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Sonntag, 8. Januar 2012

DSK: Die Falle


Nafissatou Diallo betrat vor und nach der angeblichen Vergewaltigung mehrfach ein neben Strauss-Kahns Suite liegendes Zimmer. Sie hat ihre Vorgesetzten erst nach ihrer Visite in diesem Raum alarmiert. Das Sofitel gibt die Identität des möglichen Gastes dort nicht preis.
Diallo betrat das Hotelzimmer um 12.06. Ungeklärt ist, weshalb das Sofitel die New Yorker Polizei erst um 13.31 informierte.
Der Sofitel-Sicherheitschef könnte seinen Vorgesetzten René-Georges Querry in Paris informiert haben, welcher seinerseits Nicolas Sarkory nahe steht. Querry befand sich zu diesem Zeitpunkt zu einem Fussballspiel, welches er sich zusammen mit Sarkozy anschauen wollte.
Die Überwachungskameras hielten um 12.50 bei der Rückkehr Diallos in das Hotelzimmer den "dreiminütigen Freundentanz" zweier Sofitel-Managers fest.
DSKs Blackberry wurde bisher nicht gefunden, wurde aber laut dem Betreiber um 12.51 Uhr deaktiviert, ein Eingriff, der nur Technikern möglich ist.
Andreas Mink nimmt Bezug auf eine Recherche der "New York Review of Books" in der NZZaS vom 27.11.11

Sonntag, 28. Februar 2010

Steueranwalt Sarkozy

Vor seinem Aufstieg in die höchsten französischen Staatsämter und vor seinem populistischen Aufruf zur Finanzmoral, zur Erstellung schwarzer Listen und zur Einführung drakonischer Strafen gegen «Steueroasen» war Nicolas Sarkozy Anwalt im noblen Pariser Vorort Neuilly-sur-Seine. Spezialgebiet seiner Kanzlei war die Beihilfe zur Geldflucht; Sarkozy reiste höchstpersönlich regelmässig nach Genf, um die Transaktionen vorzunehmen.
Urs Paul Engeler in der WeWo6.10, Seite 24ff.

Sonntag, 7. Februar 2010

Schuldenkönig Sarkozy

Bis Jahresende dürfte die französische Haushaltsschuld explodieren, von bisher rund 65 Prozent auf 83 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP); in wenigen Jahren könnte sie 100 Prozent erreichen. Kein Sozialist, weder François Mitterand noch Lionel Jospin, liess die Finanzen dermassen aus dem Ruder laufen wie Sarkozy.
Stefan Brändle in der WeWo4.10, Seite 38f.

Freitag, 4. Januar 2008

Der Mensch ist menschlich

Ich glaube, der Verstand muss Rücksicht auf die Instinkte nehmen. In unseren impulsiven Reaktionen verbergen sich Dinge, die wir gern verdrängen: Wir wären gerne weniger neidisch, eifersüchtig, raffgierig und herrschsüchtig. Meiner Meinung nach ist der menschliche Instinkt aber ebenso wie der tierische auf Besitz ausgerichtet. Und ich glaube, angebliche Intellektuelle blenden das oft aus, weil sie das nicht als Teil ihres Wesens akzeptieren wollen. Was bedeutet, dass sie gar nicht so intelligent sind. Ich weiss, dass ich niedere Beweggründe habe. - Jede Menge. Wie jeder Mensch. Und ich stehe dazu. Ich finde es sogar interessant. Ein Problem habe ich nur mit Menschen, die diese -negative Seite unserer Menschlichkeit verunglimpfen. Wenn man diesen Aspekt leugnet, dann leugnet man seine ganze Menschlichkeit. Das ist jedenfalls meine Überzeugung. Man muss auch die Schwierigkeiten akzeptieren, das Leiden im Leben.
Carla Bruni, die neue Freundin von Nicolas Sarkozy, zitiert von Alix Sharkey in der Weltwoche 1.08, Seite 13ff.

Mittwoch, 26. September 2007

Tod den "régimes spéciaux"

Gibt es ein Land, das stärkere Arbeiterrechte hat als Frankreich? 35-Stunden-Woche, unkündbare Arbeitsverträge, Frühpensionierungen, Sonderzulagen, etc.?! Deshalb möchte Sarkozy das Arbeitsrecht möglichst übersichtlich gestalten und zwar für Staatsangestellte wie für Angestellte der Privatwirtschaft. In der Schweiz ist wurde der Beamtenstatus erst kürzlich abgeschafft. War auch höchste Zeit! Zum Glück hat dies Blocher in die Hand genommen :-). Gewerkschaften sind ja gut und recht, doch die französischen Gewerkschaften sind so stark, dass sie einen konstruktiven Fortschritt verhindern, also mehr schädlich als nützlich sind.