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Freitag, 8. April 2011

Harraga –Wirtschaftsflüchtlinge im Maghreb nach Europa


  • Nur 10 – 15% der Ausreisewilligen geben dafür eine reguläre Arbeitsstelle auf.
  • Staatlicher Mindestlohn in Tunesien beträgt 250 Dinar pro Monat = 170 CHF.
  • 20'000 Immigranten auf Lampedusa, 90% davon Tunesier.

Auswanderung ist ein Business: Besitzer von kleinen Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen, Taxichauffeure, Vermittler, die pro ausreisewilligen Kandidaten eine Kommission von 100 Dinar erhalten, Fischer, die ihre alten Kähne zu guten Preisen abstossen, jüdische Goldhändler, die Müttern ihren Schmuck abkaufen, damit der Sohn nach Italien ausreisen kann. Und natürlich die Schlepper, die innert kürzerster Zeit zu ansehnlichen Vermögen kommen (Reingewinn einer Überfahrt: über 100'000 Franken).
Beat Stauffer in der NZZaS vom 03.04.2011, Seite 24

Dienstag, 5. April 2011

Immigranten aus Eritrea und Somalia

Quelle: Lukas Häuptli in der NZZaS vom 3.4.2011, Seite 10.

Sonntag, 27. Februar 2011

Flüchtlinge oder junge, männliche Arbeitslose?

Was von den Fernsehsprechern unkritisch als «Flüchtlingsströme» bezeichnet wurde, machte stutzig: Man sah weder Familien noch Kinder, keine Alten und keine Frauen, sondern junge Männer, die vor den Mikrofonen erzählten, dass sie keinen Job mehr hätten. Ein Flüchtling ist ein Mensch, der in seinem Heimatland an Leib und Leben bedroht ist und daraus einen Anspruch auf Asyl ableiten darf. Die jungen Tunesier, die in den Hafen von Lampedusa und von dort in Sommarugas Unterkünfte drängen, sind keine Flüchtlinge, sondern Arbeitslose, die ihr Glück in Europa suchen. Dank der neuen Justizministerin wird sich bald auch die Schweiz mit ihnen beschäftigen müssen.
Roger Köppel in der WeWo7.11, Seite 5.