Mittwoch, 10. Oktober 2007

Stunt Hero, Folge 4: Der Rückblick

Wer es gestern verpasst haben sollte: Hier noch ein auf 8 Minuten gekürzter Zusammenschnitt von mir - und mit mir :-D.

  • Ist Stuntman wirklich auch ein Job für Frauen?
  • Ist das ein Teddybär-Business?
  • Sollte eine Kampftruppen-RS Bedingung zur Teilnahme sein?
  • Eignen sich Geräteturner per se besser?
Also ich hätte da definitiv anders selektioniert. Doch das SF DRS ist auf Quoten angewiesen und damit haben sie dasselbe Problem wie eine Demokratie: Quotenpolitik, von jedem Teil der Gesellschaft MUSS jemand vertreten sein. Entsprechend haben wir nur zwei ernsthafte Kandidaten: Roger wird Urs in der Finalrunde besiegen :-).

Dienstag, 9. Oktober 2007

Heute nicht verpassen: Stunt Hero, Folge 4!

Heute ist also der grosse Tag: Die vierte Folge von Stunt Hero wird ausgestrahlt:
Heute, Dienstag, 9. Oktober 2007, 19:55 bis 20:30 Uhr auf SF2. Also unbedingt reinschauen!


Hier noch eine andere Vorschau und ein amateurhafter Mitschnitt der Szene. 25 Freiwillige des Pz Gren Bat 28 wurden eine ganze Woche zur Verfügung SF DRS abdetachiert. Das war die beste Woche im Militär, die ich je hatte :-D!


Highlights:
  • Pyrotechniker von Terminator
  • amerikanisches Stunt-Team von K-Stunts
  • das neue leichte Maschinengewehr (LMG), welches neu bei den Pz Grens eingeführt wird. Und natürlich...
  • Oberstleutnant Pellegatta, oberster Chef Häuser- und Ortskampf (HOK) der Schweizer Armee.

Die Szene:


Nach etwas Training im HOK, durchliefen alle Kandidaten eine Szene: Ein Konvoi (Eagle, 8x8 Piranha, Duro, 8x8 Piranha) durchfährt einen UNO-Checkpoint und gerät dabei unter Beschuss einer Panzerfaust (PzF). Der Kandidat flieht aus dem Duro, überwältigt einen Soldaten, säubert mit dem LMG den Duro.

Dann dreht er sich um und erschiesst zwei Leute, welche von hinten aus dem Piranha herbeistürmen. Der rechts vom Piranha bin ich! Ich sterbe wahrscheinlich zuerst. Man hört mich ev. sogar noch die Truppe herumkommandieren (Gruppenführer-Stv :-).
Dann als rechts neben dem Piranha ein Auto explodiert, sieht man ev. noch meine Leiche auf dem Boden liegen :-D.

Der Kandidat stürmt dann in Deckung in einen Hauseingang. Gerät unter Beschuss eines Scharfschützen (ironischerweise hat dieser die Kurzversion des Stgw) und stürmt dann mit einer Pistole nach vorne auf die Soldaten des UNO-Checkpoints. Dort kommt ihm ein Leo entgegen, er zieht sich zurück und springt über eine Absperrung, welche dann explodiert.

So, das wäre also die Szene, doch visualisiert macht sie sicher noch mehr Spass...
Also, heute Abend, 19:55 Uhr auf SF2!

Linke Guerillataktik

Zu den 500 Chaoten aus dem linken Millieu, welche die SVP-Demo verhindert...



...und damit wesentlich dazu beigetragen haben, den Wähleranteil der SVP zu erhöhen:
Die Vermummten zogen sich in die verwinkelten Gassen der Altstadt zurück und begannen mit ihrer "Guerillataktik", wie [der Berner Polizei-]Kommandant Gabi sagte. In kleinen Gruppen tauchten sie an verschieden Orten auf, zerstörten, was ihnen vor die Füsse und in die Hände kam, und verschwanden dann umgehend wieder in Geschäften und Restaurants. Dort entledigten sie sich ihrer Vermummung und mischten sich, als scheinbar gewöhnliche Kunden, unter das Volk.
Stefan Bühler in der NZZaS vom 7.10.07, Seite 13.

Saudi-Justiz

Der König hat zwei Milliarden Franken für die Bildung unabhängiger Gerichtshöfe bereitgestellt.
Das wird trotzdem doch nicht viel bringen, denn die islamische Recht wird weiter die Leitlinie der Rechtssprechung sein.
Ärger verursachte 2005 ein Prozess mehrer Brüder gegen ihre Halbschwester, weil sie unter ihrem Stand geheiratet hatte. Obwohl glücklich und schwanger, wurde sie vom Richter gegen ihren Wunsch geschieden und ins Gefängnis gesteckt. Auch stark kontrastierte Urteile wegen harmloser Anmache von Frauen (sechs Jahre Gefängnis) einerseits und Vergewaltigung eines Knaben anderseits (ein Jahr Haft) erschütterten die Öffentlichkeit.
Kristina Bergmann in der NZZaS vom 7.10.07, Seite 5.

Sonntag, 7. Oktober 2007

Profile of a Fraudster

Das Profil des durschnittlichen Wirtschaftskriminellen: Höherer Angestellter, männlich, unauffällig, eher langjähriger Mitarbeiter, Einzel- und Wiederholungstäter, zwischen 36 und 55 Jahre alt.
Albert Kuhn in der SonntagsZeitung vom 7. Oktober 2007, Seite 133, basierend auf dem Bericht von KPMG Forensic, Profile of a Fraudster, Survey 2007.

Bedürfnis nach Gott

Wer keine Angst vor'm Teufel hat, braucht auch keinen Gott.
Boehse Onkelz

Plagiator Putin

Einer der prominentesten Plagiatoren neuerem Datums ist Wladimir Putin. Im Jahre 1997 reichte er kurz vor der Wahl zum russischen Präsidenten seine wirtschaftswissenschaftliche Dissertation ein. darin soll er Teile einer Studie verwendet haben, die er bei Quellenangaben unterschlug.
Barnaby Skinner in der SonntagsZeitung vom 7. Oktober 2007, Seite 121.
Das finde ich super:
  • Erstens führt er den wissenschaftlichen Apparat vor, welcher dem Selbstzweck verfallen zu sein scheint. Was sollen solche Titel heute noch beweisen? Wo liegt deren persönlicher und wissenschaftlicher Mehrwert? Dieser ist überbewertet. Es gibt mittlerweile eine Fülle von Bachelorabschlüssen und jeder kann irgendwo einen Dr. erwerben.
  • Und zweitens sieht er es ein bisschen lockerer mit den Copyrights - wie auch bei MP3s - was ich heute eine begrüssenswerte Ausnahme finde. Musik- und Flimkonzerne verdienen durch diesen Schutz unangemessen viel Geld.

Freitag, 5. Oktober 2007

Populist Blocher?

Kein Begriff wird öfter falsch verwendet. Populisten sind Demagogen, Schlagenölverkäufer, Wendehälse, Beifallsüchtige, Politiker, die den Leuten nach dem Mund reden. Populisten stehen immer auf der richtigen Seite, sie passen sich dem Zeitgeist an, gehen mit den Moden. (...)

Ironischerweise ist der angeblich grösste Populist der Schweiz im Grunde keiner: SVP-Mann Blocher offenbart eine geradezu frustrierend langweilige Gradlinigkeit in seinen Positionen. Seit dreissig Jahren erzählt er das Gleiche, zieht er seine Formel durch: "Mehr Freiheit und Selbstverantwortung, weniger Staat". Man mag ihm Überraschungslosigkeit vorwerfen, aber Verkrümmungen werden schwer zu finden sein.

Roger Köppel in der Weltwoche 39.07, Seite 82.

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Behavioral Finance

Trotz etlichen Studienjahren behandle ich dieses Thema erst jetzt etwas detaillierter. Ist noch interessant, denn geistig drohte ich im Modell des "homo oeconomicus" zu stagnieren. Zwar weitete ich dieses Modell dahingehend aus, dass ich mehr Werte miteinbezog, doch irrationale Handlungen können damit noch nicht befriedigend erklärt werden. Behavioral Finance offenbart also die menschlichen Unzulänglichkeiten, welche ein modellhaftes Funktionieren nach "homo oeconomicus" verunmöglichen. Diese wären:

Heuristics: Prospect theory - Loss aversion - Status quo bias - Gambler's fallacy - Self-serving bias - money illusion
Framing: Cognitive framing - Mental accounting - Anchoring
Anomalies (economic behavior): Disposition effect - endowment effect - inequity aversion - reciprocity - intertemporal consumption - present-biased preferences - momentum investing - Greed and fear - Herd instinct - Sunk cost fallacy
Anomalies (market prices and returns): equity premium puzzle - Efficiency wage hypothesis - price stickiness - limits to arbitrage - dividend puzzle - fat tails - calendar effect

Ich werde einen Gruppenvortrag über einen Fachartikel betreffend Equity Premium Puzzle halten. Weiter muss ich ein Buch aus dem Bereich Behavioral Finance kurz präsentieren. Kann mir hier jemand ein entsprechendes Buch empfehlen? Irgendwelche guten Quellen zum Equity Premium Puzzle?

neues UBS-Logo

Konsequent: Infolge der 4 Mrd. CHF Abschreibungen wegen der Subprime-Krise im US-Hypothekenmarkt, welche zum ersten Quartalsverlust seit neun Jahren führten - und zwar in der Höhe von ca. 600 Mio. CHF.
traurig aber wahr :-(

1. Ankündigung: Stunt Hero, Folge 4

Heute - also gestern - lief die dritte Folge von Stunt Hero: Auto-Stunts. Die Folgen werden immer besser! Nach einem miserablen Start folgt das nächste mal wohl der vorübergehende Höhepunkt: Häuser- und Ortskampf (HOK) mit einem Detachement des Pz Gren Bat 28 - mit mir als Statist :-D! Hier die offizielle Vorschau von SF2:

Also, nicht vergessen: Nächsten Dienstag, 9. Oktober 2007, 19:55 auf SF2!

Ende des Verstaatlichkeitsbooms

Der Iran ist nur scheinbar ein fabelhaft reiches Ölland. In Wahrheit ist es pleite, unfähig mit seiner hohen Arbeitslosenrate fertig zu werden. Es fehlt gar Benzin (weshalb es wiederholt zur Aufruhr kam), weil an die hundert Milliarden Dollar im Energiesektor investiert werden müssten. Selbst unter den Mullahs wächst die Wut auf Ahmadinejad.
Josef Joffe in der SonntagsZeitung vom 30.09.07, Seite 19.
Zur Zeit gibt es noch drei richtige Diktaturen auf der Welt: China, Nordkorea und Kuba. Habe ich was wesentliches vergessen? Daneben erlebt die Verstaatlichung v.a. in Südamerika eine Renaissance - und im Iran. Diese Staaten besuchen sich gegenseitig und träumen von einer blühenden Zukunft in einer Staatengemeinschaft.

ABER: Wir können ja aus der Geschichte lernen: Das wird nichts! Wann dieser Traum ausgeträumt ist weiss ich nicht - nur, dass auch diese Regierungen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückfinden werden.

Dienstag, 2. Oktober 2007

ZHaW ist tödlich

Ein Student der ZHaW (Departement Life Sciences und Facility Management) ist am letzten Freitag im Gebiet der Zulg (Berner Oberland) gestorben.
Dort war er unterwegs, um für seine Diplomarbeit im Rahmen des Projekts Wanderwege im Naturpark Hohgand abschliessende Arbeiten und Fotografien zu erstellen.
Aus dem Mail der Schulleitung
"Life Science" auch in Grenzbereichen erforschen.

miserabler Frauenfussball

Wenn es noch etwas schlechteres als Fussball gibt, dann wohl Frauenfussball. Sogar auf Weltniveau bringen die es auf keinen grünen Zweig - miserabel.



Wenn schon Frauenfussball, dann bitte so:

Boreout

Wenn ich Nächte lang blogge, im Internet surfe und TV schaue, fühle ich mich etwa so:

Und wenn man sich plötzlich seines Halbschlafes bewusst wird, schaut man etwa so drein:Quelle: Fight Club

Dieses Phänomen nennt sich Boreout. Hier wird darüber informiert. Es steht aber nichts davon, dass Boreout zu einer Persönlichkeitsspaltung führen kann...

Einnahmen Musikindustrie

Früher ging man bei erfolgreichen Bands davon aus, dass die Umsatzanteile von Tonträgern, Konzerten und Merchandising je ein Drittel ausmachen. Heute schlagen die Tonträger bestenfalls mit rund 20 Prozent zu Buche. Konzerte und Merchandising bringen je rund 40 Prozent ein.
Die Hochrechnungen über den Schaden der Musikindustrie infolge entgangener Gewinne sind lächerlich. Aber das wissen wir ja schon. Jene die die Musik illegal runterladen würden wohl nur selten für den Titel bezahlen. Sie würden ihn vielleicht nicht einmal kennen. So betrachtet so schliesst Tim Renner mit:
Wenn illegale Downloads den Bekanntheitsgrad erhöhen, dienen sie unserer Sache.
Tim Renner im Interview mit Armin Müller in der SonntagsZeitung vom 30. September 2007, Seite 70.

Jesus wohnt im Türmlihuus

Ein wirklich gutes Foto :-D In einem Monat ist Frackwoche... Alle sind herzlich eingeladen!

Montag, 1. Oktober 2007

UBS Katastrophe

Quelle: SWX

Ok, eine Katastrophe ist es nicht gerade. Doch so wirklich erfreulich auch nicht:

Subprime-Krise
Die Einbussen stünden primär im Zusammenhang mit den verschlechterten Bedingungen auf dem US-Suprime-Markt für Wohnhypotheken. Die UBS ist damit von der US-Hypothekenkrise weit stärker betroffen, als bisher vermutet. (SFDRS)
4 Milliarden Abschreibungen / 1. Verlust seit 9 Jahren!
Die UBS hat im 3. Quartal nach einem Milliardenabschreiber wegen der US-Hypothekenkrise einen Verlust von 600 bis 800 Millionen Franken erlitten.
Entlassungen
Als Folge der geplanten Veränderungen bei der Investment Bank werde die Anzahl Mitarbeiter bis Ende Jahr um rund 1500 reduziert, heisst es weiter.
down rating
Die Ratingagentur Standard & Poor's hat das langfristige Gegenpartei-Kreditrating der UBS AG auf 'AA' nach 'AA+' gesenkt. Gleichzeitig werde das kurfristige Kreditrating mit 'A-1+' bestätigt, heisst es einer S&P-Mitteilung vom Montag. Der Ausblick wird auf 'stabil' angehoben, nach einer im September erfolgten Senkung auf 'negativ'. (SFDRS)
Und trotzdem ist die UBS-Aktie Tagesgewinner :-D. Ab und zu regnet's halt.

Hier noch meine Analyse zur Immobilienkrise aus den Fächern Kredit- und Riskmanagement.

abergläubige Burma-Militärs

Der Aberglaube unter Burmas Militärregenten hat Tradition. Seit Beginn der Militärdiktatur 1962 sind die Juntamitglieder überzeugt, dass Wahrsagerei den Fortbestand ihre Herrschaft sichere. Jeder Clan innerhalb des Militärregimes hat seinen Familien-Astrologen. Und die Armee beschäftigt ihre eigenen Tierkreis-Experten.

Der erste Diktator Ne Win, der die Massaker von 1988 befahl und danach abtrat, glaubte dermassen an das Glück von Zahlen, dass Burma von der Ne-Wins-Glückszahl neun beherrscht werden sollte. Die Geldscheine über 10, 50 oder 100 Kyat wurden abgeschafft und durch solche über 9, 45 und 90 Kyat ersetzt. Nur weil diese Zahlen durch neuen teilbar sind. Praktisch über Nacht liess Ne Win den Linksverkehr auf Burmas Strassen zu Rechtsverkehr umstellen. Ein Wahrsager hatte ihn dazu ermahnt. Ne Win war so abergläubisch, dass er sogar rückwärts über Brücken ging.

Daniel Kestenholz in der SonntagsZeitung vom 30.09.07, Seite 11.

Blochers Charakterfehler

Jawohl, ich schrecke nicht davor zurück auch meine vermeintlichen Ikonen zu kritisieren. So objektiv bin ich nun halt mal :-P.
  • Blocher ist ein Pfarrersohn. Von da kommt sein zeitweise dogmatisches Verhalten, z.B. "die EU ist schlecht, bleibt schlecht und ist immer schlecht gewesen". Weiter hat er von dieser Erziehung die Maxime, dass Fleiss eine Tugend sei. Diese Verbissenheit ist mir unsympathisch.
  • Blocher hat eine Bauernlehre gemacht: In diesem teuren Millieu ist er auch gross geworden. Diesen übermässig vertretene Block lähmt die Schweizer Politik. Eine grössere Distanz dazu wäre wünschenswert.
  • Als Blocher (dogmatisch) gegen den EWR-Beitritt wetterte - und gewann - flog er aus dem Verwaltungsrat der SBG. Dies zehrt immer noch stark an ihm. Er verteufelt (dogmatisch) Banken und den Zürcher Freisinn. Er bezahlte bei der EMS Chemie alle Bankkredite zurück und löste sich vollständig von der Bankenwelt.