Posts mit dem Label kopieren werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label kopieren werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 16. Mai 2011

Das Urheberrecht ist nicht mehr zeitgemäss

Schüler und Studenten kopieren und klauen wie selbstverständlich im Internet. Selbst gewöhnliche Nutzer begehen manchmal intellektuellen Diebstahl. Wie soll das Urheberrecht überleben?

Das Urheberrecht kollidiert tatsächlich frontal mit dem Internet. In der alten Welt ist das Teilen und Austauschen von Inhalten urheberrechtlich geschützt, in der Internet-Welt ist das Kopieren, Teilen und Mitgestalten Teil der DNA des Mediums.

Also müsste man das Urheberrecht über Bord werfen?

Das Urheberrecht schaffte Anreize, um kreative Leistungen zu erzielen. Mit dem Internet entsteht plötzlich eine neue Motivation, kreativ schöpferisch zu sein. Das muss den Urheberrechtlern zu denken geben.

Welche Geschäftsmodelle werden die Urheberrechtsleistung in der digitalen Zukunft entlöhnen?

Allem voran die Werbeeinnahmen. (...) Aufmerksamkeit ist die neue Währung des Internets. Und die Werbeindustrie liebt gezielte Werbung.

Urs Gasser, Schweizer Harvard-Professor im Interview von Daniel Puntas Bernet in der NZZaS vom 15.5.11, Seite 36f.

Samstag, 24. Juli 2010

UBS wird zur CS Nr. 2

Seit der SBG-SBV-Fusion zur UBS war die UBS die unangefochtene Nr. 1. Eher militärisch orientiert, hierarchisch, gross, der Platzhirsch.

Doch seit dem falschen Vertrauen in den amerikanischen Immobilienmarkt und deren vermeintlicher Rechtssicherheit ist alles anders. Die CS entpuppt sich als jene Bank mit dem längeren Atem, der nachhaltigeren Strategie. Nachdem die CS aussergewöhnlich schnell von den UBS-Fehlern gelernt hat, sich unmittelbar von US-Amerikanischer Kundschaft distanzierte und sofort Subprime-Papiere abstiess, lernt nun die UBS von der CS.

Oswald Grübel besetzte einige Schlüsselpositionen bei der UBS mit CS-Leuten. 80% der vakanten Stellen sollen aber mit internen Leuten besetzt werden, so die Beruhigung des Schweiz-Chefs.

4 Parallelen:
  1. Einführung der Funktion des Schweiz-Chefs. 40% des Vorsteuergewinns stammen aus der Schweiz. Eine solche Funktion gibt es bei der CS deshalb schon länger, bei der UBS erst seit letztem Jahr – besetzt durch Lukas Gähwiler, ex-CS.
  2. Corporate Identity: „Egal wo, wenn ein Kunde eine UBS betritt, soll er dies merken, ohne auch nur ein Logo oder ein Schriftzug gesehen zu haben.“ Die UBS investiert XXX Mio. CHF in die 300 Geschäftsstellen, in einheitliche Möbel, Materialien, Farben, etc. Die CS hat vor ein, zwei Jahren damit begonnen.
  3. „Kundenmanager:“ Nach dem Betreten der Bank, soll der Kunde nicht in einer Schlange stehen, sondern proaktiv von einem Mitarbeiter angesprochen werden. Die CS kennt dieses Konzept des „Floormanagers“ schon seit zwei, drei Jahren.
  4. Integrierte Bank: Die fünf „Silos“ Privatkundengeschäft, Private Banking, Investment Banking, Firmenkundengeschäft, Asset Management sollen zu einer wirklich integrierten Bank werden. Bei der CS nennt sich dies „OneBank“ und wurde ebenfalls unter Grübel lanciert, allerdings bereits vor ungefähr fünf Jahren.
Slogans:
CS: Client Focus, Teamwork, best People.
UBS: Wahrheit, Klarheit, Leistung.

Die Grübel-Strategie hat für die CS funktioniert. Die Chancen stehen gut, dass es auch für die UBS passt. Doch gibt es heutzutage keine Alternative, eine Bank erfolgreich zu managen?

In Anlehnung an Markus Städeli in der NZZaS vom 4. Juli 2010, Seite 23.

Donnerstag, 23. Juli 2009

überholte Lernmethoden

Nur die Schule meint noch: "Hier, du allein, und wenn es eine Prüfung gibt, dann darfst du nicht zum Nachbarn schielen." Anstatt dass man sagt: "Diskutiert, wie man das lösen kann." Wenn ich mit Managern rede, habe ch weniger Probleme, verstanden zu werden, als wenn ich bei einer Leherfortbildung bin. Die kapieren, was sich ändern muss, damit wir Menschen kriegen, die in die Lage versetzt werden, die heutigen komplexen Probleme überhaupt noch denken zu können. Was für uns Sinn macht, lernen wir besser. Wenn wir bloss auf die nächste Prüfung büffeln, verpufft alles.
Georg Feuser, Sonderpädagogik-Professor im Interview mit Jojakim Cortis in der WW26.09, Seite 48ff