Hilfe bot dem hilfsbereiten Helfer seinerzeit schon das hiesige Asylchaos. Lumengo reiste 1982 aus Angola in die Schweiz und verlangte als angeblich verfolgter Jugendaktivist der kommunistischen MPLA politisches Asyl. Dumm nur, dass seine MPLA keine Oppositionsbewegung war, sondern damals wie heute die despotisch herrschende Regierungspartei. Lumengo erhielt denn auch nie einen positiven Asylbescheid, sondern die Niederlassung im Rahmen der üblichen «Global- lösungen». Und dann das Schweizer Bürgerrecht. Die beiden Kinder des Wahlhelfers leben übrigens unbehelligt in Afrika.
Die grösste Hilfe böte dem verurteilten SP-Mann der Integrationsartikel, der statt der SVP-Ausschaffungsinitiative in Kraft treten soll. Lumengo könnte als Jurist den Staat wegen mangelhafter Integration einklagen. Warum hat ihm keiner gesagt, dass man einen Zusammenprall mit der Autobahnleitplanke der Polizei anzeigen muss? Warum hat ihm keiner gesagt, dass man in der Schweiz mit Wahlzetteln weniger kreativ umgeht als seinerzeit in Angolas MPLA? Die SP wollte Helfer Lumengo zum Rücktritt verhelfen. Doch er behilft sich mit dem Parteiaustritt. Und verhilft sich so zu seinem Einkommen. Sonst würde aus dem afrikanischen «Vorzeige-Immigranten» wieder der Normalfall – nämlich der Sozialfall.
Christoph Mörgeli in der WeWo46.10, Seite 30.
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Samstag, 25. Dezember 2010
Lumengo, der Helfer
Donnerstag, 10. Januar 2008
allgegenwärtiger Rassismus in Afrika
Westler bedauern die Unruhen in Kenia, wobei "dieses Land doch eine solch vorbildliche Demokratie" sei/gewesen war. Die Wahlfälschungen lösten die Unruhen aus, in einem sonst stabilen und fortschrittlichen Land.
Falsch! Es gibt keine wirklichen Demokratien in Afrika. Schade, denn die vermeintliche Gleichheit aller (negrid) wäre doch eine hervorragende Voraussetzung dafür. Dies ist aber nur die undifferenzierte Sicht aus der Ferne. Die ethnischen Unterschiede in Afrika sind enorm. Unzählige Stämme kämpfen um die Vorherrschaft ("tribalistischer Sprengstoff"). Dies kann in schlimmsten rassistisch motivierten Genoziden (Hotel Ruanda) enden. Der jeweilige Präsident verkörpert den Sieg einer ethnischen Gruppe. Wahlfälschungen stellen da nur eine weitere Einladung dar, die Machtverhältnisse gewaltsam zu kippen.
Inspiriert von David Signer in der Weltwoche 2.08.
Falsch! Es gibt keine wirklichen Demokratien in Afrika. Schade, denn die vermeintliche Gleichheit aller (negrid) wäre doch eine hervorragende Voraussetzung dafür. Dies ist aber nur die undifferenzierte Sicht aus der Ferne. Die ethnischen Unterschiede in Afrika sind enorm. Unzählige Stämme kämpfen um die Vorherrschaft ("tribalistischer Sprengstoff"). Dies kann in schlimmsten rassistisch motivierten Genoziden (Hotel Ruanda) enden. Der jeweilige Präsident verkörpert den Sieg einer ethnischen Gruppe. Wahlfälschungen stellen da nur eine weitere Einladung dar, die Machtverhältnisse gewaltsam zu kippen.
Inspiriert von David Signer in der Weltwoche 2.08.
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