Vor allem Frauen verändern sich sehr, wenn sie älter werden, und dann entsprechen sie offenbar nicht mehr dem Idealbild. Das hat nicht in erster Linie mit dem Äusseren zu tun, sondern eher mit einer gewissen Bestimmtheit und Unnachgiebigkeit, mit der diese Frauen auftreten. Junge Leute sind vielleicht anspruchsloser, unkomplizierter und unter dem Strich vernünftiger: so wie wir.
Manuel Senn in der WeWo29.11, Seite 74.
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Freitag, 22. Juli 2011
Anspruchsvoller werdende Damen
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Mittwoch, 25. Mai 2011
unkonventionelle Wertebetrachtung
In Ihrem Buch «Saint Tropez» porträtieren Sie Eichinger als einen Menschen mit «nuklearer Energie» und «rohen, jedes Anstandsgefühl ausser Kraft setzenden Rücksichtslosigkeiten», der gegen Mittag zwischen Pornokassetten aufwacht und die Vorhänge aufreisst, «als erwarte er Applaus».
«Meine Arroganz», sagten Sie 1984, «ist das Resultat einer zunehmenden Abscheu vor den Menschen ganz allgemein. Ich bin tatsächlich unfähig, sie zu lieben.» Radikalisieren sich diese Empfindungen im Alter?
Der Blick wird nachsichtig bis gleichgültig. Das hat aber nichts mit Altersweisheit zu tun, eher mit Ökonomie: Abscheu - und mehr noch Hass - vergeudet zu viel gute Energie, während Verzeihen und Nachsicht Energie spart. Abscheu ist zu anstrengend, und zu hassen hat etwas Unreifes.
Wolf Wondratschek im Interview von Sven Michaelsen in der WeWo11/11, Seite 48ff.
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Mittwoch, 20. April 2011
überragendes Frauenbild zerbricht an Realität
Frauen stehen auf jene Männer, auf die alle andern auch stehen. Sie kürzen so ihr Auswahlverfahren ab.
Ich weigere mich, meine Wünsche zu verleugnen, um den Ansprüchen einer Frau zu genügen. Frauen mögen das, weil sich darin Stärke zeigt. Sie können dir erzählen, was sie wollen, unbewusst suchen sie den Höhlenmenschen und Abenteurer. Er soll zwar auch intelligent sein und Gefühle zeigen, aber sein Verhalten soll dominant sein und der Frau zeigen, dass er ebenso gut auf sie verzichten kann.
Eine Frau hat zwischen 20 und 35 die besten Chancen, den Mann zu finden, den sie heiratet, danach wird es schwieriger. Für uns ist das Alter egal. Manche kommen mit 40 zu mir, geben nochmals Gas und schreiben mir danach, sie hätten jetzt eine 28-jährige Freundin. Die Zeit ist auf der Seite der Männer. Trotzdem benehmen sich viele, als sei es umgekehrt.
Wenn bei [den Männern] die Triebe nachlassen, sitzen sie wie die Griechen im Strassencafé und spielen Backgammon. Frauen hingegen können nicht darauf verzichten, geliebt zu werden. Wenn sie zusammensitzen, reden sie über uns. Und warum laufen sie bei Minus-Temperaturen schlotternd im Mini und in hochhackigen Schuhen herum? Um uns zu gefallen. Aber wehe, du reagierst nicht darauf! Würden wir Männer einmal in einen Flirtstreik treten, wäre es schnell vorbei mit der weiblichen Arroganz.
Tatsächlich staune ich, wie auch wenig attraktive Frauen an Männern herumnörgeln. Kein Wunder, halten sich Frauen für die Krone der Schöpfung, wenn sie die Männer so behandeln können! Es ist eine Folge des Feminismus, dass die Medien sie in ihrer Zuversicht bestärken. Sie sind Alpha-Mädchen, weibliche Super-Singles. Sie sind die besseren Ärzte, die besseren Aktienstrategen, die besseren Chefs, die besseren Lügner.
Schauen Sie sich in einer Buchhandlung die Titel in der Abteilung «Freche Frauen» an. Männer sind Scheisskerle, Männer sind Schweine, usw. Ersetzten Sie das Wort Mann durch das Wort Neger, Jude oder eben auch durch Frau, und Sie sehen, wie rassistisch das ist.
Nur sexuell [sind Männer untreuer]. In der Liebe sind sie treuer. Sie verlieben sich weniger oft als die Frauen, dafür verlieben sie sich tiefer. Die meisten Scheidungen werden bekanntlich von Frauen eingereicht. Bei ihnen sind die Emotionen wechselhafter, sie überwinden Trennungen leichter. Das ist biologisch erklärbar. Wenn ihnen der Ehemann starb, war es für sie früher überlebenswichtig, sich schnell neu zu orientieren.
Maximilian Pütz, Flirt-Berater im Interview mit Martin Helg in der NZZaS vom 20.03.2011, Seite 79.
Mittwoch, 26. Mai 2010
Samstag, 22. Mai 2010
Vater über 50
Schweizer Männer welche über 50 Väter werden:
- 2008: 1046
- vor 10 Jahren: 945
- vor 30 Jahren: 394
Bspe: Roger Schwainski, Marcel Ospel, Franz Beckenbauer
Ich bin gelassener, finanziell besser gebettet als mit 25 und habe auch nicht mehr das Gefühl, etwas zu verpassen, wenn ich nicht an jede Party gehe. Davon profitiert mein Sohn. Ich habe eine statistische Lebenserwartung von rund dreissig Jahren. Genug Zeit also, meine Kinder - ich habe auch eine Tochter von acht Jahren - zu begleiten, bis sie erwachsen sind.Philippe Welti, 51, in der WeWo19.10, Seite 3.
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Sonntag, 21. Februar 2010
Was Paare verbindet
Eine Studie der Universitäten Genf und Lausanne unter 1074 Paaren zwischen 1999 und 2004 ergab folgendes:
+ Beide haben die gleiche Nationalität
+ Beide haben keine Scheidungen hinter sich
+ Er ist mindestens fünf Jahre älter als sie
+ Sie ist gebildeter als er
- Die Partner stammen aus verschiedenen Kulturkreisen
- Er hat eine Scheidung hinter sich
- Sie ist fünf Jahre älter als er
- Beide haben geringe Bildung
Silvia Tschul im Blick am Abend vom 19.02.10, Seite 13.
+ Beide haben die gleiche Nationalität
+ Beide haben keine Scheidungen hinter sich
+ Er ist mindestens fünf Jahre älter als sie
+ Sie ist gebildeter als er
- Die Partner stammen aus verschiedenen Kulturkreisen
- Er hat eine Scheidung hinter sich
- Sie ist fünf Jahre älter als er
- Beide haben geringe Bildung
Silvia Tschul im Blick am Abend vom 19.02.10, Seite 13.
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Dienstag, 2. Juni 2009
Junge Männer bezahlen für alte Frauen
Über den Risikoausgleich zahlen die unter 60-Jährigen pro Jahr bereits 5,3 Milliarden Franken an die Älteren – Tendenz rasch steigend. Im Gegenzug subventioniert der Staat die Jungen: 82 Prozent der 2,2 Millionen Menschen, die Prämienverbilligung erhalten, sind unter 60 Jahre alt.Und das soll eine Sozialversicherung sein? Für mich ist das ganze ziemlich asozial. Und ich kann mir nicht einmal aussuchen, ob ich wirklich so sozial sein will. Junge Männer werden quasi gezwungen dazu. Wenigstens haben einige noch den Anstand früh zu sterben.
Am stärksten belastet werden junge Männer: Bis zum 25. Geburtstag bezahlen sie 2228 Franken mehr Prämien, als sie an Gesundheitsleistungen beziehen. Über 90-jährige Frauen dagegen profitieren im Schnitt mit 14 148 Franken pro Jahr von der Solidarität. Generell gilt: Männer sind bis zum 60. Geburtstag Nettozahler, Frauen bis zum 55. Geburtstag. Die älteren Jahrgänge sind Nettoempfänger. (NZZ)
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Mittwoch, 20. Mai 2009
142.4 Mrd. CHF Sozialausgaben in der Schweiz
Die IV macht jährlich 1.4 Mrd. CHF Verlust und hat mittlerweile 13 Mrd. CHF Schulden. (News vom 20.5.09, Seite 3.)
Mittwoch, 15. Oktober 2008
Blochers Rückzug
Christoph Blocher ist Teil der Vergangenheit, nicht der Zukunft.Das fand ich vor einem Monat noch eine sehr arrogante Aussage und unseriös dazu, vergleicht man den Leistungsausweis Blochers mit jenem Pellis. Doch mittlerweile bin sogar ich der Überzeugung, dass Blochers Zeit für einen Rückzug gekommen ist:
Fulio Pelli
- Die an seine Wiederwahl gebundene Oppositionspolitik war eine rhethorische Drohung, welche sich in der Schweiz nicht praktizieren lässt und auch keinen Mehrwert stiftet.
- Der Personenkult zerstört einen kontroversen politischen Diskurs. Die Verehrung blendet andere Standpunkte aus. Das ist nicht konstruktiv. Blocher ist ein unvernünftiges Klumpenrisiko.
- Blocher ist zwar immer noch fit und wiff, doch er hat seinen Zenit überschritten. Er war schon schlagfertiger, strukturierter und klarer. Das Alter geht auch an ihm nicht spurlos vorüber.
Blocher könnte sich jetzt mit Würde zurückziehen. Bald ist es dafür zu spät.
"Ein SVP-Nationalrat" in einem Artikel von Francesco Benini in der NZZaS vom 5.10.08
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Mittwoch, 13. August 2008
Schweizer Geburtenrate
Um die Population ohne Migration aufrecht zu Halten, wäre ja eine Geburtenrate von 2,1 notwendig. In der Schweiz sieht das folgendermassen aus:
Doch: Die Elternschaft um die 40 bringt eine Tendenz zur Überbehütung der Kinder mit sich, da ältere Eltern oft mehr materielle Sicherheit haben und dazu neigen, das Beschützen und Fördern übertreiben.
- Durchschnitt Schweizerin, 2001: 1.22 Kinder
- Durchschnitt Ausländerin in der Schweiz, 2001: 1.88 Kinder
- Durchschnitt Schweizerin, 2007: 1.33 Kinder
- Durchschnitt Ausländerin in der Schweiz, 2007: 1.86 Kinder
Unter den Schweizerinnen, die Mutter werden, sind Frauen, die noch vor kurzem einen ausländischen Pass hatten.Weiter steigt das Alter der werdenden Mütter:
Rancesco Benini in der NZZaS vom 27.7.08, Seite 20.
- Durschnittsalter 1990: 28.9 Jahre
- Durschnittsalter 2007: 30.8 Jahre
- Frauen, die bei der Geburt ihres Kindes älter als 34 Jahre alt sind, 1986: 10%
- Frauen, die bei der Geburt ihres Kindes älter als 34 Jahre alt sind, 2007: 27%
Doch: Die Elternschaft um die 40 bringt eine Tendenz zur Überbehütung der Kinder mit sich, da ältere Eltern oft mehr materielle Sicherheit haben und dazu neigen, das Beschützen und Fördern übertreiben.
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Mittwoch, 2. April 2008
ältere Frauen...
Vernunftehe! Zerbrechen Sie sich nicht den Kopf von wegen Leidenschaft oder Seelenverwandtschaft.
Wenn Du heiratest, geht es nicht mehr um die Frage: "Mit wem will ich in den Urlaub?", sondern: "Mit wem will ich einen Haushalt führen?" Eine Ehe ist kein Festival der Leidenschaften, sondern eine Partnerschaft, die man eingeht, um ein sehr kleines, unspektakuläres, oft langweiliges gemeinnütziges Unternehmen zu führen.
Viele Frauen, die ewig auf die wahre Liebe warten, vergessen, dass wir nicht immer so anziehend sein werden, wie wir noch Anfang 30 waren. Jetzt, wo ich 40 bin, habe ich Runzeln und Ringe unter den Augen.
"Frauen sind kein bisschen romantisch", sagt Gabe: "Die sagen sich: Das schaffe ich. Für viele Frauen geht es nie um Liebe, sondern eher um die Frage, womit sie leben können."
Paradoxerweise ist es so: Je klüger es für eine Frau wäre, sich auf eine Vernunftehe einzulassen, desto weniger ist sie dazu bereit, denn eine Frau Mitte dreissig ist wählerischer als eine Frau in den Zwanzigern.
"Alle müssen Abstriche machen. Drum tut man es am besten pragmatisch."
Lori Gottlieb in der NZZaS vom 30.3.08, Seite 85ff.
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Donnerstag, 20. März 2008
geschlechtsspezifische Divergenz mit 50
Männer +/-50 sind eine gefährliche Spezies - für die gleichaltrige Frau. Andere profitieren von ihnen: Die Luxusgüterindustrie, die Pharmaindustrie und selbstverständlich die jüngeren Frauen. 2006 heiratete in der Schweiz jeder vierte Mann im Alter zwischen 50 und 54 eine Partnerin aus der Altersklasse der 20- bis 34-Jährigen.
Denn die grösste Ungerechtigkeit bleibt das Thema Altern. Eine 40-jährige Frau kann mit etwas Glück noch dieselben Lebensprojekte realisieren wie ein Gleichaltriger. Eine 50-jährige Frau wird immer älter sein als ein 50-jähriger Mann. Auf dem Küchentisch liegen also die biologische und die gesellschaftliche Trumpfkarte. Er kann zurückspulen auf Frühling. Ihr bleibt die Menopause. Etwas Mitleid und Acqua-Gymnastik.
Susanna Heim in der NZZaS vom 16.3.08, Seite 85f
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Montag, 24. September 2007
Keine Stimme für 16-jährige
Ein Problem der Demokratie ist, dass auch dumme und realitätsferne Menschen eine Stimme haben. Falls das Stimm- und Wahlrechtsalter auf 16 Jahre gesenkt wird, würde ein Bevölkerungsteil erschlossen, welcher diesen Missstand verstärken würde. Logisch, dass die Jugendsession zu einer anderen Empfehlung kommt. Die befassen sich auch mit Politik und ihnen eine Stimme einzuräumen wäre nicht sehr falsch. Trotzdem zweifle ich stark daran, ob mit 16 Jahren ein konstruktives politisches Bewusstsein ausgeprägt ist. Dies bewiesen auch die Voten in der "Jugendsendung" Entscheidung 07 auf SF1...
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