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Montag, 8. August 2011

Hoffen auf zunehmendes Bauernsterbern

Betriebsaufgaben bedeuten, dass die Betriebe von anderen übernommen werden und zu grösseren Konglomeraten zusammengeschlossen werden. Damit einher geht eine Modernisierung, der Betrieb wird effizienter und ökologischer, wovon Nutztiere und Umwelt profitieren.

Bauernhofpopulation

  • CH (2011): -1.6%
  • CH (90er): -2.7%
  • D (2011): -2.6%
  • F (2011): -3.5%

In der Schweiz geben nicht zu viele Landwirte ihre Höfe auf, sondern zu wenige.
bto in der NZZaS vom 07.08.2011, Seite 15.

Mittwoch, 13. April 2011

Öko-Feeling in der Stadt Zürich

Sogar in der Stadt Zürich ist das Geld knapp, weshalb sie Prioritäten setzt.

Sie investiert u.a. in unbekannter zweistelliger Millionenhöhe in deutsche und norwegische Windparks. Neuerdings auch für 19.54 mCHF in das Solarkraftwerk Puerte Errado (Hafen des Irrtums), welches subventionierten Strom für spanische Klimaanlagen produziert.

Die Zürcher beziehen zwar nach wie vor den realen Strom aus Beznau, zahlen aber den Ökopreis und dürfen dafür das Wohlgefühl für sich beanspruchen, dass dank ihnen irgendwo auf der Welt jemand Ökostrom konsumiert.

Dies ist wichtiger als die Lunch-Checks der Staatsangestellten, Planstellen bei Polizei und Triemlispital oder die Fertigstellung des Hardturmstadions, welche allesamt zurückgestellt wurden.

In Anlehnung an Alex Baur in der WeWo14.11, Seite 27.

Mittwoch, 30. April 2008

moralisch erhabener Umweltschutz

Die meisten Umweltthemen der Vergangenheit und Gegenwart (...) waren vom ersten Tag an moralisch festgezurrt. Verbände und Umweltpolitiker hielten unbeirrt am einmal eingeschlagenen Kurs fest, auch wenn sich längst herausgestellt hatte, dass die jeweilige Massnahme nichts brachte oder – schlimmer noch – der Umwelt mehr schadete als nützte.

Beispiele dafür gibt es leider viele. So schadet die übertrieben gründliche Reinigung von Flusswasser vielen Fischarten, weil wichtige Nährstoffe plötzlich fehlen. Auch das Recycling von Plastikverpackungen gilt als «öko», obwohl dabei oft mehr Energie hineingesteckt als gespart wird. Auch der Tropenholzboykott erwies sich als Irrweg, weil damit dem Wald der Wert genommen wird, was die Brandrodung begünstigt. WWF und Greenpeace brauchten ein Jahrzehnt, um zu erkennen, dass es kontraproduktiv war, Tropenholz pauschal zu boykottieren.

In Sachen Biotreibstoffe ist nun erstmals eine vermeintlich ökologische Lösung zu einem frühen Zeitpunkt kritisch überprüft worden. Dafür ein dickes Dankeschön an WWF & Co.
Dirk Maxeiner und Michael Miersch in der WW18.08