Posts mit dem Label Prüfung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Prüfung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 31. Januar 2010

Wissen ist online

Seit der Inhalt ganzer Bibliotheken ins Netz abwandert...

Wer die französischen Regierungserklärungen von 1789 bis 1870 auswendig hersagen kann, geniesst kein höheres Ansehen als der iPhone-Besitzer, der die Erklärungen in zwei Sekunden auf sein Display zaubert. (--> App Wikipanion)

Was gebrauchsfertig für alle im Netz steht, ist es nicht länger wert, auswendig gelernt zu werden.
Martin Helg in der NZZaS vom 31.01.10, Seite 63
...und deshalb sind sämtliche akademischen Leistungen, welche keine Open-Book-Prüfungen zulassen, zu ignorieren.

Donnerstag, 23. Juli 2009

überholte Lernmethoden

Nur die Schule meint noch: "Hier, du allein, und wenn es eine Prüfung gibt, dann darfst du nicht zum Nachbarn schielen." Anstatt dass man sagt: "Diskutiert, wie man das lösen kann." Wenn ich mit Managern rede, habe ch weniger Probleme, verstanden zu werden, als wenn ich bei einer Leherfortbildung bin. Die kapieren, was sich ändern muss, damit wir Menschen kriegen, die in die Lage versetzt werden, die heutigen komplexen Probleme überhaupt noch denken zu können. Was für uns Sinn macht, lernen wir besser. Wenn wir bloss auf die nächste Prüfung büffeln, verpufft alles.
Georg Feuser, Sonderpädagogik-Professor im Interview mit Jojakim Cortis in der WW26.09, Seite 48ff

Freitag, 7. Dezember 2007

orthodoxer Jude

Gestern fand die Türmlihuusprüfung statt. Es handelt sich dabei um eine Prüfung der Zivilcourage, wo man mit eigenen Abneigungen konfrontiert wird. Das Thema wird unmittelbar vor der Ausführung bekannt gegeben, vorbereitet wird seitens des Prüfungskomitees. Meine Aufgabe bestand darin, verkleidet als orthodoxer Jude Unterschriften für Minarette und Muezzin-Gesang zu sammeln. Mit dem Verweis auf die Glaubensfreiheit war ich natürlich sehr überzeugend, doch fand trotzdem nicht viele Unterschriftswillige.

Für einmal kam ich in den vollen Genuss der in der Schweiz geschützten Privilegien für Minderheiten. Jeglicher Kritik an mir konnte ich mit der "Todes"-Gegenfrage begegnen: "Hast du was gegen Juden?!" Niemand will/kann/darf darauf antworten. So auch beim Begrabschen einer Freundin eines Türmlihüüslers. Sie kannte mich offensichtlich noch nicht und nahm es irgendwie dramatisch, ts! Jetzt kennt sie mich.

Euch allen ein fröhliches Chanukka! :-P