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Donnerstag, 27. Oktober 2011

Langfristig wird der Euro nicht überleben

Griechenland produziert nichts, können also keine Schulden abbauen. Der Schuldenerlass ist deshalb die einzige Möglichkeit.
  • Die Signalwirkung ist verheerend: Wer es völlig verbockt, kriegt 50% geschenkt. "Ihr müsst zwar sparen, doch wir haben auch schon Geld bereit, falls ihr nicht wollt."
  • Die von der EU initiierte Finanztransaktionssteuer um spekulative Geschäfte zu verbieten findet wohl kaum auf diesem hochspekulativen Fonds Anwendung.
  • Da unter keinen Umständen die führenden Politiker am ganzen Schlammassel schuld sein können, suchen sie die Schuldigen ausserhalb und verlangen von den Banken eine Kernkapitalaufstockung. Dies in einer bereits jetzt schon angespannten Situation. Dadurch werden die Banken bei der Kreditvergabe zurückhaltender, was wiederum die Wirtschatsentwicklung schwächt.
 Roger Köppel am 27.10.2011 in der Morgenkolumne auf Radio1

Mittwoch, 24. September 2008

Die finanzielle Krise

1990 veröffentlichte der 2006 verstorbene Harvard-Ökonom John Kenneth Galbraith eine historische Übersicht über die schwersten Finanzkrisen der letzten 400 Jahre (A Brief History of Financial Euphoria). Dabei hat er einen übereinstimmenden Ablauf ausfindig machen können:
  1. eine Finanzinnovation: eine leichte Abwandlung eines bestehenden Finanzinstruments weckt neue Hoffnungen
  2. eine spekulative Blase: neue Einschätzungen, welche durch fundamentale Veränderungen gekennzeichnet sind
  3. bewunderte Schlüsselfiguren sind taktangebend: ihr finanzieller Erfolg wird ihrer aussergewöhnlichen Intelligenz zugesprochen
  4. der grosse Knall: in kurzer Zeit kommt es zu drastischen Preiskorrekturen
  5. Phase des Ärgers: Es entfachen Diskussionen über Regulierung und Reformen
In Anlehnung an Daniel Heller in der NZZaS vom 21.9.08, Seite 39.

Dienstag, 10. Juni 2008

Ölspekulanten treiben Preise hoch

Enron schaffte eine Gesetzeslücke, welche zum Standard im elektronischen Handel von Kontrakten wurde. Nur noch ein Bruchteil des Ölhandels wird noch von der US-Terminmarkt-Aufsicht, der CFTC, überwacht. Über 70 Prozent des Handelsvolumens auf dem Ölmarkt seien auf Spekulationen zurück zu führen. Dies führt zu einer Überteuerung von 25 bis 30 Prozent.
In Anlehnung an Sebastian Bräuer und Heike Buchter in der NZZaS vom 8.6.08, Seite 51.