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Freitag, 9. März 2012

Eigenschaften des Traumpartners

Was Frauen an Männern suchen:
  • 91.4% Charme und Humor
  • 80.1% sehr seriös und niveauvoll
  • 69.3% kinderlieb und familienorientiert
  • 64.5% guter Liebhaber und auf Dauer treu
Was Männer an Frauen wünschen:
  • 73.4% romantisch und zärtlich
  • 71% gute Liebhaberin
  • 69.9% gutes Aussehen
  • 64% unternehmenslustig und kontaktfreudig
  • 84% intelligent
  • 32.6% akzeptieren eine beruflich erfolgreichere Frau neben sich
Studie von ElitePartner basierend auf einer Umfrage unter 12‘000 Frauen und Männer

Donnerstag, 8. März 2012

Profiling "Frau in den besten Jahren"

Sie wurden im Valley geboren. Nette Gegend... Hidden Hills, Calabasas oder etwas in der Art? Ihr Vater war ein durchschnittlicher Geschäftsmann. Mutter war eine Hausfrau. Sie wollten nicht so weit weg auf's College, also gingen Sie auf die USC. Auf die UCLA? Nein, nein... S-C, S-C? Sie hatten eine ernsthafte Beziehung am College, er machte Schluss und heiratete die Nächste. Sie arbeiteten zwischenzeitlich in der Personalabteilung. Sie hatten von Beziehungen die Nase voll und legten etwas Gewicht an. Sie schauten sich um und sahen, wie all Ihre Freunde jemanden hatten und bald heiraten würden, Sie wollten das Gewicht wieder loswerden, gingen ins Fitnessstudio, wurden süchtig, sind dort etwas gejoggt. Sie wollten arbeiten. Starteten vielleicht Ihr eigenes Party-Geschäft, bildeten sich ein, Sie wären schlecht dran. Aber was Sie wirklich machen wollten? Zu Hause sitzen, auf der Couch, mit einem Trottel Reality-TV gucken, während er Sie beobachtet, wie Sie wieder fett werden. Jetzt geben Sie mir den Blick, als ob ich Ihre Katze gefingert hätte.
Hank Moody analyisert Meredith in Pilot of Californication

Dienstag, 27. Dezember 2011

Regierunsgkonformismus vs. Opposition

Die Tätigkeit im Widerstand erfordert Mut, Charakterfestigkeit, Idealismus und Improvisationsgabe. All diese Eigenschaften sind in der Politik weniger geschätzt. Da braucht es Geschmeidigkeit, Anpassung und Parteizugehörigkeit.
Karl Schwarzenberg im Interview von Paul Flückiger in der NZZaS vom 25.12.2011, Seite 7.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Zeitgemässe Formen des Zusammenlebens

Neue Ausgangssituation
Globalisierung, Individualisierung, Liberalisierung, Multioptionsgesellschaft, Konsumwelt, Lebensgenuss, Entfaltung, Selbstverwirklichung, Erwartungen, Angebot, exzessive Selektion
Ist es nicht Wahnsinn, die Institution Ehe auf so etwas Unfassbares und Flüchtiges wie die Liebe gründen zu wollen? Oder, wie es Hondrich formuliert: das Beständigste auf das Vergänglichste, das Alltägliche auf das Ausseralltägliche, das Reale auf das Romantische zu bauen? "Liegt hier", fragt er sich, "ein grundlegender Konstruktionsfehler moderner Gesellschaften vor?"
  • Ehe: Bund fürs Leben, exklusive Zweierbeziehung, Utopie der totalen, ausschliesslichen Liebe
  • Serielle Monogamie
  • Offene Beziehung
  • Polyamoristen: Quadratur des Kreises: sexuelle Freiheit und die Wärme einer Partnerschaft, Treue gegenüber mehreren Personen, keine "Ich will dich ganz für mich oder gar nicht"-Liebe, sinnliche Liebe lässt sich nicht auf eine Person beschränken.
Treue: Ideal und doch realitätsfremd (Die Zeit)
Die westliche Strenge im Ahnden von Untreue stellt weltweit eher einen Sonder- als einen Normalfall dar.
Pamela Duckermann in der kulturvergleichenden Untersuchung "Fremdgehen"
 
Im Gegensatz zu früher stellt bei uns der Seitensprung eben mittlerweile nicht nur einen gesellschaftlichen Verstoss dar, den es nach Möglichkeit zu verstekcen gilt, sondern auch einen psychologischen Makel. Wir haben die klassisch-bürgerliche Ächtung des Fehltritts so verinnerlicht, das wir sogar bei einem unverheirateten Paar heute strengere Massstäbe anlegen, als das früher bei Eheleuten der Fall war. Der Ehebrecher muss sich heute nicht nur moralische Vorhaltungen gefallen lassen, sondern auch Fragen nach seiner Reife, seiner Beziehungsfähigkeit oder gar nach einer allfälligen Sexsucht.
David Signer in der NZZaS vom 24.04.2011, Seite 73f.

Mittwoch, 25. Mai 2011

unkonventionelle Wertebetrachtung

In Ihrem Buch «Saint Tropez» porträtieren Sie Eichinger als einen Menschen mit «nuklearer Energie» und «rohen, jedes Anstandsgefühl ausser Kraft setzenden Rücksichtslosigkeiten», der gegen Mittag zwischen Pornokassetten aufwacht und die Vorhänge aufreisst, «als erwarte er Applaus».

«Meine Arroganz», sagten Sie 1984, «ist das Resultat einer zunehmenden Abscheu vor den Menschen ganz allgemein. Ich bin tatsächlich unfähig, sie zu lieben.» Radikalisieren sich diese Empfindungen im Alter?

Der Blick wird nachsichtig bis gleichgültig. Das hat aber nichts mit Altersweisheit zu tun, eher mit Ökonomie: Abscheu - und mehr noch Hass - vergeudet zu viel gute Energie, während Verzeihen und Nachsicht Energie spart. Abscheu ist zu anstrengend, und zu hassen hat etwas Unreifes.

Wolf Wondratschek im Interview von Sven Michaelsen in der WeWo11/11, Seite 48ff.

Dienstag, 24. Mai 2011

Wieso Macht korrumpiert

Um Karriere zu machen, die zu einer solchen Machtposition führt, bedarf es einer starken Persönlichkeit, die zielstrebig, durchhaltefähig und in einem hohen Masse kontrolliert ist. Ja es gehört eine geradezu monomane, alles andere im Leben ausblendende Besessenheit dazu, sich ausschliesslich auf das Ziel der Topposition auszurichten. Am Ende dreht sich alles nur noch um die Fragen: Wie komme ich voran? Und wie schalte ich Konkurrenten aus?

Eine solche alles auf die Karte «Macht» setzende Einstellung hat allerdings ihren Preis. Der Weg in die Topposition gelingt umso leichter, je weniger sich die betreffende Person von ihren Gefühlen und von der Rücksicht auf andere Menschen leiten lässt. Es mag sein, dass dies Menschen sind, die von jeher wenig Gefühle zugelassen haben und machtbesessen waren. Aber es ist auch eine Folge der Umstände, dass ihnen auf dem Weg nach oben mit der Zeit ihre Gefühlswelt verloren geht. Wenn sie merken, dass ihnen dies bei ihrem Streben nach ihren ehrgeizigen Zielen sogar noch hilft, hat dies einen grossen Einfluss auf sie, indem sie Gefühle und Einfühlung in andere Menschen zunehmend als etwas Lästiges empfinden und konsequent abstellen.

Diese Entwicklung kann zu einer masslosen Selbstüberschätzung führen, bei der nur noch die eigene Person und die eigenen Ziele gesehen werden und andere Menschen lediglich als Unterstützung oder Behinderung auf dem Karriereweg wahrgenommen werden. Die Konsequenz ist eine immer weitergehende Abkopplung der betreffenden Person von der sozialen Umwelt, eine Verkümmerung der Gefühlswelt, eine immer stärker werdende Selbstbezogenheit und ein gefährlicher Verlust des Realitätsbezugs.
Udo Rauchfleisch in der NZZaS vom 22.05.2011, Seite 20f.

Freitag, 20. Mai 2011

Eitle Südländer

Die häufigsten Schönheits-OPs bei Männern

  1. Fettabsaugungen
  2. Lid- und Nasenkorrekturen
  3. Haartransplantationen
  4. Ohranlegungen
  5. Facelifts
  6. Bauchstraffungen

Die häufigsten Schönheits-OPs bei Frauen

  1. Brustimplantate
  2. Fettabsaugungen
  3. Lidkorrekturen
  4. Facelifts
  5. Nasenkorrekturen
  6. Bauch- und Bruststraffungen

    Die Mang Medical One Klinikgruppe unter der Leitung von Professor Werner L. Mang präsentierte kürzlich die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Internationalen Gesellschaft für Ästhetische Medizin (IGÄM) zum Thema „Männerschönheit“:
  1. Italien / Türkei
  2. Frankreich
  3. Spanien
  4. Deutschland

Mittelfeld: Schweiz, Norwegen, Griechenland

Schlusslichter: Schottland, Irland England, Schweden

Insgesamt wird deutlich, dass es offenbar einen Unterschied macht, ob man als Mann im Norden oder Süden Europas geboren wird. (..) Im Süden leben wohlhabendere Männer, die großen Wert auf ihr Aussehen legen. Darüber hinaus haben sie auf Grund des besseren Wetters häufiger Gelegenheit, sich im Freien zu präsentieren. (Quelle)

Was bedeutet es, wenn eine Dame sagt, sie steht auf Südländer?
Sie koketiert gerne - empfindet es als Befriedigung, beachtet und bewundert zu werden. Narziss lässt grüssen. Gleichzeitig sucht sie nach einem gleichen Gegenüber. Das muss zu einem Kampf nach Aufmerksamkeit und einem emotionalen Desaster führen...

Sonntag, 3. April 2011

Trauma und Resilienz

Der Trauma-Begriff wird überdehnt. Heute wird bei allen psychischen Störungen nach Trauma-Vorerfahrungen gefragt: Schizophrenie und Trauma. Depression und Trauma. ADHS und Trauma. Was Sie wollen.
Ulrich Schnyder, Zürcher Psychiater
Die therapeutische Kultur verlangt nach "Trauerarbeit": dass man sich durch den Schmerz hindurcharbeitet, um sich davon lösen zu können. Wer sich weigert, unterdrückt Gefühle, die ihn früher oder später gewaltsam einholen werden. Doch trotz Tonnen von Selbsthilfeliteratur über das überwältigende Wesen der Trauer, liegt es in der menschlichen Natur, einen Verlust zu bewältigen. Heilsam kann sein, nicht darüber zu sprechen, zu vergessen, ja, vielleicht sogar zeitweise zu sagen: Schwamm drüber.
Resilienz: Wie lange braucht ein Mensch, um sich von einem Schicksalsschlag wieder erholen zu können?
Mir gefällt das Bild vom Grashalm, der durch den Wind zu Boden gedrückt wird, Hört es zu luften auf, steht der Halm wieder auf.
Schnyder
Was - nebst dem eigenen Gemüt - beeinflusst, wie schnell der Grashalm wieder steht?
  • Fluss der Zeit, damit auch die relativierung oder das Vergessen
  • Freunde und Familie, die ihn unterstützen und schützen
  • tragende Beziehungen sind die Impfung für Resilienz
Birgit Schmid im Tagi-Magi 6/2011, Seite 14ff.

Donnerstag, 3. Februar 2011

Charaktereigenschaften: Wunsch und Realität

Die Werte, die wir uns zuschreiben, sollen uns euphorisieren und optimistisch stimmen. Wir wollen nicht wissen, dass Eifersucht, Neid oder Gier starke Motive sind und wir gewisse Menschen oder Haltungen nie verstehen werden. Wir reden uns ein, dass uns Geld nicht wichtig ist und wir Andersartigkeit schätzen.
Allan Guggenbühl in der WeWo3.11, Seite 14f.

Macht der Kapitalismus unsere Moral kaputt?

Wo immer der Kommunismus versucht wurde, endete es nicht nur bei Korruption und schlechten Produkten, sondern auch in Furcht, Apathie, Ignoranz, Unterdrückung und einem Grundmangel an Vertrauen. Die Sowjetunion und das China vor der Reform waren moralisch wie wirtschaftlich bankrott.
Ayaan Hirsi Ali

Für mein Verständnis ist das Ausmass von staatlichen Fürsorgeeinrichtungen in Westeuropa ausufernd und kontraproduktiv. Es lähmt wirtschaftliche Innovation und belohnt Abhängigkeit. Ein stark ausgebauter Sozialstaat kann Menschen geradezu ermutigen, vom Staat abhängig zu werden. In einer freien Marktwirtschaft dagegen, in der die Freiheit das oberste Gut ist, neigen die Leute dazu, kreativer und innovativer zu sein; in Sozialstaaten, deren Priorität bei der Gleichheit liegt, wird das natürliche Potenzial von Menschen pervertiert. Um erfolgreich zu werden, musst du eher lernen, «das System zu melken», als ein besseres Produkt zu entwickeln. Risiken werden vermieden, und der Verantwortung des Einzelnen wird entgegengearbeitet. Obwohl das System oberflächlich gerecht erscheinen mag, fördert es am Ende die Mittelmässigkeit und eine gewisse Opferhaltung.
Ayaan Hirsi Ali

Man muss sich nur das habgierige Verhalten jener staatlich geförderten Oligarchie ansehen, die heute über Russland herrscht. In so einem System muss die herrschende Clique sich nicht um ihren Ruf kümmern. Rohstoffreiche Länder wie Russland oder auch Saudiarabien generieren extremen Reichtum - ohne Rechenschaftspflicht gegenüber Mitarbeitern, Aktionären, Verbrauchern oder Wählern. Fast alle Nationen, die von den heutigen Rekord-Energiepreisen profitieren, nutzen ihren unverdient erworbenen Reichtum einzig, um ihre repressiven Regimes zu finanzieren. Diesen Nationen fehlen Anreize für moralisches Verhalten.
Garry Kasparow

Ja, der freie Markt kann den moralischen Charakter des Menschen beschädigen. Es liegt in unserer Natur, immer mehr zu wollen - und der freie Markt unterstützt dies. Er kümmert sich kaum um jene, die nicht mithalten können. Aber der Versuch zur Eindämmung dieser menschlichen Bedürfnisse und Wünsche führt zu noch grösseren Übeln.
Garry Kasparow

Die Charaktereigenschaften, die vom freien Markt am höchsten belohnt werden, sind unternehmerischer Mut, die Bereitschaft zu spekulieren und die Fähigkeit, Gelegenheiten zu ergreifen oder zu erschaffen. Es ist festzuhalten, dass das nicht die Eigenschaften sind, die konservative Moralisten am höchsten schätzen. Besonnenheit, Sparsamkeit und der Willen, in festgefahrenen Mustern weiterzumachen, mögen bewundernswerte Qualitäten sein, aber sie führen normalerweise nicht zu Erfolg im freien Markt. Tatsächlich können genau solche Eigenschaften bei volatilen Märkten den Ruin bedeuten.
John Gray

Homo homini lupus - der Mensch ist des Menschen Wolf - war die Regel und Altruismus die Ausnahme. Unter diesen Bedingungen ging es den Menschen mit dem am meisten ausgeprägten Überlebenswillen und den wenigsten moralischen Skrupeln am besten. Kein wirtschaftliches System kann jeden Aspekt moralischen Charakters fördern. Alle basieren zu einem gewissen Ausmass auf Motiven, die moralisch fragwürdig sind. Geiz und Neid mögen Laster sein, aber sie sind auch wirtschaftliche Stimulanzien.
John Gray

Aus dem Tagi-Magi vom 07.11.2008

Sonntag, 9. Januar 2011

Scheidungspartys und das Wesen der Ehe

So sind sie, die Frauen. Erst angeln sie sich mit allen Tricks einen Mann, dann schwören sie ewige Treue und Liebe bis in den Tod. Dann entdecken sie seine Mängel, reichen die Scheidung ein – und feiern wilde Partys, als hätten sie im Lotto gewonnen.

Wieso feiert man mit Freundinnen Befreiung von einer Institution, die man einmal mit Glückstränen umarmt hat? War man eine liebesblinde Idiotin, die sich von Rührung und Romantik einlullen liess? Oder ist es vielmehr so, dass «der schönste Tag im Leben» ziemlich schnell zu einer lästigen Bindung mit Ausbruchsfantasien geworden ist, wenn er den Klodeckel nicht runterklappt?

Die Eheklippen, die unsere Grossmütter mit tapferem Lächeln umschifften, weil Treue Charakter verriet und Moral und Durchhaltevermögen für die Ehe wichtiger waren als heisser Sex, werden heute als zu strapaziös empfunden. Nicht nur ist die Geduld kürzer als ein Werbespot geworden, auch das Schamgefühl ist geschrumpft. Heute wird alte Liebe verraten und Triumph genauso wie Niederlage öffentlich zelebriert. Denn was man vor 30 Jahren noch als schuldhaftes Versagen sah, über das vielleicht eine Zeit reflektiert werden sollte, wird zum weiblichen «Freudenfest» für die Freiheit vom Joch der dysfunktionalen Ehe umfunktioniert.

Sabine Reichel in der WeWo42.10, Seite 53.

Dienstag, 17. August 2010

Fünf Persönlichkeitsdimensionen - "The Big Five"

I Extraversion
gesellig, humorvoll, optimistisch, zurückhaltend, verschlossen, schweigsam, lebhaft, temperamentvoll

II Soziale Verträglichkeit
bescheiden, hilfsbereit, aufrichtig, warmherzig, rücksichtsvoll, altruistisch, mitfühlend, wohlwollend, kooperativ gutmütig, ehrlich

III Gewissenhaftigkeit
hart arbeitend, sorgfältig, zuverlässig, gewissenhaft, fleissig, pflichtbewusst, pünktlich, ordentlich

IV Neurotizismus
verlegen, nervös, traurig, ängstlich, verletzbar, launenhaft, unsicher

V Intellekt
gebildet, wissbegierig, phantasievoll, schlagfertig, einfallsreich, scharfsinnig, interessiert, intelligent, kreativ

von Marcus Knill

Und hier noch einen entsprechenden Test dazu.

Mittwoch, 11. August 2010

kindsentscheidend: nicht die Bildungsniveau sondern Charakter

5 Dimensionen eines Charakters
  • Neurotizismus: emotionale Stabilität oder Instabilität
  • Extraversion: Mass an Geselligkeit
  • Verträglichkeit: soziales Verhalten, Altruismus
  • Offenheit: Grad an Autonomie, Offenheit für Neues
  • Gewissenhaftigkeit: Selbstdisziplin, Verlässlichkeit

Frauen, die gesellig sind, eher ängstlich und gerne anderen helfen, haben tendenziell früher Kinder. Frauen mit hohen Werten für Gewissenhaftigkeit und Offenheit hingegen bekommen im Durchschnitt später Kinder.

Die Forscherin erklärt dies damit, dass für diese Frauen die «psychologischen Kosten» einer Schwangerschaft besonders hoch sind. Personen mit hohen Offenheits-Werten verspüren einen stärkeren Drang nach Unabhängigkeit und haben prinzipiell ein breiteres Interesse an der Welt, womit beispielsweise die Karriere höher gewichtet wird als eine Familie. Zudem bedeute eine grössere Offenheit auch, dass man eher bereit sei, Konventionen zu hinterfragen und eigene Wertvorstellungen zu verwirklichen. Dadurch sei man weniger anfällig, aufgrund von sozialem Druck Kinder zu bekommen.

Nicht die Bildung der Frau sei schuld an der Abnahme der Geburtenziffer, sondern der Wertewandel in den letzten 40 Jahren. Durch den Übergang zu einem individualistischen Familienmodell, durch Gleichberechtigung und die Konzentration auf Selbstentfaltung werde in der Gesellschaft mehr Wert auf den Charakterzug Offenheit gelegt - mehr Ausbildung, Streben nach Autonomie und eine späte Mutterschaft seien dann die Folge dieses Wertewandels.

Simone Schmid in der NZZaS vom 08.08.2010, Seite 46 nimmt Bezug auf Lara Tavares vom Institute for Social and Economic Research in Essex, welche in der "British Household Survey" Familiendaten von mehr als 16 000 Frauen aus Grossbritannien analysierte.

Samstag, 6. Februar 2010

positive Psychologie

Die positive Psychologie unterscheidet nach ihrem Begründer Martin Seligman und in Anlehnung an die Philosophie 6 Tugenden, denen sie 24 Charakterstärken zuordnet:
  1. Weisheit und Wissen mit Kreativität, Neugier, Urteilsvermögen, Liebe zum Lernen und Weisheit.
  2. Mut mit Tapferkeit, Ausdauer, Authentizität und Enthusiasmus.
  3. Menschlichkeit mit Bindungsfähigkeit, Freundlichkeit und Sozialer Intelligenz.
  4. Gerechtigkeit mit Teamwork, Fairness und Führungsvermögen.
  5. Mässigung mit Vergebungsbereitschaft, Bescheidenheit, Vorsicht und Selbstregulation.
  6. Transzendenz mit Sinn für das Schöne, Dankbarkeit, Optimismus, Humor und Spiritualität.
Kathrin Meier-Rust in der NZZaS vom 24.01.10, Seite 55ff
Tests mit individuellen Auswertungen auf charakterstaerken.org

Freitag, 20. März 2009

bundesrätlicher Profilverlust

Bundesräte taugen nicht für anspruchsvolle Verhandlungen. In der Schweiz werden konsensfähige Durchdiener in die Regierugen gewählt, um in unkündbarer Stellung die Einheit des Landes zu verkörpern. Aufmüpfige, schwererziehbare Charakterfiguren sehen sich entweder frühzeitig abgedrängt (Peter Bodenmann) oder nach spätestens einer Amtszeit entsorgt (Christoph Blocher).
Roger Köppel in der WW12.09, Seite 5.

Mittwoch, 5. November 2008

Zitate zu Obamas Persönlichkeit

Barack ist extrem intelligent, und eine der Tücken extremer Intelligenz liegt darin, dass du so gewohnt bist, recht zu haben, dass du glaubst, du habest immer recht.
David Axelrod
So stellte er sich auch lange gegen den erfolgreichen "Surge" im Irak.
Mit der "Steueroase" Schweiz wird er kurzen Prozess machen: Selbstgerecht trocken legen. :-(
Grundsätzlich ist er ein staatsgläubiger [big government] Umverteiler, der den Armen und speziell den afroamerikanischen Armen helfen will: rassenspezifische Programme, breiter abgestützte soziale Wohlfahrtsgesetzgebung, Mindestlohngesetzte, Sozialwohnungsexperimente, etc.
Stanley Kurzt
Ein Linker halt. Doch:
Ich diene als ein unbeschriebenes Blatt Papier, auf das Leute mit völlig unterschiedlicher politischer Zugehörigkeit ihre eigenen Ansichten projizieren.
Obama in seiner Biographie
Mal kucken... Grundsätzlich freue ich mich aber auch über die Wahl Obamas. Er hat einen guten Charakter.
Du stimmst für den Mann, was wichtig ist, ist der Mann.
Wenn es um den Präsidenten geht, ist Charakter Schicksal - sein Charakter, unser Schicksal.
Gene McCarthy
Aus Hanspeter Born in der WW4.08, Seite 42ff.

So scheint die Persönlichkeit tatsächlich wichtiger zu sein, als ein politisches Programm.

Vatikan über eine reife Sexualität

Der Vatikan führt einen Psychotest ein, um sich über die Sexualität der Priester abzusichern und so künftige Entgleisungen zu verhindern. Interessant sind die Formulierungen:
"Viele tragische Erfahrungen wären vermieden worden, wenn Defekte früher erkannt worden wären"
impliziert: homo oder pädo=Defekt, dem stimme ich zu: check!
Männer mit "psychopathischen Störungen"
impliziert: nicht-hetero=gestört, check!
...oder "tiefsitzender homosexueller Tendenz"
impliziert, dass es verschiedene Grade der Homosexualität gibt und diese änderlich sind: check!
Haben die Seminaristen ein "positives und stabiles Gefühl zu ihrer Männlichkeit"?
impliziert, dass Homos eher labil seien und ein unsicheres, schwaches Männlichkeitsbild haben, was als negativ beurteilt wird: check!
Zur Qualifikation [Anm: für das Priesteramt] gehöre eine reife und ausgewogene Persönlichkeit, die dazu in die Lage versetze, ein keusches Leben im Zölibat zu führen.
Patricia Arnold in der NZZaS vom 2.11.08, Seite 6.
impliziert, dass Homos und Pädos nicht "reif und ausgewogen" sind.

Das Zölibat bleibt die entscheidende Ursache für sexuelle Störungen.

Sonntag, 26. August 2007

Subventionen und Staat

Ich will nicht von Subventionen und Staat abhängig sein, das verdirbt den Charakter.
Ulrich Gygi, Chef der Post

Tja, ab und zu haben diese SP-Typen tatsächlich den Durchblick. Aber eben nur ab und zu und bestimmt nicht alle! :-).