- Kunst: Kunstwerke seien schlechte Investments, weil ein Teil der Rendite psychologischer Natur sei
- Terror: Abschreckung bringe wenig, sinnvoller seien Resozialisierungsmassnahmen
- Wirkung von Leistungslöhnen: sie könnten kontraproduktiv sein, weil die Eigenmotivation sinkt
- Macht Geld glücklich? Ja, bis zu einem gewissen Mass.
- Macht Schönheit glücklich? Ja, aber nicht sehr. Andere Faktoren sind wichtige
- Warum schauen wir so häufig fern? Weil der Nutzen des TV-Konsums sofort eintritt, während die Nachteile erst später spürbar werden.
- Warum sind die Schweizer so glücklich mit ihrem Staat? Wegen der direkten Demokratie, die die Freiheit der Bürger erhöht.
- Warum sind Selbständige glücklicher als Angestellte, die im Schnitt weniger arbeiten und mehr verdienen? Weil ihnen Autonomie wichtiger ist als der Lohn.
- «Rational Choice» (eine Theorie, mit der Ökonomen politische Vorgänge erklären wollen). Als junger Professor wies Frey empirisch nach, dass staatliche Eingriffe – anders als von Keynesianern gepredigt – die Wellentäler der Konjunktur nicht einebnen, sondern im Gegenteil wesentlich zum Auf und Ab der Wirtschaft beitragen.
Sonntag, 13. Mai 2012
Bruno S. Freys Glücksforschung
Samstag, 3. September 2011
Mad Men - gute alte Zeiten
Was Sie Liebe nennen ist von Leuten wie mir erfunden worden, um Strümpfe zu verkaufen.
Donald Draper, Hauptperson
Hauptschauplatz ist die Werbeagentur Sterling Cooper in New York zu Beginn der sechziger Jahre. Sterling Cooper sitzt, wie alle erfolgreichen Werbefirmen New Yorks, an der Madison Avenue. Daher der Titel der US-Serie. Die Werber sind fast durchgehend weiss und männlich, rauchen so unaufhörlich, dass einem beim Zusehen die Augen tränen, und genehmigen sich schon morgens einen Whisky. Über Mittag treffen sie sich häufig mit heimlichen Geliebten, abends ist ein Abstecher in den Strip-Klub beliebt, bevor sie nach Hause in die Vorstadt fahren.
Sehnsucht nach der Frau von früher
Das weibliche Personal der Agentur ist vorwiegend zum Tippen und zur Versorgung der Männer angestellt. Ausserdem sehen die Männer gern und unverhohlen auf die Brüste in den spitzen Büstenhaltern. Pose ist wichtiger als Inhalt, Stil erfolgreicher als Haltung. Die schamlos und genüsslich zelebrierte Entwürdigung von Frauen, die ungenierten Witze über Juden und Schwule, eine Moral, die von politischer Korrektheit Jahrhunderte entfernt scheint.
Es gibt diese männlich geprägte Hierarchie ja nach wie vor, sie ist nur nicht mehr so sichtbar. Ich denke, das ist ein Grund, warum die Serie so viele Menschen anspricht. Das Verhältnis zwischen Mann und Frau ist fairer, aber auch komplizierter geworden. Jetzt muss man diese komischen Verhandlungen führen. Viele Männer fühlen sich heute entmannt und wertlos. Sie wollen ihre Familien ernähren und die Entscheidungen fällen. Da gibt es eine ziemliche Nostalgie.Beatrice Schlag in der WeWo34.11, Seite 62f.
Jon Hamm spielt Don Draper
Montag, 16. Mai 2011
Qualität von Social Media Inhalten
Die «Generation Internet» sieht Unterhaltungsserien, Info-Channels und Dok-Filme, welche sie sich von verschiedenen Anbietern runterlädt, auf mobilen Geräten an. Dazu braucht es kein staatlich finanziertes Fernsehen.
In der Tat. Vorgesetzte Formate für passive Konsumenten verlieren an Attraktivität. Die Aufmerksamkeitsspanne der Jungen wird zunehmend auf Youtube-Einheiten zurückgestutzt. Dazu kommt die Forderung nach TV-on-Demand und Interaktivität wie Verlinkung, Kommentierung und Konversation. Da hat das traditionelle Fernsehen einen schweren Stand.
Untersuchungen haben ergeben, dass zwischen 50 und 60% der jüngeren Nutzer tatsächlich Inhaltsproduzenten sind. Die Frage ist, wie kreativ sind diese Inhalte. Von «Ich bin in der U-Bahn» bis hin zur genialen Politsatire ist alles möglich. Die Qualität variiert stark und hängt vom sozioökonomischen Hintergrund ab, denn Teilhaben setzt Bildung voraus.
Urs Gasser, Schweizer Harvard-Professor im Interview von Daniel Puntas Bernet in der NZZaS vom 15.5.11, Seite 36f.
Samstag, 25. Dezember 2010
Robinvest
Blochers Beratungsfirma Robinvest wurde Mitte 2008 gegründet. Sie beschäftigt acht Mitarbeiter. Seit 2008 hat sie zwölf Mandate abgewickelt, meist Sanierungsfälle in Bereichen wie Elektronik und Maschinenbau. Manchmal beteiligte sie sich an den beratenen Unternehmen, manchmal wie in Basel auch nicht. Von den zwölf Mandaten wurden zehn erfolgreich abgeschlossen. In einem Fall blieb nur die Liquidation. In einem anderen Fall, bei der Filmproduktion Lobster TV, ist der Ausgang noch offen, nachdem Mitte Jahr ein Management-Buyout durchgeführt wurde.
Kurt W. Zimmermann in der WeWo46.10, Seite 33.
Italiens Analphabeten
- völlige Analphabeten: 2 Mio.
- Halb-Analphabeten (können ihren Namen schreiben aber nicht lesen): 13 Mio.
- sekundäre Analphabeten (konnten einmal lesen und schreiben, haben es aber wieder verlernt): 15 Mio.
30 Mio. Einwohner, also die Hälfte der Italienern, informieren sich ausschliesslich über das Fernsehen.
Tullio De Mauro, Linguist, in seinen Untersuchungen von 2008 zum Bildungsstand in Italien. Zitiert von Peter Hartmann in der WeWo45.10, Seite 55.
Samstag, 6. November 2010
mächtige Fox News
Fox News ist nicht bloss Wahlkampfhelfer der Republikaner. Der TV-Sender ist Murdochs Goldesel. 700 Millionen Dollar Gewinn soll der Sender in diesem Jahr machen. Der Meinungssender zählt heute mehr Zuschauer als CNN, MSNBC und CNBC zusammen. Ein früherer Redenschreiber Bushs sagte dazu: «Wir Republikaner dachten, Fox arbeite für uns. Nun erkennen wir, wir arbeiten für Fox.»
Gordana Mijuk in der NZZaS vom 24.10.2010, Seite 28f.
Montag, 21. Dezember 2009
Hier muss der Markt Einzug halten
- Landwirtschaft: Marktöffnung gegenüber Importen
- Sendekonzessionen: Das Gefallen-Wollen vor irgendwelchen Chefbeamten und Moritz Leuenberger ödet an.
- Buchpreisbindung: Wer bestimmt, was kulturell wertvoll ist und deshalb quersubventioniert werden soll?
- Milchmarkt: Man schafft ein Wettbewerbsgesetz und toleriert gleichzeitig ein Hochpreiskartell?
- Ladenöffnungszeiten: Betrieben werden die 24-h-Shops sowieso 24 Stunden am Tag, doch irgendwelche Beamte bestimmen, welche Güter sie in der Nacht verkaufen dürfen?!
- Poststellennetz: Wieviel ist uns die Aufrechterhaltung des Briefes in den hintersten Tälern wert? Hat nicht schon lange die elektronische Kommunikation ein entsprechendes Verteilernetz erübrigt?
In Anlehnung an einen schlüssigen Artikel von Silvio Borner in der WW51.09, Seite 25.
Dienstag, 14. Juli 2009
Berlusconis Mediendiktatur
Ich habe die höchste Popularitätsrate aller westlichen Staatschefs.
Silvio BerlusconiNur die beiden grossen politischen Tageszeitungen des Landes, der bürgerliche Corriere della Sera und die linksliberale Repubblica, enthüllen laufend die Peinlichkeiten des Sultans Berlusconi. Sie erreichen zusammen kaum 1,3 Millionen Auflage. 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung lesen gar keine Zeitung oder höchstens die Gazzetta dello Sport. Der Romancier Umberto Eco, der auch ein Medienexperte ist, sah es voraus: «Wenn es heute eine Diktatur gibt, dann ist es eine mediale und keine politische . . . Das Problem ist die Kontrolle über das Fernsehen; die Zeitungen können sagen, was sie wollen.»
Peter Hartmann in der WW27.09
Dienstag, 3. März 2009
Erfolgsgeheimnis Simpsons: Zielgruppen

Es ist die enizige TV-Serie, die bei allen Zielgruppen funktioniert. Als Baby starrt man paralysiert afu die grellen Farben. Als Jugendlicher identifiziert man sich mit dem Taugenichts Bart. Als Student versteht man endlich die postmodernen Anspielungen. Als Elter wird man daran erinnert, dass man nichts taubt und dass man seine Knider liebt, auch wenn sie nichts taugen. Und als Pflegefall starrt man wieder paralysiert auf die grellen Farben.
btw: 21 Simpsons-Autoren sind Harvard-Absolventen.
Mikael Krogerus in der NZZaS vom 1.3.09, Seite 61
Freitag, 20. Februar 2009
Bye Bye Billiag
- Pro Jahr muss ein Haushalt heute 462 Franken für Radio und TV bezahlen.
- Die Billag (...) verwalte 3 Millionen gemeldete Haushalte und Betriebe,
- stelle jährlich 12 Millionen Rechnungen aus,
- verschicke 1 Millionen Mahnungen pro Jahr und
- leite jedes Jahr 70'000 Betreibungen ein.
- Und kostet jährlich 55 Mio. CHF.
- Allein die Eigenwerbung mit TV-Spots kosteen 250'000 CHF.
Es wäre seltsam und staatsrechtlich problematisch, wenn man die Gebühren plötzlich über den gleichen Kanal wie die Steuern einfordert. 4 Prozent dieser Gelder sind für unabhängige Privatsender, der Rest für die SRG, die ebenfalls weitgehend vom Staat unabhängig funktionieren sollte.Ok, ist ein Argument. Doch der Staat hat eine Pflicht, seine Bürger zu informieren (Tagesschau, 10vor10, Arena). Entsprechend könnten im Gleichschritt mit der Auflösung der Billag auch die Beträge an SF DRS Idee Suisse massiv reduziert werden. So muss das gehen! :-)
Zuger CVP-Politiker Peter Bieri (baz)
Es ist höchste Zeit, wenn die Billag abgeschaft wird. Für das, was das Schweizer Fernsehen bringt, ist jeder Rappen zuviel.
Heinrich Müller (20min)
Dienstag, 17. Juni 2008
Schweizer TV-Stars
So bleibt die amüsante Situation, dass wir Gebührenzahler TV-Stars finanzieren, die nur dank unserer Zwangsabgaben überhaupt TV-Stars werden. Die TV-Stars vergolden sich dann auf private Rechnung.
Kurt W. Zimmermann in der WW24.08, Seite 23.
Dienstag, 3. Juni 2008
Nachgeplappert
Quellen, nach Priorität geordnet - so gut wie möglich: NZZ am Sonntag, Weltwoche, 20minuten, heute, SonntagsZeitung, news.google.ch, NZZ-Archiv, Tagi, Tagi-Magi, Tagesschau, Tele Blocher, TeleZüri, DOK, Rundschau, Arena, etc.
Autoren, wobei das oberste Ziel ist, dass sie auf einen möglichen Missstand hinweisen und Verbesserungsvorschläge liefern. Diese Ideen sollen durchaus subjektiv sein, wenn sie mit der notwendigen Distanz berachtet werden können: Roger Köppel, Beat Kappeler, Beda Stadler, Henryk M. Broder, Arnold Hottinger, Alex Baur, Urs Paul Engeler, Kurt W. Zimmermann, Silvio Borner, Roger De Weck, Christoph Mörgeli, Peter Bodenmann, Felix E. Müller, etc.
So, noch Fragen?!
Montag, 19. November 2007
Scrubs - The Todd
Dienstag, 6. November 2007
Stunthero: fertig schluss
Das schlimmste war der Sieger heute: Rini Lleshaj, ts! Das soll mal einer aussprechen. Kickboxender Secondo, gebrochenes deutsch, kein Englisch, eine miserable Wahl. Dieser Meinung bin nicht nur ich:
Sonntag, 28. Oktober 2007
Tatort: Satisfaktion
Muss unbedingt die Wiederholung sehen! War schön blutig und den Comment hat man auch nicht schlecht mitbekommen. Ich hoffe, dass ich irgendwann noch eine Wiederholung aufzeichnen kann und ein Best of auf Youtube stellen kann. Wer zuviel Zeit hat und sich weiter in dem Thema vertiefen möchte, wendet sich an den Arbeitskreis der Studentenhistoriker.
Dienstag, 23. Oktober 2007
6. Folge Stunthero
Die 6. Folge war nun aber wieder sehr gut: Fast so gut wie Folge 4 mit dem Pz Gren Bat 28 ;-)
Also, jetzt geht's ab nach LA. Bis nächsten Dienstag!
Mittwoch, 3. Oktober 2007
1. Ankündigung: Stunt Hero, Folge 4
Also, nicht vergessen: Nächsten Dienstag, 9. Oktober 2007, 19:55 auf SF2!
Freitag, 28. September 2007
SRG Corporate Gouvernance
"Die SRG ist eine Verwaltung mit angehängtem Fernsehen."vergleichbar mit anderen Unternehmen im Umfeld des Bundes?
So muss die SRG im Gegensatz zu anderen genannten Unternehmen nur einen Bruchteil der Einnahmen selbst erwirtschaften. Der dominierende Teil wird als Kryptosteuern zwangsmässig eingezogen. (...) Die SRG ist nicht einmal ein richtiges Unternehmen, sondern ein Verein, der sich vom Bundesrat periodisch die Gebühren erhöhen lässt.
Roger Schawinski in der Weltwoche 39.07, Seite 9.
Samstag, 11. August 2007
Erste WK-Woche
Die Unterkunft wurde speziell für uns reaktiviert. Es ist ein alter Bunker oberhalb von Sargans, der eigentlich schon ausgemustert war. Man musste das Wasser am Wasserhahn zuerste etwas laufen lassen, damit der Rost rausgeschwemmt wurde. Der Bunker hat natürlich kein Fenster und feuertechnisch ist er auch etwas speziell. So gab es noch einen Feueralarm um 0500 Uhr.
Nächste Woche liess ich mich abdetachieren. Ich werde in Walenstadt weilen. Die Kaserne sei phantastisch, zumindest verglichen mit unserem Bunker Magletsch. Ich sage erst soviel: Stunt Hero!
