Wohl aus Angst, die Viersprachigkeit des Landes zu tangieren, wird in der Schweiz der Gegensatz zwischen den individualistischen Alemannen, die den Bodenseeraum bevölkerten, und den staatsgläubigen Burgundern im Westen weitgehend tabuisiert.
Urs Paul Engeler in der WW43.07, Seite 16.
Arbeitslosenquote Deutschschweiz: 1.7 Prozent
Arbeitslosenquote Westschweiz: 3.5 Prozent
Stand September 2007, WW42.07, Seite 38.
Wer die Probleme Genfs [ALQ: 6%; Ausländeranteil: 38.4%] kennenlernen will, muss nur zum Bahnhof raustreten und an den Léman runterspazieren: Das Empfangskomitee beim Bahnhof bilden schwarze Drogendealer, die ungestört ihrem Gewerbe nachgehen. Ein paar Schritte weiter seewärts liegen auf dem Trottoir die ersten armseligen rumänischen Bettler mit Krücke oder Baby im Arm. An der Seeuferpromenade herrscht fröhliches Baracken-Durcheinander.
Peter Rothenbühler in der WW43.07, Seite 20.
Montag, 19. November 2007
Röschtigraben, Genf
Gretchenfrage
Wenn schon die Gretchenfrage gestellt werden muss, dann müsste man sie umformulieren:
Die Frage ist nicht, ob ich an Gott glaube. Wenn schon, lautet die entscheidende Frage, ob Gott an mich glaubt.
"Monument der Richtigkeit"
Ich habe noch nie einen Menschen kennen gelernt, bei dem alles so zusammenpasste wie bei Blocher: Person, Familie, Unternehmen, Politik aus einem Guss. Ein Monument der Richtigkeit.
Roger Köppel zitiert Martin Walser in der WW43.07, Seite 15.
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rot-grün
In Abwesenheit des Freisinns in den letzten Jahren ist viel passiert:
Staatsaufblähung, Schuldenwirtschaft, Abgabenwachstum, Multikulti-Naivität. (...) der nörgelnde Moralismus der SP (...) aus ideologischer Verblendung heraus (...) Man sollte sich nicht von den Etikettierungen der Parteien täuschen lassen: Wo grün draufsteht, kommt irgendwann rot heraus.
Roger Köppel in der WW43.07, Seite 7.
(...) Realitätsblindheit der SP (...) Natürlich wurde der Sozialstaat zum Thema in diesem Jahr: nämlich in der hässlichen Gestalt des Sozialbetrugs, den die Linke vertiedigt und bewirtschaftet, wo sie nur kann. (...) Die opportunistischen Nomaden, die noch vor Jahresfrist mit dem Cüpliglas in der Hand vorzugsweise über die Armut in der Welt philosophierten (...) der neo-grünliberale Roger Schawinski, der vor allem das Etikett "grün" ziemlich "liberal" definiert: Er pendelt zwischen seinen beiden Wohnsitzen Zürich und Berlin hin und her - per Flugzeug.
Christoph Mörgeli in der WW43.07, Seite 22.
200%-Deutsche und die 68er
Die Deutschen haben die Neigung, alles 200-prozentig zu machen.Deshalb bin ich auch davon überzeugt, dass kein anderes Volk zu solchen Taten fähig ist, wie es die Deutschen im Zweiten Weltkrieg waren.
Nach dem universalen Hass der NS-Ideologie herrscht nun schon seit Jahren das universale Verständnis für alles und jeden. Diese Gutmenschenattitüde sorgt allerdings in vielen Bereichen, sei es Straf-, Asyl- oder Schulrecht, für verheerende Ergebnisse. Auch hier ist gut gemeint eben oftmals das Gegenteil von gut.zu den 68ern:
Ich beschreibe 1968 als Epochenbruch der deutschen Gesellschaft in Richtung Egozentrik, Faulheit, Mittelmass. Es war eine gewaltige Zäsur. Wir leiden noch immer darunter. 1968 bestimmt unser Leben bis in die letzten Fasern: Staatsgläubigkeit, kryptosozialistische Versorgungssysteme, Selbsthass, Identitätsverlust.
Roger Köppel im Gespräch mit dem Bild-Chefredaktor Kai Diekmann in der WW42.07, Seite 62.
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Männerschützende Emanze
Gebetsmühlenartig wird die diesjährige Nobelpreisträgerin Doris Lessing als "Ikone des Feminismus" bezeichnet. Alice Schwarzer lobt sie, Elisabeth Bronfen vergleicht sie mit Simone de Beauvoir. Und ebenso repetitiv wird ihr Hauptwerk "Das goldene Notizbuch" von 1962 als "Bibel" des Feminismus bezeichnet.
Lessing forderte die Männer auf, sich gegen ihre "sinnlose Erniedrigung" zu wehren: "Ich bin zunehmend schockiert über die gedankenlose Abwertung von Männern, die so sehr Teil unserer Kultur geworden ist, dass sie kaum noch wahrgenommen wird. An anderer Stelle sagte sie: "Die dümmsten, ungebildetsten und scheusslichsten Frauen können die herzlichsten, freundlichsten und intelligentesten Männer kritisieren, und niemand sagt etwas dagegen. Die Männer scheinen so eingeschüchtert zu sein, dass sie sich nicht wehren."
David Signer in der WW42.07, Seite 68 über das neue Buch von Doris Lessing: Die Kluft, Hoffmann und Campe. 238 Seiten, 34.90 CHF.
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Medienpräsenz im Wahlkampf
Zwischen dem 1. September und dem 15. Oktober 2007 sind in Schweizer Zeitungen 7420 Artikel erschienen. Welcher Politiker wurde darin wie oft erwähnt?
- Christoph Blocher (SVP): 28.7%
- Pascal Couchepin (FDP): 12.1%
- Micheline Calmy-Rey (SP): 10.9%
- Doris Leuthard (CVP): 9.5%
- Ueli Maurer (SVP): 7.3%
- Moritz Leuenberger (SP): 7.3%
- Samuel Schmid (SVP): 6.4%
- Hans-Rudolf Merz (FDP): 4.5%
- Christophe Darbellay (CVP): 4.4%
- Fulvio Pelli (FDP): 4.2%
- Hans-Jürg Fehr (SP): 3.3%
- Ruth Genner (Grüne): 1.4%
Kurt W. Zimmermann in der WW42.07, Seite 29.
moralisieren
Moralisierende Entrüstung bleibt die aggressivste Form der Arroganz.
Roger Köppel in der WW42.07, Seite 82.
zuviel Demokratie
Demokratie und Föderalismus sind teuer, langsam, kompliziert - und unverzichtbar.
Doch je demokratischer ein politisches System ist - im Sinne der direkten Demokratie -, desto schwerfälliger ist es.
Suzette Sandoz in der NZZaS vom 28. Oktober 2007, Seite 22.
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Frankreichs Staatsangestellte
Frankreich hat über fünf Millionen Staatsangestellte - fast ein Viertel der Erwerbstätigen, im Vergleich zum EU-Durchschnitt von 16 Prozent oder zu den 16.8% Prozent der öffentlichen Angestellten in der Schweiz - machen bald die Hälfte des Etats aus.
Stefan Brändle in der WW 42.07, Seite 48.
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Deutscher Unmut in der Schweiz
Der Unmut der in der Schweiz wohnenden Deutschen:
Scheiss-Abfallsack-Prinzip, zu hohe Mieten, zu wenig Urlaub, zu viel Jugos, zu teures Kino, fades Bier, arrogante Frauen, feige Männer.
Sacha Batthyany in der NZZaS vom 28. Oktober 2007, Seite 85.
Samstag, 17. November 2007
Links und gläubig
Ich möchte Lucrezia Meier-Schatz nicht persönlich kritisieren. Ihre Fähigkeiten und ihren Hang zu Intrigen, gekoppelt mit ihrer schlechten Meinung gegenüber Blocher möchte ich nicht thematisieren. Es geht mir um das politische Segment, welches sie repräsentiert:
Weiblich, Romand (folglich links) und gläubig, die wohl destruktivsten Kräfte in einer modernen und effizienten Demokratie.
Sie wuchs in Le Locle (NE) auf und spricht auch heute noch lieber Französisch als deutsch. Sie studierte in Neuenburg Politologie und schrieb ihre Dissertation mit dem Titel „Die Kirche, die christliche Demokratie und die Menschenrechte der Arbeitsmigranten.“ Sie engagiert sich stark in der Kriche. Lediglich 3 CVPler (alle aus der lateinischen Schweiz) stimmen noch linker als sie (Philipp Gut in der WW46.07, Seite 36).
Journalisten
Ein Journalist ist jemand, der anderen einleuchtend Dinge erklärt, die er selber nicht versteht.
Leo Longanesi
Journalisten sind Leute, die ein Leben lang darüber nachdenken, welchen Beruf sie eigentlich verfehlt haben.
Mark Twain
USPs der FDP
Nachdem die falschen Inhalte im FDP-Parteiprogramm diskutiert wurden, hier nun noch ein paar Chancen, die an die SVP verlorenen Wähler wieder zurück zu gewinnen:
- keine neuen Steuern. Keine.
- Staatsverkleinerung. Die Bezüge aller Parlamentarier sind um 50 Prozent zu kürzen. Damit wird sichergestellt, dass nur noch Leute antreten, die für den Staat und nicht vom Staat leben wollen.
- FDP hat die besseren Köpfe als die SVP
- Der Freisinn steht wieder vorbehaltlos zur Schweiz
Roger Köppel in der WW46.07, Seite 82.
Müntes Realismus
...findet man bei Schweizer Sozialdemokraten nicht.
Müntefering wurde gefragt, ob er es für gerechtfertigt halte, angesichts von Überversorgung, Sozialmissbrauch und falschen Anreizen von "Dekadenz im Sozialstaat" zu sprechen.
Müntefering: "Ja, keine Frage."
Roger Köppel in der Weltwoche 46.07, Seite 82.
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Mittwoch, 14. November 2007
Happy Birthday watashi
Heute wäre mein watashi-Blog 3 Jahre alt geworden. Aber dem ist nicht so. Danke, Abmahnkalle!
Aus aktuellem Anlass hier also eine Empfehlung für eine Gesetzesänderung in Deutschland:
Die Kosten, welche bei einer Abmahnung entstehen (Suchbegriff bei Google eingeben = 899.40 EUR) dürfen erst bei einem richterlichen Urteil und bei nicht-sofortigem Entfernen des bemängelten Inhalts in Rechnung gestellt werden. Damit wäre der Auswuchs von Abmahnanwälten unterbunden.
Aus aktuellem Anlass hier also eine Empfehlung für eine Gesetzesänderung in Deutschland:
Die Kosten, welche bei einer Abmahnung entstehen (Suchbegriff bei Google eingeben = 899.40 EUR) dürfen erst bei einem richterlichen Urteil und bei nicht-sofortigem Entfernen des bemängelten Inhalts in Rechnung gestellt werden. Damit wäre der Auswuchs von Abmahnanwälten unterbunden.
selbstgestaltete Kreditkarte
Endlich ist auch die Schweiz so weit: Man kann seine eigene Kreditkarte gestalten und zwar hier. Doch die Gestaltungsfreiheit relativiert sich schnell wieder:
6. Regeln zur Prüfung des Motivs
Der Kunde darf keine Bilder mit anstössigem, verletzendem, sexuellem oder rassistischem Inhalt verwenden, insbesondere darf folgender Inhalt / folgendes Bild nicht verwendet werden:Schade, keine AK47, kein Hakenkreuz, keinen Pornostar, kein Verbindungswappen, kein Jesus am Galgen, kein Bier, kein SVP-Logo, keine 1000er-Note und auch kein Platin- oder Gold-Kreditkartendesign :-(.
- Marken, Logos, Slogans, Firmennamen, spezialrechtlich geschütztes Material von Dritten
- Werbematerialien, Markenprodukte
- Berühmtheiten, Schauspieler, Musiker, Sportler, Cartoons, Politiker
- Banknoten, Wappen und Hoheitszeichen
- Telefonnummern, Adressen, URL-Adressen, Konto- oder PIN-Nummern
- Sexueller, gewalttätiger oder sonst wie anstössiger Inhalt
- Nacktbilder oder Halbnacktbilder, Obszönitäten
- Religiöse und blasphemische Inhalte
- Alkohol, Tabak oder Waffen
- Politische Inhalte
- Inhalte, die eine Täuschung oder Verwechslungsgefahr mit anderen Kreditkarten erzeugen können
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falscher Fokus der FDP
Der Freisinn geht unter, bzw. wird von der SVP verschlungen, weil er sich mit den falschen Fragen beschäftigt:
Das Programm beginnt mit dem Kapitel "Gesellschaftspolitik" und beschäftigt sich mit Homosexuellenehe, Kulturförderung und der Legalisierung weicher Drogen. Solche Themen gehörten früher zum ewigen Gespräch in linken Wohngemeinschaften, aber sie haben in einer FDP-Strategie nichts zu suchen.
Roger Köppel in der WW44.07, Seite 74.
eigene Rasse züchten
Einem Juden ist es nicht erlaubt, eine nicht-Jüdin zu ehelichen. Folglich gibt es keine Durchmischung mit der nichtjüdischen Bevölkerung, so wurde der spezielle Genpol konserviert (Gregory Cochran in der WW44.07, Seite 30.) Es ist zwar politisch nicht korrekt aber faktisch richtig: Juden züchten ihre eigene "ethische Gruppe" und sind damit die grössten Rassisten.
Ein Harvard-Professor meint: "Man kann nicht überbetonen, wie politisch unkorrekt Cochrans Arbeit ist - doch sie ist nicht einfach zu widerlegen."
Ein Harvard-Professor meint: "Man kann nicht überbetonen, wie politisch unkorrekt Cochrans Arbeit ist - doch sie ist nicht einfach zu widerlegen."
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Wir sind nicht gleich
"Alle Menschen sind gleich geschaffen", so steht es in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Diese Ansicht bildet die juristische Grundlage "moderner" Staaten. Doch sie ist falsch.
in Amerika lebende...
Die Erklärung findet sich in der "Out-of-Africa"-Theorie:
- Larry Summers, der frühere Harvard-Präsident, referierte öffentlich über Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Trotz Entschuldigung, verlor er seinen Job.
- James Watson erhielt 1962 den Medizin-Nobelpreis für die Entdeckung der Doppelhelix-Struktur der DNA. Mit dem Beweisen der Ungleichheit verlor er Ruf und Posten: "Ich bin pessimistisch, was die Zukunft Afrikas anbelangt. Unsere ganze Politik basiert auf der Tatsache, dass sie so intelligent sind wie wir - aber alle Tests sagen, dass dem nicht so ist." Er konzentriert sich bei seinen Forschungen auf die unterschiedliche Intelligenz, anhand des IQ.
in Amerika lebende...
- Schwarze: 85 IQ-Punkte
- Asiaten: 106 IQ-Punkte
- Weisse: 100 IQ-Punkte
- Schwarzafrika, südlich der Sahara: 70 IQ-Punkte
- Aschkenasim, ost- und mitteleuropäische Juden: 112 IQ-Punkte
Die Erklärung findet sich in der "Out-of-Africa"-Theorie:
Mit dem Auszug aus Afrika handelten sich die Auswanderer jedoch ausgesprochen harschen und fordernde Umweltbedingungen ein. Während in Afrika ein mildes Klima und eine reiche Auswahl an pflanzlichen Nahrungsmitteln das Bild beherrschten, machten in den nördlichen Zonen kalte Winter und eine sprödere Vegetation das Überleben schwer. Die Notwendigkeit, das Feuer zu perfektionieren, Brennmaterial zu horten, Grosswild zu jagen, Nahrung zu speichern, warme Kleidung zu kreieren und den Nachwuchs selbst in eisigen Wintern durchzubringen, löste einen neuen Selektionsdruck aus: Gene, die eine höhere Intelligenz, mehr Selbstkontrolle und eine gehemmte Sexualität begünstigten, behaupteten sich nun im Daseinskampf. Da die Konditionen in Nordasien noch härter waren, bildeten sich diese Züge dort noch stärker aus.Jedoch ist die Aussagekraft des IQ beschränkt:
Rolf Degen in der WW44.07, Seite 28ff.
- Von den 15'000 bis 20'000 Genpaaren, die es gibt, sind nur 6, oder 0,03 Prozent, mit der Hautfarbe verknüpft (Spiegel).
- Ein hoher IQ bedeutet nicht, dass die entsprechende Person auch besser dem Alltag gewachsen ist, was sich z.B. im schlechten Umgang mit Geld zeigen kann.
- Kluge und angesehene Leute werden gesellschaftlich geächtet, wenn sie die Annahme der "Totalen Gleichheit" falsifizieren.
- Die gleichen Linksliberalen, die den Rassebegriff ablehnen, treten oft für Quotenregelungen (Affirmative Action) ein, bei denen Minderheiten ausschliesslich auf Basis ihrer Hautfarbe gefördert werden (Degen).
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