- Die CVP-Basis betont zwar Humanität und Ethik, lehnen es jedoch ab, eine Partei der Kriche oder Gottes zu sein.
- Gegen einkommenabhängige Krankenkassenprämien
- Für die Ausweisung von straffälligen Asylanten
- Gegen die Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare
- Sozialstaat soll nicht weiter ausgebaut werden
- Das Militär nicht mehr Geld erhalten
- Nicht unnötig festklammern an der Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und –betrug
- Studenten sollen ihre Stipendien zurückbezahlen
Donnerstag, 13. Mai 2010
CVP-Basis
Eine Online-Umfrage bei der CVP ergab:
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Werte
Griechenlands Schulden
- Am 19. Mai 2010 werden Schulden in der Höhe on 8.5 Milliarden Euro fällig.
- Ende 2012 werden Anleihen in der Höhe von 86 Milliarden Euro fällig.
Dazu kommt die Neuverschuldung der nächsten drei Jahre, die auf 40 Milliarden geschätzt wird. - Daniel Gros vom Center for European Policy Study sieht den Kapitalbedarf Griechenlands bei 150 Milliarden Euro.
Die Privaten müssten entweder einen Teil der Schulden ans Bein streichen oder einer Verlängerung der Laufzeiten ausstehender Obligationen zustimmen.
Eine solche Restrukturierung der Schulden würde Griechenland ohne Zweifel mehr helfen als nur Kredite zu rund 5 Prozent. Die Geschichte zeigt nämlich, dass 36 Länder, die zwischen 1952 und 2008 vom IMF Hilfe erhalten hatten, ihre Schulden ein bis zwei Jahre danach trotzdem nicht mehr bedienten. Dies deshalb, weil überschuldete Länder oft strukturelle Probleme haben.
Charlotte Jacquemart in der NZZaS vom 25. April 2010, Seite 9.
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Zwangsehen in der Schweiz
Besonders betroffen sind Jugendliche aus der Türkei, aus Sri Lanka und aus dem Kosovo.
Gründe:
Gründe:
- Finanzielle Interessen der Eltern, bzw. der Verwandtschaft
- Religiöser Fanatismus
- Rückständige Tradition
Für viele Betroffene – meist junge Frauen der zweiten Migrantengeneration – beginnt mit der Heirat erst der schlimmste Teil ihres Martyriums: sexuelle Nötigung, häusliche Gewalt und gesellschaftliche Gettoisierung.
Luca Cirigliano in der WeWo16.10, Seite 49.
Sensibler dank Hormonspray
Ein Hormonspray kann Männer sensibler machen. Dies fanden Forscher aus Bonn und Cambridge heraus. Das Hormon Oxytocin sensibilisiere für so genannte „soziale Verstärker“ wie lobende oder tadelnde Gesichter. Für das Experiment wurden 48 Männer in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Hälfte erhielt ein oxytocinhaltiges Nasenspray, die andere ein Placebo. Die Oxytocin-Gruppe gab signifikat höhere emotionale Empathie-Werte zu Protokoll als die Placebo-Gruppe. Sei erreichten Werte, die sonst nur für Frauen typisch sind.
20min vom 30.04.2010, Seite 2.
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Sympahtiebonus für Indianer
Falls Sie dies schönfärberisch finden: Es war der ungelenke deutsche Finanzminister, der mit seiner Wildwestmetapher die Sympathien unfreiwillig zugunsten der Schweiz verteilt hat. Denn die Indianer sind seit Karl May die Sympathieträger der Welt. Sie sind die Guten und Gerechten. Sie können Fährten lesen, wissen umsichtige Häuptlinge in ihrer Mitte und haben eine warmes Bärenfell für eisige Nächte. Die Kavalleristen dagegen sind dümmliche Befehlsempfänger, die von fernen Generalstäben geführt werden und im Nachtlager frieren. Leider gibt es viel mehr Kavalleristen als Indianer
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Mittwoch, 28. April 2010
krankes Krankensystem in der Schweiz
In der Schweiz zahlen offenbar immer weniger Leute ihre Krankenkassenprämien. Laut einer Umfrage von "Sonntag" bei den fünf grössten Krankenkassen mussten im letzten Jahr alle Kassen zusammen hochgerechnet 550'000 Versicherte betreiben. Das schlägt sich in den offenen Rechnungen nieder: Alle Ausstände betragen rund 620 Mio. Franken. Die Folge 220'000 Versicherte waren von einem Leistungsstopp betroffen.20min vom 26.04.10.
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Staats- und Bankenkonkurs
Staatsgarantie
Banken: de facto, neuerdingsStaat: de jure - liegt im Wesen der Sache.
Beides ist schlecht und führt zu einem Moral Hazard:
Investmentbanker müssen die Verluste nicht tragen - kassieren nur die Boni im Gewinnfall. Sie gehen also höhere Risiken ein als wenn sie vollumfänglich für die Konsequenzen ihrer Entscheide einstehen müssten.
Doch leider sind die Politiker weder die besseren Menschen noch die besseren Finanzmanager als die Banker. Im Gegenteil, sie unterliegen den eher noch grösseren Fehlanreizen: Geld auszugeben, das sie nicht haben, geschweige denn selber erwirtschaftet haben. Politiker kennen auch wenig Hemmungen, wenn es darum geht, Schulden zu machen.Silvio Borner in der WeWo16.10, Seite 22.
realitätsfernes Rentensystem in Griechenland
Pavo Prskalo im Blick am Abend vom 27.04.10, Seite 11.
Für die desolate Lage sind somit ausschliesslich griechische Politiker verantwortlich. Die griechische Schuldenquote, gemessen am BIP, ist mit 125 Prozent mehr als doppelt so hoch wie die schweizerische. In den letzten zehn Jahren haben sich die Lohnkosten im Land praktisch verdoppelt. Kein Wunder, dass die Wettbewerbsfähigkeit litt und die Importquote auf ein Drittel anstieg. Die Renten betragen über 110 Prozent des letzten Nettoverdienstes in der aktiven Zeit. Und dies nach sage und schreibe fünfzehn Jahren Erwerbstätigkeit.Realitätsferne ist für mich gleichzusetzen mit Links. Man träumt von einer besseren Welt fernab von tatsächlichen Gegebenheiten. Doch weiss ich jetzt nicht wie die Regierung zusammengesetzt ist...
Silvio Borner in der WeWo16.10, Seite 22.
Ein anderes Problem liegt in der Demokratie: Derjenige Politiker, der am meisten verspricht - oder Hoffnung macht (Obama) wird gewählt. Nicht jener mit der besten Politik. Das Volk ist zu dumm - auch - oder vor allem - in seiner ganzen Breite. Nicht realistische Lösungen werden gewählt, sondern gut klingende Versprechen.
Klartext der Comedians
In einer Gesellschaft, in der das Denken und Reden zunehmend reglementiert wird, wo ganze Berufszweige wie Gleichstellungsbeauftragte oder Rassismusexperten die Öffentlichkeit nach verbalen Ausrutschern abscannen, nehmen sich Kabarettisten die Freiheit, genau dort zu wühlen, wo die meisten Verbotsschilder herumstehen.
Sie reissen Witze über die ganz heiklen Tretminen-Themen Religion und Sex. Sie nehmen sich Tabu-Minderheiten vor wie einzelne Ausländergruppen – oder sie wagen sich an Tabu-Mehrheiten wie die Frauen. Comedians sind Klartexter minus Verbissenheit.
Peter Keller in der WeWo16.10, Seite 54f.
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Gold Digger vs. Investment Banker
Email example contributed by Gregory D., Oct. 11, 2007:
THIS APPEARED ON CRAIG'S LIST
THIS APPEARED ON CRAIG'S LIST
What am I doing wrong?
Okay, I'm tired of beating around the bush. I'm a beautiful (spectacularly beautiful) 25 year old girl. I'm articulate and classy. I'm not from New York. I'm looking to get married to a guy who makes at least half a million a year. I know how that sounds, but keep in mind that a million a year is middle class in New York City , so I don't think I'm overreaching at all.
Are there any guys who make 500K or more on this board? Any wives? Could you send me some tips? I dated a business man who makes average around 100 - 150. But that's where I seem to hit a roadblock. 150,000 won't get me to central park west. I know a woman in my yoga class who was married to an investment banker and lives in Tribeca, and she's not as pretty as I am, nor is she a great genius. So what is she doing right? How do I get to her level?
Here are my questions specifically:
- Where do you single rich men hang out? Give me specifics- bars, restaurants, gyms
-What are you looking for in a mate? Be honest guys, you won't hurt my feelings
-Is there an age range I should be targeting (I'm 25)?
- Why are some of the women living lavish lifestyles on the upper east side so plain? I've seen really 'plain jane' boring types who have nothing to offer married to incredibly wealthy guys. I've seen drop dead gorgeous girls in singles bars in the east village. What's the story there?
- Jobs I should look out for? Everyone knows - lawyer, investment banker, doctor. How much do those guys really make? And where do they hang out? Where do the hedge fund guys hang out?
- How you decide marriage vs. just a girlfriend? I am looking for MARRIAGE ONLY
Please hold your insults - I'm putting myself out there in an honest way. Most beautiful women are superficial; at least I'm being up front about it. I wouldn't be searching for these kind of guys if I wasn't able to match them - in looks, culture, sophistication, and keeping a nice home and hearth.
THE ANSWER
Dear Pers-:
I read your posting with great interest and have thought meaningfully about your dilemma. I offer the following analysis of your predicament. Firstly, I'm not wasting your time, I qualify as a guy who fits your bill; that is I make more than $500K per year. That said here's how I see it.
Your offer, from the prospective of a guy like me, is plain and simple a crappy business deal. Here's why. Cutting through all the B.S., what you suggest is a simple trade: you bring your looks to the party and I bring my money. Fine, simple. But here's the rub, your looks will fade and my money will likely continue into perpetuity...in fact, it is very likely that my income increases but it is an absolute certainty that you won't be getting any more beautiful!
So, in economic terms you are a depreciating asset and I am an earning asset. Not only are you a depreciating asset, your depreciation accelerates! Let me explain, you're 25 now and will likely stay pretty hot for the next 5 years, but less so each year. Then the fade begins in earnest. By 35 stick a fork in you!
So in Wall Street terms, we would call you a trading position, not a buy and hold...hence the rub...marriage. It doesn't make good business sense to "buy you" (which is what you're asking) so I'd rather lease. In case you think I'm being cruel, I would say the following. If my money were to go away, so would you, so when your beauty fades I need an out. It's as simple as that. So a deal that makes sense is dating, not marriage.
Separately, I was taught early in my career about efficient markets. So, I wonder why a girl as "articulate, classy and spectacularly beautiful" as you has been unable to find your sugar daddy. I find it hard tobelieve that if you are as gorgeous as you say you are that the $500K hasn't found you, if not only for a tryout.
By the way, you could always find a way to make your own money and then we wouldn't need to have this difficult conversation.
With all that said, I must say you're going about it the right way. Classic "pump and dump."
I hope this is helpful, and if you want to enter into some sort of lease, let me know.
____________
Rob Campbell
J.P.Morgan
Diversified Industrials Investment Banking
277 Park Avenue, 16/F, New York , NY 10172
Just great! A hero...
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Freitag, 23. April 2010
The 9-12-Project
Glenn Beck, konservativer Moderator auf FOX TV initiierte im März 2009 das 9-12-Projekt. Er proklamiert 9 Prinzipien und 12 Werte. Einigen Grundsätzen kann ich nicht viel abgewinnen, anderen dafür umso mehr:
- [Equal rights but] there is no guarantee of equal results.
- I work (...) for what I have and I will share it with who I want to. Government cannot force me to be charitable.
- The government works for me. I do not answer to them, they answer to me.
"9-12"-Projekt
Tibeter: lieb, friedlich, herzig - und nicht mehr.
Die Tibeter fand ich immer herzig.
Endo Anaconda
[Vielleicht dürfte man von jemandem erwarten,] der sein halbes Leben meditierend verbracht hat, gewisse Dinge von einem erhöhten Standpunkt aus beleuchten, neue Blickwinkel in verstaubte Diskussionen bringen. Es gibt ja zahlreiche asiatische Denker, denen das gelungen ist. Der Dalai Lama ist diesbezüglich Anti-Werbung: wenn die Frucht jahrzehntelanger buddhistischer Praxis solche Allgemeinplätze sind.
Der Dalai Lama meinte, die Tibeter seien ein Vorbild für die Welt. Bei ihnen könne man lernen, Konflikte gewaltfrei zu lösen. (...) Schön und gut, aber der Konflikt, um den es geht, jener mit China, wurde ja nicht gelöst. Mit all seinem Aktivismus hat der Dalai Lama sein Land seit der chinesischen Besetzung 1959 keinen Schritt weitergebracht. Ein Nelson Mandela hat gezeigt, wie man mit der richtigen Mischung aus Entschiedenheit und Kompromissbereitschaft zum Ziel kommen kann. Die Dalai-Lama-Methode muss hingegen, nüchtern betrachtet, als gescheitert betrachtet werden.
David Signer in der NZZaS vom 18.04.10, Seite 75.
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Mehr Kreative = mehr Wirtschaftswachstum?
Kreativität ist die treibende Kraft der Ökonomie. Im Standortwettbewerb unter den Städten gewinnt, wer am meisten Designer, Werber, Fotografen, Filmemacher und Programmierer ansiedelt.
trendige Wohnungen, coole Bars und Restaurants, Schwulen-Freundlichkeit und vor allem: eine lebendige Kulturszene.
Coole Untergrund-Klubs, mondäne Konzerthallen und schicke Galerien-Happenings
Richard Florida, ein amerikanischer Ökonom und Professor an der Universität von Toronto in seinem 2002 erschienenes Buch «The Rise of the Creative Class»
Ein Richard-Florida-Report über die eigene Stadt kostet den Steuerzahler 250 000 Dollar. Wobei sich die eruierten Erfolgsfaktoren und «action plans» aufs Haar gleichen. (...) Seine Theorie mag auf die Leben junger Karrieristen-Bohémiens zutreffen.
Matthias Daum in der NZZaS vom 18.04.10, Seite 73.
Kultur macht zwar viel Arbeit. Aber im Wettbewerb um die hellen Köpfe nützt sie kaum.
Nur 1,2 Prozent der Befragten leben wegen der Freizeit- und Kulturangebote an ihrem jetzigen Wohnort.
Studie der Universität Amsterdam
Pornos prägen Rollen
Wenn sich Jugendliche im Internet Pornos anschauen, dann prägt sich bei ihnen eher ein altmodisches Frauen- und Männerbild aus. Das hat eine Befragung junger Menschen durch die niedersächsische Landesmedienanstalt ergeben. Während viele Sexualkontakte bei Knaben als cool gelten, würden Mädchen als Schlampen abqualifiziert. Für Jugendliche gehören die kostenlos zugänglichen Sex-Filme auf dem Computer oder dem Handy heute oft zum Alltag - tatsächlich haben sie aber eher weniger Sex als Jugendliche früher. Die Studie kommt zum Schluss, dass der vor allem bei Knaben verbreitete Konsum von Internet-Pornos negative Folgen haben kann. Junge Männer sähen sich beim Sex unter Leistungsdruck, junge Frauen eiferten einem übertriebenen Schönheitsideal nach.
Patrick Imhasly in der NZZaS vom 18.04.10, Seite 58.
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Muslime in Schweizer Armee
Seit geraumer Zeit regelt die Schweizerische Armee den priviligierten Umgang mit jüdischen Armeeangehörigen. Da es nun immer mehr muslimische Wehrpflichtige gibt (der Migrationspolitik sei dank), fühlt sich die Armee nun auch verpflichtet, dies zu reglementieren. Dabei stützen sie sich auf Allah persönlich. Muslime, welche bereits die RS absolviert haben, haben nämlich von ihm erfahren, dass sie mit Allah ein Abkommen treffen können, dass es für ihn akzeptabel ist, während des Militärdienstes lediglich einmal täglich zu beten. Und so einen Seich schreiben wir in offizielle Reglemente!
Neben Wünschen nach speziellen Gerichten und Feiertagen sind auch die muslimischen Gebetszeiten ein Thema. Das Merkblatt für die Rekruten weist darauf hin, dass die Pflichtgebete nach Dienstschluss in einem Gebet zusammengefasst werden sollen. «Das ist möglich», sagt Bolliger. Er bezieht sich dabei auf die Muslime, die bei der Erarbeitung der Merkblätter beteiligt waren und die RS absolviert haben. Diese hätten bestätigt, dass ein Muslim vor der RS mit Allah ein Abkommen treffen könne, während des Militärdienstes statt fünfmal täglich nur einmal zu beten. Für Gebete von Angehörigen aller Religionen stellt die Armee geeignete Räume zur Verfügung.
Matthias Herren in der NZZaS vom 18.04.10, Seite 10.
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Sprachzerfall bei Schweizer Jugendlichen
Bei der Zürcher Jugend macht sich zurzeit ein Dialekt breit, den man «Zürialbanisch» nennen könnte: ein beschränktes Züritüütsch-Vokabular, das in Rhythmus und Betonung «voll krass» die balkanischen Sprachen imitiert. Die gleiche Jugend lernt in der Schule brav Hochdeutsch, wendet die Sprache aber später nie mehr an. Sie schreibt ihre SMS in einem Idiom, das es nur auf Handys gibt.
Peter Rothenbühler in der NZZaS vom 18.04.10, Seite 19.
Weshalb die militärische Ausbildung der zivilen überlegen ist
Mitarbeitergespräche führen, Sitzungen leiten, Informationen weitergeben usw. sind alltägliche Führungsanforderungen im unteren und mittleren Kader in zivilen Organisationen wie auch in der Armee.
Entscheidnede Kompetenzen dazu:
Entscheidnede Kompetenzen dazu:
- Selbstkompetenz: Selbstkenntnis, Verantwortungsbewusstsein, Durchsetzungsfähigkeit, psychische und physische Belastbarkeit
- Sozialkompetenz: Kommunikation,Teamfähigkeit, Konfliktbewältigung
- Methodenkompetenz: Auftragserteilung, Arbeitstechnik, Sitzungstechnik, Prioritätensetzung
Weshalb die militärische Ausbildung der zivilen überlegen ist:
Flexible Lerngelegenheiten: Absolventen der oben erwähnten militärischen Kaderschulen sind in der Regel 20 bis 25 Jahre alt, das heisst sie sind noch flexibel genug für das Lernen von neuen Verhaltensweisen. In vergleichbaren zivilen Kursen liegt das Durchschnittsalter der Teilnehmenden zwischen 30 und 40 Jahren. Bei diesen Absolventen müssen oft zuerst alte Verhaltensmuster hinterfragt und eventuell eliminiert werden, bevor neue integriert werden können.
Lange Ausbildungszeiten (Wochen) sind zwar wegen der langen Arbeitsplatzabwesenheiten hinderlich. Für die Nachhaltigkeit des Lernerfolges sind sie aber entscheidend: Sie erlauben viele kleine Schritte und immer wieder das Üben, Kontrollieren und Verbessern.
Dadurch geschieht die Ausbildung prozesshaft, was gerade für das Aneignen von Verhaltenskompetenzen unabdingbar ist. Belastbarkeit oder Teamfähigkeit lassen sich kaum in einem Dreitageseminar trainieren. In der Armee wird das Gelernte unmittelbar in die Praxis integriert. Es müssen nicht wie in zivilen Ausbildungen künstliche Situationen in Form von Rollenspielen oder Fallstudien geschaffen werden, um den Lernstoff zu vertiefen. Das Lernen in der Armee wird dadurch sehr konkret und anschaulich.
Die Umsetzungskontrolle erfolgt in der Armee durch Instruktoren und Vorgesetzte unmittelbar und permanent. Sie funktionieren als Coaches. In zivilen Kursen Ausgebildete müssen allzu oft sich selber genügen und wissen nicht, wo sie bezüglich der Umsetzung des Gelernten stehen. Ihre
Vorgesetzten beschränken sich oft auf die Unterzeichnung der Kursbewilligung. «Die Führungskraft als Coach» wird in zivilen Betrieben zwar immer wieder propagiert, in der praktischen Umsetzung sieht es allerdings, wie Umfragen zeigen, nicht so gut aus.
Schliesslich findet die militärische Ausbildung aufgrund der zu lösenden Aufgaben und der zeitlichen Rahmenbedingungen unter permanenter Belastung statt. Während der Rhythmus in zivilen Ausbildungen sich eher den Bedürfnissen der Teilnehmenden anpasst.
Armee und zivile Betriebe benötigen Kader mit ähnlichen Führungskompetenzen. Diese Kompetenzen werden in der Armee wie auch in zivilen Ausbildungen vermittelt.
Das in der Armee angeeignete Wissen wird aber unmittelbar in Handlungskompetenz überführt, es wird immer wieder trainiert, oft auch in krisenähnlichen Situationen. Deshalb sind in der Armee erlernte Führungseigenschaften tiefer verankert und wirken nachhaltiger. Führungsausbildung in der Armee bietet somit einen hohen Mehrwert gegenüber in zivilen Kursen erworbenen Fähigkeiten.
Andreas Meyer, Selbstständiger Unternehmensberater, mypro Management Development, Oberstlt i Gst, ehemaliger Instruktionsoffizier, 7320 Sargans in ASMZ 6/2007, Seite 20f.
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Dienstag, 20. April 2010
«right or wrong, my Israel»
Stern: Kaum jemand in Amerika konnte sich bis vor Kurzem Kritik an Israel erlauben. (...) Im Ganzen kann man sagen, die amerikanischen Juden sind in der Mehrheit ziemlich vernünftig und gehören nicht zu denjenigen, die jegliche israelische Politik unterstützen. Aber die Minderheit ist so gut organisiert und so reich und so ideologisch fanatisiert, dass sie eben eine ganz große Rolle spielt. Das sind jüdische Gruppen (...) die sich aber besonders stark mit Israel identifizieren und glauben, dass jegliche Kritik unerlaubt ist. In Amerika ist es sehr viel schwieriger, kritisch über Israel zu reden, als in Israel. Die israelische Presse, die israelische Öffentlichkeit ist viel offener als mein Land, wo Kritik an Israel schnell als Antisemitismus gilt. Es ist noch schlimmer als in Deutschland, glaube ich.
Schmidt: Es ist in Deutschland auch ziemlich schlimm. Auch hier wagt kaum einer Kritik an Israel zu üben aus Angst vor dem Vorwurf des Antisemitismus.
Stern: Den größten Einfluss üben die Organisationen aus, die sich bei Wahlen einsetzen, AIPAC zum Beispiel – American Israel Public Affairs Committee. Die haben von Anfang an eine rechtsradikale Position eingenommen, sind auf den amerikanischen Populismus zugesteuert und haben eine enge Verbindung geschaffen zwischen rechts stehenden Amerikanern und Israel. Aber auch für Demokraten im Kongress ist es kaum möglich, sich in irgendeiner Weise kritisch gegenüber Israel zu äußern.
Schmidt: Sie sehen, wie heikel das Thema ist.
Stern: Und wie! Für das, was ich eben gesagt habe, würde ich in Amerika in manchen Kreisen als antisemitisch bezeichnet werden.
Schmidt: Vielleicht sollte man sich einmal darüber klar sein, dass es auf der Welt maximal fünfzehn Millionen Juden gibt, von denen leben gut fünf Millionen in Israel und wahrscheinlich fünf bis sechs Millionen in den Vereinigten Staaten von Amerika. Ich weiß es nicht. Macht zusammen elf. Und die restlichen vier verteilen sich über die ganze Welt – davon ein paar Hunderttausend in Deutschland, ein paar mehr in Frankreich, immer noch welche im Mittleren Osten, immer noch ein paar in Russland. Ein kleiner Staat, der durch seine Siedlungspolitik auf der Westbank und länger schon im Gaza-Streifen eine friedliche Lösung praktisch unmöglich macht. Deshalb haben die Israelis auch in Deutschland viele Sympathien verspielt.
Stern: Wann ist das umgeschlagen?
Schmidt: Die Sympathien waren am Anfang absolut überwältigend. Sie haben angehalten bis in die siebziger, achtziger Jahre. Ich glaube, es gibt da keinen präzisen Wendepunkt, irgendwann ist die Sympathie für Israel geschwunden –
Stern: Durch die Siedlungspolitik?
Schmidt: Wahrscheinlich, ja. Und durch die Beantwortung von Terror mit eigenem Terror.
Desweitern:
- Schmidt lehnt Sterns Formulierung, dass Deutschland eine historisch bedingte Verantwortung gegenüber Israel habe aufgrund einer "unsympathischen Grossmannssucht" ab.
- Er vermutet weiter eine genetische Disposition, welche totalitäre Radikalisierung begünstigt - und kann nicht ganz ausschliessen, dass diese in Deutschland gänzlich inexistent ist.
- Hjalmar Schacht - Reichswirtschaftsminister unter Hitler - wäre heute ein Held der Wirtschaftsgeschichte. Keynesianismus in reinster Form. Arbeitslosigkeit eliminiert.
"Unser Jahrhundert" von Helmut Schmidt und Fritz Stern liegt im Verlag C.H. Beck vor - teilweise veröffentlicht auf Cicero.de
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Kann man sich wirklich über das SBB-Ergebnis freuen?
In Kürze: Das ging rein: kontinuierliche Preiserhöhung zu Lasten der Konsumenten, 938 Mio. zur Deckung des Lochs in der PK; 2674,1 Mio. vom Bund, davon 150 Mio. Konjunkturhilfe (vgl. "operatives Ergebnis")
Das schaut dabei raus: 369.8 Mio. "Gewinn", davon 239.3 Mio. Immobilienverkäufe --> operatives Ergebnis 122.8 Mio. (-38.4%)
Auch beim Jahresergebnis erreichte die SBB ihre Ziele: Trotz Konjunktureinbruch und weltweiter Finanzkrise erwirtschaftete das Unternehmen 2009 ein Konzernergebnis von CHF 369,8 Mio. Im Vorjahr hatte der Gewinn CHF 345,0 Mio. betragen.
Das Jahresergebnis ist wesentlich zurückzuführen einerseits auf eine gute Vorbereitung auf das wirtschaftlich schwierige Jahr (frühzeitige Anpassung der Kapazitäten, differenzierter Einstellungsstopp etc.) und andererseits auf nicht wiederkehrende Verkaufserfolge im Immobilienbereich im Umfang von CHF 239,3 Mio., das sind CHF 111,8 Mio. mehr als im Vorjahr. Ohne die Erlöse aus Anlageverkäufen wäre das operative Ergebnis der SBB 2009 mit CHF 122,8 Mio. um 38,4 % tiefer ausgefallen als im Vorjahr (CHF 199,4 Mio.). Namentlich die Segmentergebnisse von SBB Cargo wegen Auswirkungen der Wirtschaftskrise und Infrastruktur wegen zusätzlichem Unterhalt liegen erheblich unter dem Vorjahr.
Die Leistungen der öffentlichen Hand für die SBB beliefen sich 2009 auf CHF 2674,1 Mio., CHF 123,8 Mio. mehr als im Vorjahr. Darin inbegriffen sind die CHF 150 Mio., die der Bund der SBB im Rahmen des Konjunkturförderungsprogramms 2009 zur Verfügung stellte.
Bereits 2010 stehen mit Rollmaterialinvestitionen von CHF 1 Mia., dem 2010 vom Unternehmen geleisteten zusätzlichen Sanierungsbeitrag an die Pensionskasse SBB von CHF 938 Mio. sowie mit wiederkehrenden zusätzlichen Arbeitgeberbeiträgen an die Pensionskassen-Sanierung von jährlich CHF 31 Mio. Mehrbelastungen im Umfang von über CHF 2 Mia. an, welche die SBB schwer belasten.
zweitrangige Israeli
In seinen Augen war Israel vor Jesus Christus ein missionierender Staat, sodass die Zahl echter Juden, die von jüdischen Müttern geboren waren, immer geringer war, als es der Staatsräson entsprach. Im heutigen Israel ist rund ein Viertel der Bevölkerung zweitrangig, weil nicht von einer Jüdin geboren.Klaus J. Stöhlker zitiert Shlomo Sand, Historiker an der Universität Tel Aviv
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