In den Städten Zürich und Winterthur leben 40% der kantonalen Bevölkerung, ein SP- und Grün-Substrat aus Beamten, Lehrern, Hochschulangestellten und Sozialdienstleistern, die kaum wissen, wie man aus eigener unternehmerischer Kraft Geld verdient. Im kantonalen Parlament kommen 63 von 180 Kantonsräten aus den beiden Städten, sodass die wenigen zahlenden Gemeinden resp. deren Steuerzahler keinen Stich haben gegen die Mehrheit der Kassierer.
Klaus J. Stoehlker
Mittwoch, 26. Mai 2010
ZH-Politik auf Kosten der Goldküsten-Steuerzahler
Pauschalbesteuerte in der Schweiz
Rund 5500 privilegierte, pauschalbesteuerte Ausländer sollen jährlich CHF 630 Mio. an Steuern bezahlen, im Schnitt gut CHF 100 000 pro Person.
Stöhlker
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Samstag, 22. Mai 2010
Stimmenkauf in der Demokratie
Der britische Staatssekor ist in den dreizehn Jahren Labour krankhaft angeschwollen.
Clegg, Cameron, Brown: Sie alle versprechen mehr Geld für alle möglichen Wählergruppen und kaufen sich so ihre Stimmen.
Anbiederung ist das simple Erfolgsrezept auch politischer Marketing-Gurus.Hansrudolf Kamer in der WeWo19.10, Seite 23.
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wertloses EU-Stimmrecht der Schweiz
Mag sein, dass wir dort ein bisschen über die Krümmung von Gurken oder die Normgrösse von Kondomen mitplaudern dürften. Doch die wesentlichen Entscheide fallen völlig ausserhalb der EU-Institutionen. Denn die Regeln der EU lassen Milliardenspritzen in marode Finanzsysteme oder für Einzelstaaten gar nicht zu.
Darum reiste Ministerpräsident Papandreou nicht nach Brüssel. Auch nicht in die Pleitestaaten Portugal, Spanien oder Italien. Sondern zu Kanzlerin Merkel nach Berlin. Und dann zu Sarkozy nach Paris. Zu den Zahlmeistern im Norden statt zu den Schuldenverwaltern im Süden. 27 Finanzminister beschlossen 750 Milliarden Stützungsmassnahmen für die Eurozone – ein Kartenhaus fragwürdiger Finanzvehikel. Ohne ein Parlament, geschweige denn ein Staatsvolk zu befragen. Das Stimmrecht in den EU-Institutionen ist nichts wert.
Christoph Mörgeli in der WeWo19.10, Seite 26.
In der Kürze liegt die Würze
Heutige Journalisten sind geschwätzig, emotionell und anspruchslos. Der Economist schreibt kurz, kühl und kompetent.Konzept des erfolgreichen Economist:
Es orientiert sich am eiligen, intelligenten Leser. Die Artikel sind auch bei komplexen Themen kurz bis sehr kurz. Die Texte sind schnörkellos. Stilistische Eleganz ist verpönt. Fotos gelten als unnötig.Kurt W. Zimmermann in der WeWo19.10, Seite 27.
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Feminismus, Sexyness und Fantasie
Das eigentliche Unheil des Feminismus ist die Feminisierung der Männer. Ein Kind, das männliche Orientierung sucht, entdeckt verunsicherte Schwächlinge, die über die richtige Frisur nachdenken. Schalten Sie das Fernsehen ein: In neunzig Prozent aller Hollywood-Filme ist der Mann der Idiot und die Frau on top.
Seither bin ich ein Spezialist für die Wechselbeziehung zwischen Prüderie und erotischer Besessenheit. Erotik, wie ich sie schätze, gibt es nur im Zusammenspiel mit Tabus. Sex ist für mich total uninteressant. Ich mache es mir selber viel besser. Selbstbefriedigung ist ohnehin das Beste, was es gibt. Du wirst nicht krank und hast keine verrückten Frauen am Hals. Mein Gefühl ist, dass die Erotik durch die sexuelle Freizügigkeit mehr und mehr verschwindet. Wenn alles Sex ist, wird Sex unsexy.
Männer haben einen Führer zwischen den Beinen, der uns mit seiner Zwangsherrschaft tyrannisiert. Das ist wie Hunger ohne Essen. Gleichzeitig sehnen wir uns nach diesem Diktator. Ohne Fantasie führt Sex aber nur zu einem Teelöffel Flüssigkeit. Hätten die Menschen mehr Mut, ihre erotischen Fantasien auszuleben, gäbe es keine Pornografie mehr.
Tomi Ungerer im Interview von Sven Michaelsen in der WeWo19.10, Seite 48ff.
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Vater über 50
Schweizer Männer welche über 50 Väter werden:
- 2008: 1046
- vor 10 Jahren: 945
- vor 30 Jahren: 394
Bspe: Roger Schwainski, Marcel Ospel, Franz Beckenbauer
Ich bin gelassener, finanziell besser gebettet als mit 25 und habe auch nicht mehr das Gefühl, etwas zu verpassen, wenn ich nicht an jede Party gehe. Davon profitiert mein Sohn. Ich habe eine statistische Lebenserwartung von rund dreissig Jahren. Genug Zeit also, meine Kinder - ich habe auch eine Tochter von acht Jahren - zu begleiten, bis sie erwachsen sind.Philippe Welti, 51, in der WeWo19.10, Seite 3.
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Gesundheitskosen Schweiz
- 2009: 61 bnCHF
- 2010: 63.3 bnCHF
- 2011: 65.6 bnCHF
Daten/Prognose KOF, ETH
Die Schweizer Bevölkerung zahlt soviel aus der eigenen Tasche wie in keinem anderen Land (ausser den USA): 14bnCHF jährlich für Zahnarzt, Pflegeheim, selbst bezahlte Medikamente und ambulante Leistungen. Dazu kommen 3bnCHF für Selbstbehalte und Franchisen. Das sind insgesamt 31% der Gesundheitskosten, welche in anderen Ländern vom Staat oder vom Versicherungssystem übernommen werden.
Elisabeth Rizzi in 20min vom 20.05.2010, Seite 14.
18 bnEUR für italienische Beamtenautos
„auto blu“: Dienstwagen der italienischen Politiker und hohen Beamten
Die Autos sind zumeist dunkelblau, glänzen immer wie neu, und haben vor allem ein Blaulicht, das mit einem Magneten auf dem Autodach festgemacht wird. Ausgelassen kurven die Fahrer der „auto blu“ durch die Stadt. Sie fahren über rote Ampeln, drängeln und parken wild.
Über 600.000 Politiker-Limousinen, sind in Italien registriert, 18 Milliarden Euro gibt der italienische Staat pro Jahr für Autos, Benzin und die Gehälter der Fahrer aus. Italien hat die meisten Dienstwagen für staatliche Institutionen weltweit.
Martin Zöller auf welt.de
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Prostitution - ein harter Job
Ethnologin Alice Sala arbeitete 6 Monate am Empfang in einem Massagesalon.
Der Arbeitstag einer Prostituierten dauert 8 bis 10 Stunden, doch nur davon sind dem Sex gewidmet. Sie empfängt höchstens fünf Kunden pro Tag, meistens zwischen zwei und vier. Die restliche Zeit verbringt sie am Telefon, um ihre Kunden an sich zu binden.
Jaja, ganz streng, schon wahr...
Es ist ein hartes Leben. Nicht unbedingt, weil die Prostitution zu Opfern abartiger Männerphantasien werden, sondern weil es sich um eine stigmatisierende Tätigkeit handelt, von der man niemandem erzählen kann. Man muss über ein enormes Selbstvertrauen verfügen, um dieses Doppelleben auszuhalten, das zu den belastensten Elementen des Berufs zählt.20min vom 14.5.10, Seite 6.
Und wie stigmatisierend ist es heute, Banker zu sein? Ohhh, die armen... ts!
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Donnerstag, 13. Mai 2010
Immigration entfremdet eigene Identität
Protest gegen den steten Zustrom von Ausländern unter dem Deckmantel der Asylsuche, eine Antwort auf den islamistischen Terror, (...) häufig illegale Immigranten (...) belastet in den Zuwanderungsländern die Infrastruktur, deren Ausbau von den Steuerzahlern berappt werden muss.Innerhalb der Gesellschaften machte sich ein multikultureller Relativismus nach dem Motto «Leben und leben lassen» breit.Wer sind wir? Welche Werte sind wichtig? Welche geschichtlichen Ereignisse zentral? Wie drücken wir den Stolz auf das eigene Land aus? Wo endet die Toleranz?
«Wer sind wir?» primär in der Negation gegeben wurde: «Das sind wir nicht.» Der Immigrant bildete die perfekte Folie, um sich vom andern abheben zu können.
Felix E. Müller in der NZZaS vom 9.5.10, Seite 17.
Gründe fürs Schleiertragen
Für das Tragen des Schleiers gibt es verschiedene Gründe, sowohl religiöse, traditionelle als auch gesellschaftspolitische. Manche muslimische Frauen folgen mit der Verschleierung einer Tradition, andere ziehen den Schleier über, weil es die Familie oder der Ehemann aus religiösen Gründen erwarten oder dies gar durch Androhung von Sanktionen erzwingen. Manche Frauen tragen den Schleier, weil sie selbst den Koran so auslegen, dass er ihnen dies vorschreibe. Oder weil sie ihre Frömmigkeit ausdrücken wollen. Laut Reinhard Schulze, Professor für Islamwissenschaft an der Uni Bern, seien kulturell spezifische Formen der Verschleierung eher als Zugehörigkeitssymbole gedeutet, durch die die Frau ihre Stellung in der Gemeinschaft bestätigt. Eine Vollverschleierung stehe meist in einem strengen religiösen Kontext, der auch patriarchalisch sein könne.Keiner dieser Gründe ist schützenswert, schon gar nicht unter der Absicht, sich in eine sekulare, aufgeklärte Gesellschaft zu integrieren.
Christine Brand in der NZZaS vom 9.5.10, Seite 25.
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Herkunft von "Schweizer" Muslimen

Heute leben in der Schweiz 350 000 bis 400 000 Muslime (5 Prozent), die aus über hundert Ländern stammen. Die meisten von ihnen sind keiner muslimischen Organisation angeschlossen. Rund 50 000 Muslime praktizieren ihren Glauben, 10 000 gelten als strenggläubig. In die Schweiz kamen die Muslime in mehreren Einwanderungswellen. Die ersten muslimischen Gastarbeiter reisten - angeworben durch die Wirtschaft - Ende der sechziger Jahre ein, zunächst aus der Türkei, später auch aus dem ehemaligen Jugoslawien. Die meisten wollten möglichst rasch und etwas reicher nach Hause zurückkehren. Doch viele blieben. Gegen Ende der siebziger Jahre zogen sie aufgrund eines neuen Gesetzes Frauen und Kinder in die Schweiz nach. Die dritte Einwanderungswelle hatte politische Gründe: Während des Balkankrieges suchten viele Muslime aus dieser Region Asyl, später kamen Flüchtlinge aus Afrika hinzu. Heute stammt mehr als die Hälfte der Muslime in der Schweiz aus den Ländern Ex-Jugoslawiens, rund jeder fünfte Muslim aus der Türkei. Nur 5,6 Prozent stammen aus der arabischen Welt.
Mittlerweile wird die zweite und die dritte Generation in der Schweiz geboren. Die Geburtenrate der muslimischen Frauen ist fast doppelt so hoch wie die der Schweizerinnen. Daher ist die muslimische Bevölkerung auch jünger: Die Hälfte ist unter 25 Jahre alt. Während 1970 weniger als drei Prozent der Muslime Schweizer waren, sind es heute deutlich über zehn Prozent.Christine Brand und Michael Furger in der NZZaS vom 18.4.1, Seite 22f.
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Einwanderung steuern und kontrollieren
aktuell:
Den 2000 unbeschränkten («B») und 3500 kurzzeitigen («L») Aufenthaltsbewilligungen stehen rund 50 000 B- und L-Bewilligungen gegenüber, die im letzten Jahr an Personen aus EU-17- und Efta-Staaten ausgestellt wurden. Zudem erhielten 10 542 Personen Asyl (oder Ähnliches), davon allein 2700 als Härtefälle. Kurz: Doppelt so viele Nicht-Europäer kommen zu einer Bewilligung via Asyl als via Kontingent - Illegale nicht mitgezählt.
wie es sein sollte:
Dabei gäbe es Alternativen. Australien und Kanada regeln die Einwanderung anhand eines Punktesystems. Ein Unternehmen kann eine Spezialistin einstellen, falls diese eine genügend hohe Punktezahl aufgrund von Ausbildung, Berufserfahrung und Sprachkenntnissen erreicht. Das Punktesystem kann an die Bedürfnisse eines Landes angepasst werden. Vor allem schafft es für Arbeitgeber und Arbeitnehmer Rechtssicherheit - einer der Schweizer Standort-Trümpfe.
Monika Bütler in der NZZaS vom 25.4.10, Seite 20.
Goldman Sachs vernetzt mit Washington D.C.
Nur einmal geriet die Bank selbst in arge Bedrängnis. Als der Versicherer AIG am 15. September 2008 vor dem Kollaps stand, drohte Goldman ein Milliardenverlust. Bei der New Yorker Notenbank kam es zu einer Krisensitzung, die in die Geschichte eingehen dürfte. Während andere Banken nur Helfer schickten, nahmen für Goldman CEO Blankfein, Finanzchef David Viniar und Betriebschef Jon Winkelried teil. Für das Finanzministerium, das von Blankfeins Vorgänger Henry Paulson geführt wurde, sass Dan Jester im Raum - auch ein Ex-Goldman-Mitarbeiter. Man war praktisch unter sich, als eines der grössten Rettungspakete der Finanzgeschichte beschlossen wurde: AIG erhielt so viel Geld, dass er alle Schulden bei seinen Geschäftspartnern begleichen konnte. Niemand bekam so viel Geld aus der Staatskasse wie Goldman: 12,9 Mrd. $.
Die Verbindungen zwischen Wall Street und Washington waren schon immer eng. Doch auch hier hat Goldman die Nase vorn. Unter Präsident Obama hat sich das nicht geändert. Dessen oberster Wirtschaftsberater Larry Summers pflegt enge Verbindungen zur Bank. Und der Gastgeber der AIG-Krisensitzung, Timothy Geithner, wurde unter Obama Finanzminister. Kurz nach seiner Amtsübernahme in Washington kündigte Geithner vor der Presse an, die Rolle der Lobbyisten zu begrenzen. Am gleichen Tag stellte er seinen Stabschef vor: Mark Patterson, ehemaliger Lobbyist von Goldman.
griechischer Staatshaushalt frisiert
Mit einem Bilanztrick half Goldman Sachs der griechischen Regierung 2001, den Staatshaushalt schönzurechnen. Das Land tauschte Schulden, die es in Fremdwährungen aufgenommen hatte, in Euro um. Abgerechnet wurde zu einem fiktiven Wechselkurs, durch den sich das Geld auf dem Papier vermehrte. Erst Jahre später wurden die wahren Schulden Griechenlands bekannt. Goldman soll am Deal 300 Millionen Dollar verdient haben.
Sebastian Bräuer in der NZZaS vom 25.4.10, Seite 29.
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fehlende Xenophobie: eine Erbkrankheit (Williams-Beuren-Syndrom)
Menschen mit diesem Syndrom gehören zu den freundlichsten Wesen auf Erden. «Sie sind extrem an anderen Leuten interessiert», sagt Andreas Meyer-Lindenberg aus Mannheim. Sie gelten deshalb als hypersozial. «Sie unterhalten sich mit jedem, egal wie abschreckend er sich verhält oder abstossend er aussieht.» Soziale Furcht ist ihnen fremd.
Und dies alles wegen einer genetischen Veränderung: Typischerweise fehlen den Betroffenen auf dem Chromosom 7 über 20 Gene, was eine Reihe medizinischer Folgen hat. Dazu gehören unter anderem eine geistige Behinderung, Hör-, Seh- und Herzprobleme sowie ein charakteristisches «Elfengesicht» mit einer breiten Stirn, einem kleinen Kinn, vollen Lippen, vorstehenden Wangenknochen und einer kleinen, kugeligen Nasenspitze. Kinder mit dem Williams-Syndrom sind zugleich ausgesprochen musikalisch und verfügen über ein ausgeprägtes Rhythmusgefühl.
Wie zu erwarten war, brachten die Kinder ohne Erbkrankheit positive Eigenschaften überdurchschnittlich häufig mit Personen weisser Hautfarbe in Verbindung, die negativen Charaktere hingegen assoziierten sie mit Menschen dunkler Hautfarbe. Anders die Kinder mit Williams-Syndrom. Sie zeigten keine Bevorzugung ihrer eigenen ethnischen Gruppe.
Gegen Geschlechterstereotype hingegen waren auch die Kinder mit Williams-Syndrom nicht gefeit. So antworteten sie bei Fragen wie: «Wer repariert das Auto?» oder «Wer kocht das Essen?» nicht anders als die gesunden Kinder. «Dies deutet darauf hin, dass den verschiedenen Stereotypen unterschiedliche Hirnmechanismen zugrunde liegen», sagt Meyer-Lindenberg.
Theres Lüthi in der NZZaS vom 25.4.10, Seite 62f.
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Boni der Grossbanken
In London werden Boni ab 25'000GBP mit 50% besteuert. Die internationalen Grossbanken stellen Reserven bereit:
- Deutsche Bank: 225 mEUR
- Bank of America: 465 mUSD
- Goldman Sachs: 600 mUSD
- Citigroup: 400 mUSD
Quelle: NZZaS
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Der Mann als weibliches Produkt
Sie sprechen in Ihrer Forschung von den neuen „Muttersöhnchen“. Die sind das Gegenteil des angepassten Mannes, tragen zum häuslichen Frieden aber trotzdem nicht bei. Wen meinen Sie damit genau?
Meine Forschung hat gezeigt, dass jede fünfte Mutter ihren Sohn eigentlich zu einer besseren Ausgabe ihres Ehemannes oder Lebenspartners erzieht. Der Sohn muss weiblichen Ansprüchen gerecht werden und wird gleichzeitig zu ihrem Verbündeten. Er tröstet die Muter über den unzufriedenen Partner, der sein Vater ist. Er weiss genau, wie man mit einer Frau umgehen muss, denn von den Erwartungen seiner Mutter wurde er geformt, damit sie nicht unzufrieden ist, sich nicht vernachlässigt fühlt. Werden solche Männer erwachsen, legen sie ein gegenteiliges Verhalten an den Tag. Die Instrumentalisierung durch die Mutter bringt es mit sich, dass sie tendenziell keine Kritik durch ihre Partnerinnen zulassen und ihre Frauen nicht als gleichwertige Partnerinnen wahrnehmen können.
- Wenn die Männer den weiblichen Ansprüchen und den Vorstellungen von Pflichterfüllung nicht entsprachen, waren auch die Chancen auf Sex und Nachwuchs gering.
- Die Anerkennung der Frau, seit je der männliche Motor, um Dinge zu tun, die er eigentlich nicht tun will.
- Das Selbstbild der Männer hängt erheblich von der dauerhaften weiblichen Kritik an ihnen ab.
--> der Profeminist: Die Kritik der Frauen ist berechtigt, also kann ich als Mann nur dann sinnvoll und moralisch sein, wenn ich mache, was die Frauen von mir erwarten.
Die Väter verlassen ihre Familien eher zögerlich, vielfach erst nach langen aufreibenden Auseinandersetzungen über die Besuchsregelung für die Kinder.
Gerhard Amendt im Interview mit Franziska K. Müller und Peter Rigaud in der WeWo15.10, Seite 48ff.
Zufriedenheit der Frau ist Aufgabe des Mannes?
Vielleicht sind die Ehefrauen und Partnerinnen aus gutem Grund unzufrieden?
Das kann nur sagen, wer Zufriedenheit als ständige Gabe von Männern erwartet. Unzufriedenheit ist Ausdruck von Konflikten. Die muss man eben gemeinsam lösen. Klar, die Männer machen Fehler wie die Frauen. Aber wer einen Schuldigen für alle Missstände sucht, der hält sich weder mit kritischer Selbsterforschung noch mit der Suche nach Konfliktlösungen auf.
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Frauenbewegung und Feminismus
Frauenbewegung:
- Gleichberechtigung
- Befreite Sexualität
- Gleichberechtigte Beziehungen, Bildung und berufliche Möglichkeiten
- Frauen wollen aus eigener Kraft selbsständig und eigenständig sein
- Anpackende, eigenverantwortliche Persönlichkeiten
- Verweigerung von Eigenverantwortung und der Zuweisung der Schuld für eigenes Versagen an die Männer
- Keine Eigenverantwortung
- Frauen und Männer sind Feinde.
- Frauen sind die Opfer und zu keinen schlechten Taten fähig und unter dem Strich ein wehrloses Wesen.
- Der Mann wird als Ursache allen Übels verteufelt.
- Frauen sind diesen brutalen Geschöpfen wehrlos ausgeliefert und können nichts dagegen ausrichten.
Der Emanzenkult ist denkfaul und heimtückisch.
Doris Lessing zur modernen Frauenbewegung
Nach einem langen Siechtum an intellektueller Verödung und gesellschaftlicher Irrelevanz wird der Feminismus sterben.
Gerhard Amendt im Interview mit Franziska K. Müller und Peter Rigaud in der WeWo15.10, Seite 48ff.
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