Posts mit dem Label New York werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label New York werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 3. September 2011

Mad Men - gute alte Zeiten

Was Sie Liebe nennen ist von Leuten wie mir erfunden worden, um Strümpfe zu verkaufen.
Donald Draper, Hauptperson 
Hauptschauplatz ist die Werbeagentur Sterling Cooper in New York zu Beginn der sechziger Jahre. Sterling Cooper sitzt, wie alle erfolgreichen Werbefirmen New Yorks, an der Madison Avenue. Daher der Titel der US-Serie. Die Werber sind fast durchgehend weiss und männlich, rauchen so unaufhörlich, dass einem beim Zusehen die Augen tränen, und genehmigen sich schon morgens einen Whisky. Über Mittag treffen sie sich häufig mit heimlichen Geliebten, abends ist ein Abstecher in den Strip-Klub beliebt, bevor sie nach Hause in die Vorstadt fahren. 
Sehnsucht nach der Frau von früher
Das weibliche Personal der Agentur ist vorwiegend zum Tippen und zur Versorgung der Männer angestellt. Ausserdem sehen die Männer gern und unverhohlen auf die Brüste in den spitzen Büstenhaltern. Pose ist wichtiger als Inhalt, Stil erfolgreicher als Haltung. Die schamlos und genüsslich zelebrierte Entwürdigung von Frauen, die ungenierten Witze über Juden und Schwule, eine Moral, die von politischer Korrektheit Jahrhunderte entfernt scheint. 
Es gibt diese männlich geprägte Hierarchie ja nach wie vor, sie ist nur nicht mehr so sichtbar. Ich denke, das ist ein Grund, warum die Serie so viele Menschen anspricht. Das Verhältnis zwischen Mann und Frau ist fairer, aber auch komplizierter geworden. Jetzt muss man diese komischen Verhandlungen führen. Viele Männer fühlen sich heute entmannt und wertlos. Sie wollen ihre Familien ernähren und die Entscheidungen fällen. Da gibt es eine ziemliche Nostalgie.
Jon Hamm spielt Don Draper
Beatrice Schlag in der WeWo34.11, Seite 62f.

Dienstag, 3. November 2009

unerschüttbarer Bloomberg

Als Michael Bloomberg sah, dass er von den Demokraten nicht zur Wahl zum Bürgermeister von New York vorgeschlagen würde, wechselte er kurzerhand zu den Republikanern.

Er nimmt 85 Millionen Dollar in die Hand, um seine Wiederwahl zu sichern. Sein Gegner verfügt über 6 Millionen Dollar.

Nachdem die New-Yorker bereits zweimal Nein zur Aufhebung einer Amtszeitbegrenzung gesagt haben, wartete er gegen Ende seiner zweiten Amtszeit gezielt zu, so dass keine Volksabstimmung mehr möglich war. Die alten, eigennützigen Senatoren begrüssten schliesslich die Option auf eine weitere, dritte Amtszeit.
In Anlehnung an Roman Elsener in der NZZaS vom 1.11.09, Seite 7.

Dienstag, 28. Juli 2009

Die 10 teuersten Strassen

  1. Avenue Princesse Grace, Monaco, $120,000 per sq/m
  2. Chemin de Saint-Hospice, Cap Ferrat, South of France, $100,000 per sq/m
  3. Fifth Avenue, New York, $72,000 per sq/m
  4. Kensington Palace Gardens, London, $65,000 per sq/m
  5. Avenue Montaigne, Paris, $54,000 per sq/m
  6. Via Suvretta, St Moritz, Switzerland, $45,000 per sq/m
  7. Via Romazzino, Porto Cervo, Sardinia,$42,000 per sq/m
  8. Severn Road, The Peak, Hong Kong, $40,000 per sq/m
  9. Ostozhenka Street, Moscow, $35,000 per sq/m
  10. Wolseley Road, Point Piper, Australia, $28,000 per sq/m

Wealth Bulletin

Dienstag, 10. Februar 2009

überlegene Kultur

Kipp Academy in der South Bronx:

Diese Modellschule für sehr arme schwarze Gegenden, die zurzeit getestet wird, ist sehr erfolgreich. Die Kinder wollen nicht nur in der Schule bleiben, sondern leisten Hervorragendes. Die Schule ersetzt die Kultur der Gemeinschaften und Nachbarschaften ihrer Schüler durch eine völlig neue, schulzentristische Kultur. Man gibt seine Freunde auf und kümmert sich um nichts ausser die Schule. Die Schüler kommen um sieben Uhr morgens, gehen abends um sechs, auch am Wochenende und während der Sommerferien. Sie haben für nichts anderes mehr Zeit. Es ist eine radikale, dramatische, harte Lösung, aber sie funktioniert.

Es hat sich gezeigt, dass Kinder das wollen, weil sie verstehen, dass die Kultur, die sie in der Schule bekommen, derjenigen ihrer Familie überlegen ist. Sie wissen, dass sie mit der Kultur ihrer Nachbarschaft nie ans College kommen können, nie einen richtigen Job lernen können, aber das es mit dieser Schule möglich ist.
Malcolm Gladwell im Interview mit Beatrice Schlag und Philipp Gut in der WW6.09, Seite 48ff.

Montag, 26. Januar 2009

Berufsverbot für Ed Fagan

Nachdem Ed Fagan im Dezember 2008 bereits seine Zulassung als Anwalt in New York verloren hat, wurde sie ihm jetzt auch noch in New Jersey entzogen. Da er nur in diesen beiden Staaten zugelassen war, kann er nun seinen Beruf nicht mehr ausüben. Das Gericht sprach Fagan schuldig, zwei seiner Mandantinnen um 510'000 USD betrogen zu haben das Bundesgericht getäuscht zu haben und 370'000 USD Schulden nicht bezahlt zu haben.

:-D :-D :-D

Donnerstag, 15. Januar 2009

Danke, Madoff - weniger gläubiges Geld

Ich habe bereits etwas darüber spekuliert, wer durch Madoff Geld verloren haben könnte. Meine "New York bis Florida"-These ist nicht ganz unfalsch:
  • Ascot Partners, von J. Ezra Merkin gegründeter Hedge-Fund: 1.8 Mrd. USD
  • Clal Insurance Enterprice Holdings, israelisches Finanzinstitut: 3.1 Mio.
  • Congregation Kehilath Jeshurun, Synagoge in New York: 3.5 Mio
  • Foundation of Loas Angeles, Stifung jüdischer Philanthropen: 18 Mio.
  • Harel Insurance Investments and Financial Services Ltd, israelischer Versicherer: 14.2 Mio.
  • Hadassah, amerikanisch-zionistische Frauenorganisation: 90 Mio.
  • Long Island Jewish Health System: 5.7 Mio.
  • Phoenix Holdings, Israelische Finanzgesellschaft: 2.6 Mio.
  • The Maimonides School, jüdische Tagesschule in Brookline: 3 Mio.
  • Elie Wiesel Foundation for Humanity: 15.2 Mio.
  • Yad Sarah, Israelische NGO: 1.5 Mio.

  • Yeshiva University in New York: Millionenverluste
  • Chais-Familienstiftung in Kalifornien, investiert jährlich grosse Summen zu Gunsten von Projekten in Israel oder Osteuropa, steht vor der Pleite
  • Robert I. Lappin Charitable Foundation, finanzierte Reisen nach Israel für Teenager, Bildungsprogramme für jüdische Pädagogen oder ökumenische Aktivitäten
Dirk Rheker in der WW1/09, Seite 34, Quellen: Wall Street Journal / Sonntag

Das sind nicht alle Gelder welche Madoff mitgezogen hatte, jedoch für mich die bedeutendsten und erfreulichsten: Diese Gelder wurden zur Missionierung, zur Stärkung und Förderung eines Glaubens benutzt - eine grosse Übelsquelle. Gehen diese Gelder jetzt verloren, werden die internationalen Finanzströme etwas entreligiösisiert - Es gibt weniger gläubiges Geld.

Sonntag, 2. März 2008

Favorit Obama

  • Clinton wird mit dem PC-Typen verglichen, wobei Obama ein Macianer sei...
  • Clinton pflegt gute Kontakte zu den v.a. in New York ansässigen Juden, Obama hat muslimische Wurzeln. Was dürfte weltpolitisch konstruktiver sein?
Clinton ist in Bedrängnis und Obama scheint die Vorentscheidung für sich zu entscheiden. Clinton greift zu letzten Mittel: Angst: "Ready on Day One". Obama sei nicht fähig innert kurzer Zeit richtig zu entscheiden, weil ihm die Erfahrung fehle. Doch wie Bill Clinton schon sagte: Wenn man einen Kandidaten hat der vor Gefahren warnt und einer, der Hoffnung macht, sollte man die Hoffnung wählen...

Meine entscheidende Überlegung bleibt immer noch: Als Frau ist Clinton besser dazu geeignet, Gender-Fragen zu lösen. Als Schwarzer ist Obama besser geeignet, die "Banlieu"-Ghetto-Problematik zu lösen. Was ist dringender?
Kommt die weltpolitische Komponente dazu: Der Umgang der USA mit Israel und der muslimischen Welt wird sich unter Cliton nicht ändern. Unter Obama vielleicht doch...