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Donnerstag, 21. Juni 2012

Steuervergleich Frankreich-Schweiz

Seit dem Wahlsieg von François Hollande zieht es angeblich viele reiche Franzosen in die Schweiz. Hat sich diese Zuwanderung auch in ihrer Bank bereits bemerkbar gemacht? 
Es gibt eine Menge Ammenmärchen, genauso wie es etwa heisst, in der Schweiz zahle man keine Steuern. Dabei sind wir ein Hochsteuerland.
Wie bitte? 
Französische Unternehmer unterliegen zum Beispiel nicht der wirtschaftlichen Doppelbesteuerung. Ihre Firmen gelten vielmehr als Arbeitsutensil, das nicht unter die Vermögenssteuer fällt – im Gegensatz zur Schweiz. Entsprechend konnte ich bis jetzt auch nicht feststellen, dass ein grosser Schwung Franzosen nach Genf gezogen wäre. Es bleibt auch abzuwarten, ob François Hollande sein Wahlversprechen einlöst, die Einkommensmillionäre mit 75 Prozent zu besteuern. Ich bin eher skeptisch. Wenn eine solche Abgabe kommt, dann so verwässert, dass nur wenige davon betroffen sind. Vom grossen Exodus aus Frankreich in die Schweiz ist zurzeit noch nichts zu bemerken. 
Eric Syz im Interview mit finews.ch

Dienstag, 14. Juli 2009

Dubais Exodus

Wer entlassen wird in dieser Stadt, verliert auch sein Visum, Arbeitslose ind im Geschäftsmodell Dubai nicht vorgesehen. Es bleiben dreissig Tage Zeit, m entweder eine neue Anstellung zu finden oder das Land zu erlassen.

En ungedeckter Check ist ein Verbrechen in Dubai, die Gefängnisse, melden Hilfsorganisationen, sind voll. Auch das Konzept eines Bankrotts kommt nicht vor in diesem Rechtssystem, finanzielles Scheitern ist ein Straftatbestand.

Man stellt jetzt Inder und Asiaten an [die für 50 bis 60 Prozent des Gehalts eines Weissen arbeiten]. Und diese Leute haben nicht denselben Ausbildungsstandard wie wir Westler. Sie haben nicht unser Tempo, unsere Genauigkeit. Die packen das nicht. Dubai wird auf sehr lange Zeit unter einem Brain Drain leiden.
Joanna Brodrick, Personalchefin einer englischen Unternehmensberatung für Baufirmen, welche keinesfalls rassistisch verstanden werden will, sondern schlicht aus Erfahrung spricht.

Guido Mingels im Magazin

Sonntag, 24. Mai 2009

DDR trotzt 2'500 Mrd. CHF Konjunkturprogramm

Der Nutzen staatlicher Beihilfen ist nicht erwiesen. Das grösste Konjunkturprogramm der Gegenwart ist die seit bald zwei Jahrzehnten mit Grossaufwand betriebenen Aufpäppelung der früheren DDR. Insgesamt zweieinhalb Billionen Franken investierte die Bundesrepublik bisher in den Aufbau Ost. Die Resultate sind ernüchtern. (...) Die DDR krankt nach wie vor an einem Massenexodus und einem auch im Vergleich mit anderen ehemaligen Oststaaten schwachen Wirtschaftswachstum. (...) Es ist das alte Drama der Planwirtschaft: Beste Absichten produzieren Unheil und Verluste.
Roger Köppel in der WW21.09, Seite 5f.