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Freitag, 28. August 2009

rentables Bundesinvestment in die UBS

Der Bund hat am Donnerstag seine Wandelanleihe von 6 Mrd. Fr. in UBS-Aktien gewandelt - und an Investoren verkauft. Inklusive Verzinsung hat der Bund auf seiner Anlage einen Gewinn von 1,244 Mrd. Fr. erzielt. Die Investition in die schlingernde UBS war lohnend; die Jahresrendite beläuft sich auf 30%.

Selbst das Engagement der Schweizerischen Nationalbank befindet sich deutlich im Plus. Seit Anfang Oktober ist beim Stabilisierungsfonds zwar ein Verlust von 4,5 Mrd. $ aufgelaufen. Er übersteigt damit per Ende Juni 2009 die Eigenkapital-Einlage der UBS um 628 Mio. $. In weiser Voraussicht hat die Nationalbank bei der Konzeption der Rettung aber eine zusätzliche Verlustabsicherung ausgehandelt: Sie hat eine Option zum Kauf von 100 Mio. UBS-Aktien zum Nominalwert von 10 Rappen. Beim jetzigen Aktienkurs von Fr. 18.62 ist die Option folglich über 1,8 Mrd. Fr. wert. Zieht man davon den nicht gedeckten Verlust des Stabilisierungsfonds von 0,7 Mrd. Fr. ab, würde im Moment ein Plus von 1,1 Mrd. Fr. resultieren.

Der Gewinn der SNB ist theoretischer Natur. Der Stabilisierungsfonds der SNB trägt im Moment noch ein maximales Risiko von 28 Mrd. Fr. Weil die Immobilien- und Finanzmärkte seit Ende Juni auf Erholungskurs sind, dürfte sich das Minus des Stabilisierungsfonds weiter verringert haben. Wenn der Stabilisierungsfonds sein Darlehen zurückzahlt, erhält die Nationalbank eine Gewinnbeteiligung von 1 Mrd. $ sowie 50% des restlichen Eigenkapitals. Die Option auf UBS-Aktien würde dann nicht ausgeübt.
Daniel Hug in der NZZaS vom 23.08.09

Donnerstag, 25. Juni 2009

1,1 Mrd. für die SBB-PK

Niemand regt sich gross darüber auf, weil es schon fast normal ist: Ein Staatsbetrieb betreibt Misswirtschaft und der Steuerzahler soll dies unterstützen.

Die UBS "kostete" den Steuerzahler zwar 6 Mrd. CHF, jedoch wird dies wieder zurück bezahlt, mit ordentlich Zinsen. Das ist nicht vergleichbar mit den Defiziten von Staatsbetrieben! Verlorenes Geld!

Die UBS ist systemrelevant. Bei einem Untergang würde das internationale Bankenssystem mitgerissen. Doch die SBB-Pensionskasse? Sie soll ihren Versicherten lediglich tiefere Pensionen ausschütten - ohne den Bund zu belasten.

Sonntag, 10. August 2008

"Überwälzungsregel"

Der Bund legt damit fest, dass für jedes Viertelprozent Zinserhöhung 3% Mieterhöhung gerechtfertigt ist:
Die Hausbesitzer nutzten diese Einladung trotz Leerwohnungskrise: Die Mieten stiegen von 1989 bis 1995 um volle 40%.
Beat Kappeler in der NZZaS vom 3.8.08