also die Kombination aus allen diesen Faktoren und die Idee des kulturellen Relativismus, die Idee dass alle Kulturen gleichwertig seien ist ein großes falsches Konzept, das sehr vorherrschend wurde und es ist sehr schwierig das alles zu ändern.

Wir sind und ich glaube das ist unser Nachteil, begründet auf Konsens. Wir sind jedem gegenüber tolerant, sogar gegenüber den Intoleranten und ich finde wir sollten aufhören tolerant zu sein gegenüber den Intoleranten und wir sollten stattdessen damit anfangen tolerant zu den Toleranten zu sein.

Geert Wilders für EuropeNews, übersetzt von LIZ, veröffentlicht auf winkelried.info

Samstag, 14. November 2009

untaugliche Sozialdemokratie

Könnte man nicht mit guter Planung die Volkswirtschaft zu einem sicheren Ort machen, ohne Krisen, ohne Not und mit annähernder Gleichheit der Menschen? Alles gehört allen, jeder gibt nach seinen Kräften, jeder nimmt nach seinen Bedürfnissen.
Beat Kappeler in der NZZaS vom 8.11.09, Seite 47.
Nein, kann man nicht. Causa homo homini lupus.
Im Sozialismus gibt es nun mal nichts Privates. Alles betrifft das Kollektiv, alles regelt das Kollektiv, alles kontrolliert das Kollektiv. Der Staat ist die obligatorische Vormundschaftsbehörde. Für alle.
Ordnungspolitischer Blog

Die Menschen vor sich selbst zu schützen, ist eine schöne, aber tendenziell totalitäre Idee, die am Ende zu einer Auslagerung jeder Verantwortung führt.
Ludwig von Mises
Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends.
Sir Winston Churchill
Wenn die Mutter ihrem Kind das Allerbeste wünscht, ist diese Mutter ein guter Mensch. Wenn der Staat für seine Bürger das Allerbeste anordnet, ist er ein Tyrann.
Paul Kirchhof

Staatliche Planung der Formen – ja; staatliche Planung und Lenkung des Wirtschaftsprozesses – nein. Den Unterschied von Form und Prozess erkennen und danach handeln, das ist wesentlich. Nur so kann das Ziel erreicht werden, dass nicht eine kleine Minderheit, sondern alle Bürger über den Preismechanismus die Wirtschaft lenken können.
Walter Eucken

Alles, was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, daß sie es von anderen haben wollen.
Konrad Adenauer

Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen, der hat auch das Recht, Steuern zu sparen.
Harald Schmidt

Die Disziplin der Marktwirtschaft gründet sich auf knappes Geld, funktionsfähigen Wettbewerb, rechtsstaatliche Regeln, verlässliche Behörden und Gerichte. Vereinfacht gesagt: Milton Friedman + Kartellamt + Konkursrecht.
Gerhard Fel

Wer sich in schlechten Zeiten den Staat ins Boot holt, wird ihn in guten Zeiten kaum mehr vom Steuer verdrängen können.
Walter Scheel

Jede Leistung des Staates beruht auf einem Verzicht des Volkes.
Ludwig Erhard

Da bin ich der Meinung, dass ebenso wie der Schiedsrichter nicht mitspielen darf, auch der Staat nicht mitzuspielen hat [...] Was ich mit einer marktwirtschaftlichen Politik anstrebe, das ist – um im genannten Beispiel zu bleiben – die Ordnung des Spiels und die für dieses Spiel geltenden Regeln aufzustellen.
Ludwig Erhard

Sozialdemokratie in der Praxis bedeutet, wenn A und B entscheiden, ob C D oder D C finanziell zu unterstützen habe und in welcher Höhe.
Henry L. Mencken

Wir haben ein System, das zunehmend Arbeit besteuert und Erwerbslosigkeit bezuschusst.
Milton Friedman

Ich bin nicht wirtschaftsfreundlich, ich bin für freie Marktwirtschaft, was etwas ganz anderes ist.
Milton Friedman

Freitag, 13. Februar 2009

Die sympathische Seite Couchepins

Couchpin warnt vor
  • den Gefahren der Gleicheit aller,
  • von der Macht der Masse und
  • dem Einfluss von Partikularinteressen
  • die "Tyrannei der Mehrheit". Er kritisiert
  • das "scharfe mehrheitsdemokratische Schwert"
  • "die Macht der numerischen Mehrheit", 51 Prozent könnten entscheiden, wohin das Land gehen soll.
Urs Paul Engeler in der WW42.07, Seite 39

Montag, 12. Mai 2008

3 Bildungsdimensionen

  1. individuelle Leistungsvoraussetzungen: Begabung und Einsatz
  2. bildungssystemendogene Rahmenbedingungen: Lehrpläne, Finanzierungsmodi und Übertrittsbedingungen, sowie schulische Faktoren (Qualität des didaktischen und methodischen Konzepts, der unterrichtlichen Umstezung, der Lehrkräfte sowie der infratrukturellen Ausstattungen)
  3. bildungssystemexogene Rahmenbedingungen: soziale Einflussgrössen (soziale Schichten, das häusliche Milieu) sowie Gegebenheiten wie Geschlecht, Nationalität und Wohnort.
Deshalb ist für die Schule nicht "Chancengleichheit" das realistische und sinnvolle Ziel, sondern die Gewährleistung von "guten Chancen".

Roland Waibel in der NZZaS vom 11.5.08, Seite 23.

Donnerstag, 10. Januar 2008

allgegenwärtiger Rassismus in Afrika

Westler bedauern die Unruhen in Kenia, wobei "dieses Land doch eine solch vorbildliche Demokratie" sei/gewesen war. Die Wahlfälschungen lösten die Unruhen aus, in einem sonst stabilen und fortschrittlichen Land.

Falsch! Es gibt keine wirklichen Demokratien in Afrika. Schade, denn die vermeintliche Gleichheit aller (negrid) wäre doch eine hervorragende Voraussetzung dafür. Dies ist aber nur die undifferenzierte Sicht aus der Ferne. Die ethnischen Unterschiede in Afrika sind enorm. Unzählige Stämme kämpfen um die Vorherrschaft ("tribalistischer Sprengstoff"). Dies kann in schlimmsten rassistisch motivierten Genoziden (Hotel Ruanda) enden. Der jeweilige Präsident verkörpert den Sieg einer ethnischen Gruppe. Wahlfälschungen stellen da nur eine weitere Einladung dar, die Machtverhältnisse gewaltsam zu kippen.

Inspiriert von David Signer in der Weltwoche 2.08.

Mittwoch, 14. November 2007

Wir sind nicht gleich

"Alle Menschen sind gleich geschaffen", so steht es in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Diese Ansicht bildet die juristische Grundlage "moderner" Staaten. Doch sie ist falsch.
  • Larry Summers, der frühere Harvard-Präsident, referierte öffentlich über Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Trotz Entschuldigung, verlor er seinen Job.
  • James Watson erhielt 1962 den Medizin-Nobelpreis für die Entdeckung der Doppelhelix-Struktur der DNA. Mit dem Beweisen der Ungleichheit verlor er Ruf und Posten: "Ich bin pessimistisch, was die Zukunft Afrikas anbelangt. Unsere ganze Politik basiert auf der Tatsache, dass sie so intelligent sind wie wir - aber alle Tests sagen, dass dem nicht so ist." Er konzentriert sich bei seinen Forschungen auf die unterschiedliche Intelligenz, anhand des IQ.
Zu den Durchschnitten der IQ-Punkten, getrennt nach verschiedenen ethnischen Gruppen:
in Amerika lebende...
  • Schwarze: 85 IQ-Punkte
  • Asiaten: 106 IQ-Punkte
  • Weisse: 100 IQ-Punkte
  • Schwarzafrika, südlich der Sahara: 70 IQ-Punkte
  • Aschkenasim, ost- und mitteleuropäische Juden: 112 IQ-Punkte
40% der amerikanischen Nobelpreisträger in Wissenschaft und Wirtschaft sind Juden (Gregory Cochran in der WW44.07, Seite 30.).

Die Erklärung findet sich in der "Out-of-Africa"-Theorie:
Mit dem Auszug aus Afrika handelten sich die Auswanderer jedoch ausgesprochen harschen und fordernde Umweltbedingungen ein. Während in Afrika ein mildes Klima und eine reiche Auswahl an pflanzlichen Nahrungsmitteln das Bild beherrschten, machten in den nördlichen Zonen kalte Winter und eine sprödere Vegetation das Überleben schwer. Die Notwendigkeit, das Feuer zu perfektionieren, Brennmaterial zu horten, Grosswild zu jagen, Nahrung zu speichern, warme Kleidung zu kreieren und den Nachwuchs selbst in eisigen Wintern durchzubringen, löste einen neuen Selektionsdruck aus: Gene, die eine höhere Intelligenz, mehr Selbstkontrolle und eine gehemmte Sexualität begünstigten, behaupteten sich nun im Daseinskampf. Da die Konditionen in Nordasien noch härter waren, bildeten sich diese Züge dort noch stärker aus.
Rolf Degen in der WW44.07, Seite 28ff.
Jedoch ist die Aussagekraft des IQ beschränkt:
  1. Von den 15'000 bis 20'000 Genpaaren, die es gibt, sind nur 6, oder 0,03 Prozent, mit der Hautfarbe verknüpft (Spiegel).
  2. Ein hoher IQ bedeutet nicht, dass die entsprechende Person auch besser dem Alltag gewachsen ist, was sich z.B. im schlechten Umgang mit Geld zeigen kann.
Stossend an der ganzen Geschichte sind zwei Punkte:
  1. Kluge und angesehene Leute werden gesellschaftlich geächtet, wenn sie die Annahme der "Totalen Gleichheit" falsifizieren.
  2. Die gleichen Linksliberalen, die den Rassebegriff ablehnen, treten oft für Quotenregelungen (Affirmative Action) ein, bei denen Minderheiten ausschliesslich auf Basis ihrer Hautfarbe gefördert werden (Degen).

Sonntag, 19. August 2007

Auftrag des Sozialstaates

Der Auftrag des Sozialstaates ist es, den Schwächeren die Chance zu eröffnen, eine selbstständige Existenz aufzubauen. Stattdessen ist er zum Instrument einer umfassenden Sozialpolitik geworden mit zwei Zielen. Erstens: Korrektur marktwirtschaftlicher Prozesse, Enteignung. Zweitens: Gleichschaltung der Gesellschaft, Einebnung von Unterschieden, Gleichheit.
Roger Köppel in der Weltwoche 32.07 auf Seite 66 zitiert Walter Schmitt Glaeser in der Frankfurter Allgemeinen.