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Donnerstag, 8. März 2012

Profiling "Frau in den besten Jahren"

Sie wurden im Valley geboren. Nette Gegend... Hidden Hills, Calabasas oder etwas in der Art? Ihr Vater war ein durchschnittlicher Geschäftsmann. Mutter war eine Hausfrau. Sie wollten nicht so weit weg auf's College, also gingen Sie auf die USC. Auf die UCLA? Nein, nein... S-C, S-C? Sie hatten eine ernsthafte Beziehung am College, er machte Schluss und heiratete die Nächste. Sie arbeiteten zwischenzeitlich in der Personalabteilung. Sie hatten von Beziehungen die Nase voll und legten etwas Gewicht an. Sie schauten sich um und sahen, wie all Ihre Freunde jemanden hatten und bald heiraten würden, Sie wollten das Gewicht wieder loswerden, gingen ins Fitnessstudio, wurden süchtig, sind dort etwas gejoggt. Sie wollten arbeiten. Starteten vielleicht Ihr eigenes Party-Geschäft, bildeten sich ein, Sie wären schlecht dran. Aber was Sie wirklich machen wollten? Zu Hause sitzen, auf der Couch, mit einem Trottel Reality-TV gucken, während er Sie beobachtet, wie Sie wieder fett werden. Jetzt geben Sie mir den Blick, als ob ich Ihre Katze gefingert hätte.
Hank Moody analyisert Meredith in Pilot of Californication

Freitag, 21. März 2008

Sozialparasiten im Sozialismus

Von 1975 bis 1979 lebte im Berner Jura eine Kommune den Traum vom kollektiven Eigentum. Die Integrale Lebens- und Produktionsgemeinschaft (LPG) in Villeret sei eine ­typische «Hippie-Landkommune» schrieb die NZZ damals, die nach eigenem Bekunden aus Protest gegen die «Ausbeutung, Ungerechtigkeit und entfremdete Arbeit im kapitalistischen System»

Wenn es zu Unstimmigkeiten kam, dann nicht wegen des Geldes, sondern wegen der Faulheit Einzelner. Es gab Chrampfer und Hänger. So eine alternative Lebensform zieht ja auch Sozialfälle an. Wir Chrampfer haben die Hänger dann – heute würde man sagen – hinausgemobbt.
Gudrun Sachse im NZZ Folio 02/08

Donnerstag, 20. März 2008

geschlechtsspezifische Divergenz mit 50

Männer +/-50 sind eine gefährliche Spezies - für die gleichaltrige Frau. Andere profitieren von ihnen: Die Luxusgüterindustrie, die Pharmaindustrie und selbstverständlich die jüngeren Frauen. 2006 heiratete in der Schweiz jeder vierte Mann im Alter zwischen 50 und 54 eine Partnerin aus der Altersklasse der 20- bis 34-Jährigen.

Denn die grösste Ungerechtigkeit bleibt das Thema Altern. Eine 40-jährige Frau kann mit etwas Glück noch dieselben Lebensprojekte realisieren wie ein Gleichaltriger. Eine 50-jährige Frau wird immer älter sein als ein 50-jähriger Mann. Auf dem Küchentisch liegen also die biologische und die gesellschaftliche Trumpfkarte. Er kann zurückspulen auf Frühling. Ihr bleibt die Menopause. Etwas Mitleid und Acqua-Gymnastik.
Susanna Heim in der NZZaS vom 16.3.08, Seite 85f

Dienstag, 4. März 2008

Millennials

Als Millennials bezeichnen Soziologen die Generation, die mehr oder weniger um die Jahrtausendwende erwachsen wurde. "Millennials wollen keine Konfrontationen, sie sind nicht kämpferisch wie die Boomers waren, die keinem über dreissig trauten", schreiben Morley Winograd und Michael Hais in "Millennial Makeover: Myspace, YouTube, and the Future of American Politics", "wir fühlen uns zu Fragen der Gemeinschaft hingezogen. Aber anders als unsere Eltern, die moralische Fragen durch Parteipolitik lösen wollten, wollen wir Fragen durch Reform der Institutionen von innen lösen. Wir sind Teamplayers, konditioniert durch konstanten Austausch (oft online), die Konsens und Win-win-Lösungen für Probleme suchen.

zuversichtlich - optimistisch - konfliktscheu

Beatrice Schlag in der WW9.08, Seite 41f.