Vor allem junge Männer sagen immer unumwundener: «Warum soll ich in Klubs stundenlang Girls anbaggern, wenn ich im Internet die schärfsten Frauen finde, gratis, ohne Aufwand und ohne das Risiko, dass sie am Ende des Abends dann doch abwinken?» Der amerikanische Sänger John Mayer bezeichnete Internet-Pornografie in einem Interview mit dem Playboy als «völlig neue synaptische Leitung. Du wachst am Morgen auf und klickst eine Website an. Es gab Tage, da hatte ich bestimmt schon dreihundert pussies gesehen, bevor ich aus dem Bett kam. Internet-Pornografie hat die Erwartungen meiner Generation völlig verändert. Du siehst ein Bild und denkst: Das ist das Heisseste, was du je gesehen hast, und dann suchst du doch weiter, bevor du einen Orgasmus hast. Wie soll das deine Beziehung mit einer Frau psychologisch unberührt lassen? Es muss sie verändern.»
Beatrice Schlag in der WeWo12.11.
Freitag, 29. April 2011
Wie Internet-Pornografie die Sexualität zwischen Mann und Frau beeinflusst
Mittwoch, 18. März 2009
Ende des ehrlichen Feedbacks
political correctness in der Geschäftswelt: Nach einem Bewerbungsgespräch oder einem Zwischenqualifikationsgespräch kann man nicht mehr auf ehrliches Feedback hoffen. Es werden abgegriffene Floskeln wie "Andere Bewerber passen besser auf die ausgeschriebene Stelle" etc. zurückgegriffen. Dies verhindert, dass man sich aufgrund von konstruktivem Feedback verbessern kann.
"Du kommscht hier nicht rein": Der Türsteher darf heute nur noch einen Grund bringen, weshalb jemand nicht in einen Club rein kommt: "Er passe nicht ins Gesamtkonzept des Clubs." Mehr darf er nicht ausführen, weil er sonst gerade wegen Beleidigung oder der Anti-Rassismus-Strafnorm verklagt werden kann. Folglich wissen die Abgewiesenen nicht, wo ihr "Verbesserungspotential" liegt.
Mittwoch, 19. September 2007
Clubboykott
Ich bezahle bei einem ordentlichen Clubbesuch locker 80 bis 100 CHF. Der schweizerische Durchschnittskonsum in Clubs beträgt aber ca. 30 CHF - und das gilt als hoch. Das "Problem" sind jene, die gratis reinkommen oder gratis "saufen". Das sind meist kleine, dumme Schlampen. Man lässt ein paar solche rein und hat zu Hauf Deppen wie mich drin, die ihre Kohle dort liegen lassen.
"Das einträglichste Publikum ist zwischen 18 und 20 Jahre alt. Sie gehen sehr regelmässig an Partys, sind aber auch sehr untreu", sagt Jane Wakefield vom Verein Petzi, der rund siebzig Schweizer Klubs vertritt.Aus diesem Alter bin ich ja raus - und inzwischen auch etwas realisitscher geworden. Denn die Schlampen gehen offensichtlich nicht mit denselben Absichten in die Klubs:
"Sex, wieso? In den Klubs bekommst du tausend Komplimente und wirst von jenen bewundert und begehrt, die du auch heiss findest." Das sei ein Riesenkick und eigentlich fast besser als Sex.
Franziska K. Müller in der Weltwoche 35.07, Seite 28ff.
