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Dienstag, 26. April 2011

noch mehr staatliche Sonderzulagen

  • eine Verfügbarkeitszulage für die Chauffeure der Bundesräte
  • eine Gefahrenzulage für die humanitären Helfer in Krisengebieten

Neben den Sonderzulagen gibt es ordentliche Zulagen für die Funktion oder den Arbeitsort. So erhält etwa jeder Bundesangestellte einen Ortszuschlag, dessen Höhe sich an den Lebenskosten, der Steuerlast und der Lage seines Arbeitsortes bemisst. Besonders schlecht schneiden diesbezüglich ausgerechnet die Bundesstadt Bern und deren Vorort Ittigen ab, wo das Gros des Personals arbeitet. Beide sind in der höchsten Zulagen-Kategorie eingestuft, was den dort engagierten Bundesangestellten eine Prämie von knapp 5500 Franken im Jahr beschert.

Generell sind wir der Meinung, dass diese Ausnahmeregelungen so schnell wie möglich aufgehoben werden sollten. Die diversen Zulagen verfälschen das Lohngefüge und wecken untern den Ämtern wechselseitig neue Begehrlichkeiten.
Arthur Loepfe, Präsident der FinDel

Diese Zulangen sind fester Bestandteil des Lohnes, welche man nicht einfach streichen darf. Bei der Überprüfung fordern wir deshalb eine Mitsprache. Zu einer Streichung bieten wir höchstens dann Hand, wenn die Zulagen im Gegenzug ins ordentliche Salär überführt werden.
André Eicher, Gewerkschaftler, Chef der Verhandlungsgemeinschaft des Bundespersonals

Daniel Friedli in der NZZaS vom 24.04.2011, Seite 11.

Ich fordere: Keine Mitsprache der Gewerkschaftler. Sofortige Streichung der Sonderzulagen gemäss FinDel.

staatliche Risikozulagen für Nichtflieger

Je nach Amtsalter erhalten die Militär-, Transport- oder Testpiloten eine Zusatzprämie in der Höhe von 14 000 bis knapp 60 000 Franken pro Jahr. Begründet (...) mit der Gefahr, der sich die Piloten in der Luft aussetzen. (...) Auch Piloten, die altershalber oder aus medizinischen Gründen nicht mehr fliegen können, erhalten die Zulage ausbezahlt.
Die Finanzdelegation des Parlaments (FinDel) fordert eine Überprüfung dieser Flugzulagen in der Höhe von jährlich rund 10 mCHF.

Daniel Friedli in der NZZaS vom 24.04.2011, Seite 11.

Montag, 27. April 2009

Kinderzulagen

Nachwuchs ist nicht gleich Nachwuchs, man konsultiere das Intro von Idiocracy. Es gibt erwünschte, geplante Kinder, die in wohlsituierte Verhältnisse geboren werden und es gibt die anderen, welche später dann in den Sozial- und Kriminalitätsstatistiken auftauchen.
In den USA wurde beispielsweise festgestellt, dass minderjährige oder drogenabhängige ledige Mütter zur Verbesserung ihrer Einkünfte nicht nur ein Kind, sondern mehrere zur Welt brachten. (...) Bei zu hohen Kindergeldzahlungen besteht die Gefahr, dass sie von sozial schwachen Gruppen zur Einkommensmaximierung missbraucht werden.
Untersuchungen zeigen immer mehr, dass das soziale Umfeld, die Familienstruktur oder die Stunden, die Eltern ihren Kindern widmen, für den schulischen und geslleschaftlicehn Erfolg von grosser Bedeutung sind.
Kurt Schiltknecht in der WW17.09, Seite 23.
Dass es dazu überhaupt Statistiken braucht?! Ist doch logisch. So drängt sich folgender Schluss auf:
Da hoch qualifizierte Personen oft zu einem beruflichen Schwergewicht neigen, finanzielle Ziele verfolgen und unterproportional zum Nachwuchs beitragen, sollen die Kinderzulagen erhöht werden: Ein Anreiz, auf den (auch) diese Gruppierung reagiert, wenn er genügend hoch ist. Neu werden Kinderzulagen aber nur noch an Eltern von Kindern entrichtet, welche nicht getrennt leben und deren Eltern (also die Grosseltern) zu 75% (3 von 4) in der Schweiz geboren wurden. Die Bauernkinder wird es weiter geben, doch im städtischen Umfeld würde sich spürbar etwas ändern...