Grundregeln
- Tagesstruktur: Alltag im Griff
- freier Kopf: Kopf leeren, alles zu Papier bringen (10 minutes of Externalization)
- klares Bild des zu erreichenden Endzustandes haben
- Fokus auf den nächsten konkreten Schritt (very next physical action), nicht die ganze Zeit an alles denken
- wöchentlicher Rückblick: Ging was vergessen? Immer noch die richtigen Ziele? Neue Projekte? Änderungen notwendig?
Arbeitsphasen
1. Collect, Zusammentragen von Aufgaben, Wissen und Ressourcen
2. Process, Unterlagen durchsehen, kategorisieren in Aufgaben, Projekte, somday/maybe-Liste und Ablage
3. Organize, Organisieren: To-Do-Liste, Projekt-Liste, terminieren --> Kalender
4. Do, Ausführen: Aufgaben erledigen
5. Review, Rückblick: Erreichtes kontrollieren, verbessern
System (an effective productivity system)
- To-Do-Liste: Aufgaben, welche in den nächsten fünf Tagen zu erfüllen sind.
- Projektliste: Projekte, welche in den nächsten fünf Wochen zu erfüllen sind.
- Kalender: Treffen, Aufgaben terminieren
- somday/maybe-Liste: Ideensammlung, künftige Pläne, long-term dreams
- Ablagesystem: Infos speichern, ablegen, keine unmittelbare Verwendung
- ein Mittel zum Ideenfang
Josh Kaufman und David Allen
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Mittwoch, 4. August 2010
Mittwoch, 28. April 2010
krankes Krankensystem in der Schweiz
In der Schweiz zahlen offenbar immer weniger Leute ihre Krankenkassenprämien. Laut einer Umfrage von "Sonntag" bei den fünf grössten Krankenkassen mussten im letzten Jahr alle Kassen zusammen hochgerechnet 550'000 Versicherte betreiben. Das schlägt sich in den offenen Rechnungen nieder: Alle Ausstände betragen rund 620 Mio. Franken. Die Folge 220'000 Versicherte waren von einem Leistungsstopp betroffen.20min vom 26.04.10.
Tags:
Betreibung,
Gesundheit,
Krankenkasse,
System,
versagt,
Zahlungen
Sonntag, 28. Februar 2010
Deutschland bestraft, vertreibt und verfolgt die Leistungswilligen
[Die Deutschen in der Schweiz] fliehen vor einem bürokratischen Monster namens „Sozialstaat“, das sich in alle Lebensbereiche seiner Bürger einmischt: sie wollen Steuern zahlen, aber nicht ausgeraubt werden.Mit der aktuellen Politik hat Deutschland keine Zukunft. Demokratische Mehrheiten, dies zu ändern lassen sich nicht mehr finden.
Aber sie müssten dennoch in der Lage sein zu unterscheiden: zwischen einer Regierung, die Datendiebstahl belohnt und mit Hehlern Geschäfte macht, und Bürgern, die sich von einer solchen Regierung nicht mehr regieren lassen wollen. Den Deutschen, die in die Schweiz ziehen, ist wohl bewusst, was in Deutschland schief läuft. Sie artikulieren ihren Protest mit den Füssen.
Deutschland wandert aus. Und das deutsche Fernsehen geht mit. «Goodbye Deutschland! – Die Auswanderer» heisst eine Serie auf Vox; «Mein neues Leben» findet auf Kabel 1 statt; «Umzug in ein neues Leben» verspricht RTL; die ARD sagt zum Abschied leise «Deutschland ade».
Henryk M. Broder in der WeWo5.10, Seite 9.
Sonntag, 6. Dezember 2009
AHV: kollabierendes Schneeballsystem
Umlagesysteme sind versicherungstechnisch falsch (...), sie sind die grössten Ponzi-Systeme, die je erfunden wurden.Auch die AHV ist ein solches Schneeballsystem: Die Leistungen stehen in einem fragwürdigen Verhältnis zu den Beiträgen. Mehrbedarf liegt mittlerweile bei 6 bis 8 Mrd. CHF jährlich.
Paul Samuelson, Ökonom, vor vierzig Jahren
In Anlehnung an Beat Kappeler in der NZZaS vom 6.12.09, Seite 47.
Donnerstag, 13. August 2009
Systembedingt wendige und lahme Bundesräte
Bundesräte repräsentieren und geben Impulse, aber sie regieren nicht.
Die Schweiz hat keine Regierung, sondern ein Vollzugsorgan des Volkswillens, dessen Zweck es ist, die Einheit eines so uneinheitlichen Landes zu verkörpern.
Obschon oft kritisiert, erscheint FDP-Präsident Fulvio Pelli im Moment als die perfekte Verkörperung eines Systems, das auf Regierungsstufe den wendigen, dehnbaren und zu allen Kompromissen bereiten Machtverwalter fordert, nicht die prinzipienfeste Führernatur.
Die direkte Demokratie verhindert den Durchmarsch starker Führer. Handkehrum kommen die Biegsamen und Wendigen leichter hoch.
Roger Köppel in der WW33.09
Freitag, 12. Dezember 2008
Wie gehts es eigentlich André Usala?
André Usala, 39, leidet. In einem Beitrag der «Rundschau» zum Thema «Renten-Missbrauch» schildert Usala seinen ganz persönlichen Weg zur IV-Rente. Er habe schon immer Probleme mit Leuten gehabt, die Autorität ausstrahlen. Deshalb war ihm ein Leben als Angestellter nicht länger zuzumuten.
Christoph Mörgeli in der WW42/03.
Habe ich nicht ein Recht darauf, dass es mir gut geht?
André Usala
Für mich ist das kein Missbrauch, wenn man ein System geschickt nutzt.
Beatrice Breitenmoser, IV-Verantwortliche
Mittwoch, 3. Dezember 2008
kleinste Systemeinheiten
- Mathematik, Bombieri: Primzahlen, die Atome der Arithmetik
- Sprachwissenschaft, Jakobson: Phoneme, die kleinsten bedeutungsunterscheidenden Lauteinheiten: Laut --> Bedeutung
- Ethnologie, Lévi-Strauss "Die elementaren Strukturen der Verwandtschaft":
Inzestverbot: Natur --> Kultur
Um Ordnung in das für Ethnologen normalerweise undurchdringlich Dickicht der Heiratsbräuche zu bringen, analysierte er in einem kühnen Schachzug diese Bräuche mithilfe der Regerln der von Roman Jakobson neu entwickelten strukturalen Sprachwissenschaft. Er behandelte das Inzestverbot wie Jakobson die Phoneme (...). Wie Phoneme Laut und Bedeutung verknüpften, verband das Inzestverbot Natur und Kultur.
Andreas Isenschmid in der Beilage "Bücher am Sonntag" der NZZaS vom 30.11.08, Seite 14.
Tags:
Bedeutung,
Brauch,
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Ethnologie,
Inzest,
Kampf der Kulturen,
Mathematik,
Natur,
Nenner,
Sprache,
System
Dienstag, 10. Juni 2008
moderne Kunst
Kunst ist ein selbstreferenzielles System. Wie Religion, die Psychoanalyse oder der Aktienmarkt. Die Definitionsmacht der Kunst liegt bei Galeristen, Kunsthändlern, Auktionatoren und Art-Consultants, wie sie die Art-Banking-Abteilung der UBS beschäftigt. Sie sorgen dafür, dass aus Kunstwert Geldwert wird. Natürlich lassen sie sich beraten. Von Art-Consultants, Auktionatoren, Kunsthändlern, Galeristen - ein hermetisch geschlossenes System. Dieses hat in den letzten Jahren Kunst zum ultimativen Luxusprodukt veredelt. Rauschkaufen ist das Gesellschaftsspiel der Happy Few geworden und Kunst die Mätresse des Kapitals.
Von der Art Basel eine Qualitätsdebatte zu erwarten, ist ähnlich naiv, wie den Papst zu bitten, in der Öffentlichkeit über sein Sexleben zu sprechen.
Daniele Muscionico in der WW23.08, Seite 40.
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