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Montag, 25. April 2011

Fehler Personenfreizügigkeit

Inzwischen hat es sich herumgesprochen. Die damals vielgepriesene Personenfreizügigkeit zeigt zusehends Nachteile: steigende Mieten, überfüllte Züge, verstopfte Strassen, überbautes Kulturland, Einwanderung in den Sozialstaat, Anstieg der Sockelarbeitslosigkeit, überforderte Schulen und Universitäten. Selbst für Befürworter, die sich bisher jeglicher Debatte verweigert hatten, ist die Zuwanderung aus dem Ruder gelaufen.
Andreas Kunz in der WeWo16.11, Seite 12.

Dienstag, 7. September 2010

reiche, ungeschickte Frauen

Frauen haben Mühe, Geld zu verwalten. Desinteresse und Angst prägen ihr Verhältnis zu Geld.
Frauen in der Schweiz besitzen heute rund 450 Mrd. Fr., über ein Viertel aller Vermögen.
[Frauen] leben im Durchschnitt länger als Männer. Das hat zwei Folgen - erstens: "Die Mehrheit der Erben sind heute schon Frauen", sagt die Gleichstellungsbeauftragte Dore Heim. Dieses Geld will gut angelegt sein. Zudem müssten sich Frauen neben der Verwaltung des Familienvermögens auch verstärkt mit der eigenen Altersvorsorge beschäftigen.


Gründe

historischer Nachteil:
Frauen fehlt die Erfahrung, weil sie einen historischen Nachteil haben gegenüber Männern. Bis 1985 verloren Frauen gemäss dem damaligen Eherecht bei ihrer Heirat die Verfügungsgewalt über ihr Vermögen und erhielten im Fall einer Scheidung dieses auch nicht zurück, sondern wurden mit Alimenten unterhalten. Noch heute, so Heim, würden viele Frauen anlässlich einer Scheidung auf ihnen zustehendes Geld freiwillig verzichten.
Fachwissen: untalentierter, bereits in der Primarschule in Mathematik...
Männerwelt: Die Branche bleibe eine Männerdomäne...
Werte&Sinn: Frauen haben andere Werte als Männer. Philosophische Fragen über Geld ersetzen Renditeziele.
Verlustangst: Frauen sind risikoaverser.
In Anlehnung an Gabriela Weiss in der NZZaS vom 29.08.2010, Seite 33.

Mittwoch, 10. März 2010

economiesuisse zum EU-Beitritt

Economiesuisse erörtert in einem neuen Bericht sechs Szenarien zur schweizerischen Europapolitik. Eines davon ist der EU-Beitritt:

+ Recht auf Mitbestimmung in der EU
+ vollständiger Marktzugang
+ höherer Konkurrenzdruck im Inland
- Regulierungsdichte
- Verlust an Eigenständigkeit in der Wirtschaftspolitik
- Aufgabe der Geld- und Währungspolitik
- Anpassungen bei der Steuerpolitik
Stefan Bühler in der NZZaS vom 21.02.10, Seite 11.

Es ist offensichtlich, dass die Nachteile überwiegen:
  • Einengung und Bürokratie
  • Wohlstand sinkt auf europäisches Niveau
  • Währungschaos, siehe am Beispiel Griechenland. Der Unfähigkeit von entsprechenden Versagerstaaten ausgeliefert.
  • Verdrehtes Staatsverständnis: Der Bürger dient dem Staat, anstatt umgekehrt.
btw: "In der Schweiz hat man eine Identitätskarte. Ein amtliches Dokument, dass einem die eigene Identität bestätigt. In Deutschland hat man einen Personalausweis. Ein Papier, das bestätigt, dass man zum Personal der BRD gehört."
In Anlehnung an Volker Pispers.